English Woman's Journal - Musk erscheint nicht zu Anhörung in Paris wegen Kinderporno-Darstellungen auf X

Musk erscheint nicht zu Anhörung in Paris wegen Kinderporno-Darstellungen auf X


Musk erscheint nicht zu Anhörung in Paris wegen Kinderporno-Darstellungen auf X
Musk erscheint nicht zu Anhörung in Paris wegen Kinderporno-Darstellungen auf X / Foto: Alain JOCARD - AFP/Archiv

US-Milliardär Elon Musk ist trotz einer Vorladung nicht zu einer freiwilligen Anhörung in Frankreich wegen kinderpornografischer Darstellungen in seinem Onlinedienst X erschienen. Die französische Staatsanwaltschaft teilte der Nachrichtenagentur AFP am Montag mit, sie habe "die Abwesenheit der ersten vorgeladenen Personen zur Kenntnis genommen", ohne Musks Namen zu nennen. Kurz vor der geplanten Anhörung war Telegram-Gründer Pawel Durow Musk zur Seite gesprungen.

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Die "Anwesenheit oder Abwesenheit" der Geladenen sei "kein Hindernis für die Fortsetzung der Ermittlungen", erklärte die Staatsanwaltschaft. Neben Musk war auch die ehemalige X-Chefin Linda Yaccarino zu einer freiwilligen Anhörung vorgeladen. Beide seien "in ihrer Eigenschaft als faktische und rechtliche Leiter der Plattform X zum Zeitpunkt der Tat" ins Visier genommen worden, erklärte die Staatsanwaltschaft. Die X-Chefin war im vergangenen Juli nach zwei Jahren an der Spitze des Unternehmens als CEO zurückgetreten.

Musk sollte am Montag im Rahmen einer freiwilligen Anhörung zu Kritik an seinem Onlinedienst X befragt werden. Dabei geht es unter anderem um den KI-Chatbot Grok, mit dessen Hilfe pornografische Bilder von realen Menschen erstellt werden können - auch kinderpornografische Darstellungen. X hat die Funktion nach eigenen Angaben mittlerweile eingeschränkt.

Die polizeilichen Ermittlungen in Frankreich umfassen nach Angaben der Staatsanwaltschaft unter anderem Vorwürfe der Beihilfe zum Besitz kinderpornographischer Darstellungen, der Verletzung des Rechts am eigenen Bild, der Leugnung von Verbrechen gegen die Menschlichkeit und des Datendiebstahls. Die Untersuchungen gehen auf Beschwerden über den X-Algorithmus im Januar 2025 zurück. Sie wurden seitdem auf weitere Vorwürfe ausgeweitet, etwa die Verbreitung von Holocaust-Leugnung und sexuellen Deepfake-Inhalten über Grok und X.

Mitte März hatte der US-Milliardär französische Richter im Zusammenhang mit den Ermittlungen als "geistig zurückgeblieben" bezeichnet. Kurz zuvor waren Büros des Onlinedienstes in Paris durchsucht worden.

Kurz vor der geplanten Anhörung erklärte Telegram-Gründer Durow in einem auf X und im Nachrichtendienst Telegram verbreiteten Text, Frankreich nutze strafrechtliche Ermittlungen, "um die Meinungsfreiheit und persönliche Äußerungen zu unterdrücken". Er sei "stolz, an der Seite von Elon Musk und anderer zu stehen", die von einer "Kampagne gegen die Freiheit im Internet" betroffen seien, schrieb Durow weiter. Auch er selbst sei "Gegenstand einer ähnlichen Untersuchung" in Frankreich.

F.Stewart--EWJ

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