English Woman's Journal - Prozess zum schwersten Zugunglück in Griechenland mit 57 Toten begonnen

Prozess zum schwersten Zugunglück in Griechenland mit 57 Toten begonnen


Prozess zum schwersten Zugunglück in Griechenland mit 57 Toten begonnen
Prozess zum schwersten Zugunglück in Griechenland mit 57 Toten begonnen / Foto: Sakis Mitrolidis - AFP/Archiv

Mehr als drei Jahre nach dem schwersten Zugunglück in der Geschichte Griechenlands hat am Montag der Prozess gegen 36 Angeklagte begonnen. "Die Verhandlung (...) wird eröffnet", verkündete die Vorsitzende Richter am Morgen in Larisa. Neben Bahnmanagern und Beamten muss sich auch der diensthabende Bahnhofsvorsteher aus der Unglücksnacht vor Gericht verantworten. Bei einer Verurteilung drohen mehreren Angeklagten lebenslange Haftstrafen.

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Mehr als 350 Zeuginnen und Zeugen sollen vor dem Gericht in der Stadt Larisa aussagen, darunter auch Überlebende des Unglücks. "Dieser Prozess beginnt mit großer Verspätung", sagte vor dem Gericht der Leiter des Hinterbliebenen-Verbandes, Pavlos Aslanidis, dessen 26-jähriger Sohn bei dem Unglück ums Leben kam. "Was wir wollen, ist eine beispielhafte Bestrafung der Verantwortlichen."

Am 28. Februar 2023 war in Tempi in der Nähe von Larisa ein Passagierzug auf dem Weg von Athen nach Thessaloniki frontal mit einem Güterzug zusammengeprallt - 57 Menschen starben. Die Regierung von Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis führte den Unfall offiziell auf menschliches Versagen und schwerwiegende strukturelle Mängel bei der griechischen Bahn zurück. Sie steht wegen ihres Umgangs mit dem Unglück aber auch selbst in der Kritik. Dass in Larisa kein Politiker vor Gericht steht, sorgt in Griechenland deshalb für großen Unmut.

P.Munro--EWJ

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