English Woman's Journal - Anklage in Bayern: Mann soll Mädchen über Internet missbraucht haben

Anklage in Bayern: Mann soll Mädchen über Internet missbraucht haben


Anklage in Bayern: Mann soll Mädchen über Internet missbraucht haben
Anklage in Bayern: Mann soll Mädchen über Internet missbraucht haben / Foto: INA FASSBENDER, - - AFP/Archiv

Gegen einen Mann aus Bayern ist Anklage erhoben worden, weil er ein Mädchen auf den Philippinen über das Internet missbraucht haben soll. Der 53-Jährige soll über einen Messengerdienst in dutzenden Fällen den sexuellen Missbrauch des Mädchens auf den Philippinen angeleitet haben, wie die bei der Staatsanwaltschaft Bamberg angesiedelte Zentralstelle Cybercrime Bayern am Montag mitteilte.

Textgröße ändern:

Dem Mann aus dem Landkreis Erlangen-Höchstadt wird vorgeworfen, in 74 Fällen sexuelle Handlungen an dem damals acht bis elf Jahre alten Kind veranlasst zu haben. Zudem soll er in einem Fall selbst auf die Philippinen gereist sein, um das Mädchen zu missbrauchen.

Nach den Ermittlungen hatte der Mann zunächst Kontakt zur Mutter des Kinds aufgenommen und sie gegen Geld zu Video- und Bildaufnahmen bewegt. Später soll er das Mädchen selbst zu sexuellen Handlungen aufgefordert haben. Dabei handelt es sich um einen sogenannten Live-Stream-Missbrauch, bei dem der sexuelle Missbrauch live über das Internet übertragen wird.

Ausgangspunkt der Ermittlungen war den Angaben zufolge ein Hinweis australischer Sicherheitsbehörden, der auf Informationen einer Hilfsorganisation auf den Philippinen zurückging. In der Folge identifizierten die Ermittler den Beschuldigten.

Der 53-Jährige wurde im Mai 2025 festgenommen. Er sitzt seitdem in einer bayerischen Haftanstalt in Untersuchungshaft. Über die Zulassung der Anklage entscheidet das Landgericht Nürnberg-Fürth.

T.Burns--EWJ

Empfohlen

Geplanter Überfall in Bochum: Urteil gegen "Ausbrecherkönig" vor Brüsseler Gericht verschoben

Im Prozess gegen den als "Ausbrecherkönig" bekannten Kriminellen Antonio Ferrara wegen eines geplanten Raubüberfalls in Bochum ist die für Freitag geplante Urteilsverkündung kurzfristig verschoben worden. Das Brüsseler Gericht teilte ohne Angaben von Gründen mit, es werde seine Entscheidung erst am 5. November verkünden. Die Staatsanwaltschaft hat 18 Jahre Haft für Ferrara gefordert, der in Frankreich wegen mehrerer Raubüberfälle und versuchten Mordes sowie wegen zweier Gefängnisausbrüche bereits zu Gefängnisstrafen verurteilt worden war.

Nach Festnahme in Brandenburg: Mutmaßlicher Russland-Spion in Untersuchungshaft

Der am Donnerstag in Brandenburg gefasste mutmaßliche Russland-Spion sitzt nun in Untersuchungshaft. Ein Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs habe den Haftbefehl gegen den ukrainischen Staatsangehörigen Vadym Y. in Vollzug gesetzt, teilte die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe am Freitag mit.

Sieben Festnahmen bei Razzia wegen gefälschter Sprachzertifikate

In einem großen Ermittlungskomplex zu gefälschten Sprachzertifikaten haben bayerische Ermittler sieben weitere Menschen festgenommen. Bei einer Razzia in über 30 Objekten in Nordrhein-Westfalen und München seien am Mittwoch sechs Haftbefehle vollstreckt worden, am Donnerstag dann ein siebter, teilten das Polizeipräsidium Unterfranken und die Staatsanwaltschaft Aschaffenburg am Freitag mit. Die Ermittlungen in der Sache laufen schon länger, es gibt um die 50 Tatverdächtige.

Mit 19 Messerstichen getötete Frau aus Hessen: Verdächtiger in Polen gefasst

Im Falle einer mit 19 Messerstichen getöteten 35-Jährigen aus Hessen haben Ermittler in Polen einen Verdächtigen festgenommen. Bei ihm handelt es sich um einen 42-Jährigen, wie die Polizei Gießen und die Staatsanwaltschaft Marburg am Freitag mitteilten. Er soll die 35-Jährige mit 19 Messerstichen getötet und sich anschließend nach Polen abgesetzt haben.

Textgröße ändern: