English Woman's Journal - Trump beantragt bei Kongress 152 Millionen Dollar für Wiederinbetriebnahme von Alcatraz

Trump beantragt bei Kongress 152 Millionen Dollar für Wiederinbetriebnahme von Alcatraz


Trump beantragt bei Kongress 152 Millionen Dollar für Wiederinbetriebnahme von Alcatraz
Trump beantragt bei Kongress 152 Millionen Dollar für Wiederinbetriebnahme von Alcatraz / Foto: Noah Berger - AFP/Archiv

US-Präsident Donald Trump treibt seine Pläne voran, die berüchtigte Gefängnisinsel Alcatraz wieder in Betrieb zu nehmen. In einem am Freitag veröffentlichten Haushaltsentwurf für das Jahr 2027 beantragt Trump beim Kongress dafür zunächst 152 Millionen Dollar (rund 132 Millionen Euro). Damit soll das erste Jahr der Umbaumaßnahmen der auf einer Insel in der Bucht von San Francisco gelegenen und vor mehr als 60 Jahren stillgelegten Anlage finanziert werden.

Textgröße ändern:

Allerdings dürfte ein Umbau von Alcatraz - heute eine beliebte Touristenattraktion - in ein Hochsicherheitsgefängnis sehr viel mehr Geld kosten. Das Nachrichtenportal "Axios" schreibt unter Berufung auf Regierungsvertreter, die ganze Anlage müsste komplett neu aufgebaut werden. Das dürfte rund zwei Milliarden Dollar kosten.

Trump hatte im vergangenen Jahr angekündigt, Alcatraz wieder in ein Hochsicherheitsgefängnis verwandeln zu wollen. Dort sollten dann "Amerikas gefährlichste und gewalttätigste Kriminelle" untergebracht werden. Der Rechtspopulist sieht die Maßnahme als Symbol für eine härtere Gangart im Kampf gegen Kriminalität.

Die zwei Kilometer vor San Francisco gelegene Gefängnisinsel Alcatraz war 1963 aufgrund hoher Betriebskosten geschlossen worden. Nach Angaben der US-Strafvollzugsbehörde war die Haftanstalt nur 29 Jahre lang in Betrieb. Heute ist die Felseninsel in der Bucht von San Francisco eine der bekanntesten Touristenattraktionen der Region.

Das Gefängnis verfügte über eine Kapazität von nur 336 Insassen. Seinerzeit saßen dort mehrere berühmte Kriminelle ein, darunter der Mafiaboss Al Capone. Zudem war die Anlage Schauplatz zahlreicher abenteuerlicher Fluchtversuche. Einer davon, der Ausbruch von Frank Morris, bot die Vorlage für den Roman "Flucht von Alcatraz" von J. Campbell Bruce und dessen gleichnamiger Verfilmung von 1979 mit Clint Eastwood in der Hauptrolle.

Kurz nach dieser Flucht war die Haftanstalt am 21. März 1963 geschlossen worden, weil ihr Weiterbetrieb wegen ihrer isolierten Lage auf einer Insel drei Mal so viel gekostet hätte wie der Betrieb anderer Bundesgefängnisse. 1973 wurde Alcatraz als Touristenattraktion geöffnet, die jährlich rund eine Million Besucher anzieht.

F.Stewart--EWJ

Empfohlen

Nach Suizid von Jugendlicher in USA: Mutmaßlicher Onlinesadist in Hamburg gefasst

Nach dem Suizid einer 14-Jährigen in den USA haben Ermittler in Hamburg einen mutmaßlichen jugendlichen Onlinesadisten festgenommen. Dem 18-Jährigen werde Mord und gefährliche Körperverletzung jeweils in sogenannter mittelbarer Täterschaft vorgeworfen, teilte die Staatsanwaltschaft in der Hansestadt am Freitag mit. Er wurde demnach am Donnerstag in Hamburg festgenommen und in Untersuchungshaft genommen. Auslöser der Ermittlungen waren unter anderem Hinweise der US-Bundespolizei FBI.

Mutmaßlich rechtsextreme Aktion: Reichskriegsflaggen und Banner in Dortmund

In Dortmund ermittelt der Staatsschutz wegen einer mutmaßlich von Rechtsextremisten initiierten Aktion mit Reichskriegsflaggen und einem politischen Banner in der Nähe des Hauptbahnhofs. Das an einem Parkhaus aufgehängte sieben Meter lange Transparent trug die Aufschrift "Europa brennt, verteidigt euer Erbe!", wie die Polizei in der nordrhein-westfälischen Stadt am Freitag mitteilte. Es wurde zusammen mit den Flaggen am Donnerstag nach einem Hinweis von Beamten am Geländer des Parkhauses entdeckt.

Ein Toter bei Schüssen nahe Paris - Anti-Terror-Staatsanwaltschaft übernimmt Ermittlungen

Nach einem Schusswaffenvorfall auf offener Straße in einer Stadt bei Paris mit einem Todesopfer hat die französische Anti-Terror-Staatsanwaltschaft die Ermittlungen übernommen. Sie habe ein Ermittlungsverfahren wegen "Mordes im Zusammenhang mit einer terroristischen Vereinigung" eingeleitet, teilte die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft am Freitag mit. Die Tat sei zudem "aufgrund der tatsächlichen oder vermeintlichen Zugehörigkeit zu einer angeblichen Rasse, Ethnie, Nation oder bestimmten Religion begangen" worden, teilten die Staatsanwaltschaft weiter mit.

Geplanter Überfall in Bochum: Urteil gegen "Ausbrecherkönig" vor Brüsseler Gericht verschoben

Im Prozess gegen den als "Ausbrecherkönig" bekannten Kriminellen Antonio Ferrara wegen eines geplanten Raubüberfalls in Bochum ist die für Freitag geplante Urteilsverkündung kurzfristig verschoben worden. Das Brüsseler Gericht teilte ohne Angaben von Gründen mit, es werde seine Entscheidung erst am 5. November verkünden. Die Staatsanwaltschaft hat 18 Jahre Haft für Ferrara gefordert, der in Frankreich wegen mehrerer Raubüberfälle und versuchten Mordes sowie wegen zweier Gefängnisausbrüche bereits zu Gefängnisstrafen verurteilt worden war.

Textgröße ändern: