English Woman's Journal - Früherer FBI-Chef Mueller gestorben - Trump "froh" über Tod von Ex-Sonderermittler

Früherer FBI-Chef Mueller gestorben - Trump "froh" über Tod von Ex-Sonderermittler


Früherer FBI-Chef Mueller gestorben - Trump "froh" über Tod von Ex-Sonderermittler
Früherer FBI-Chef Mueller gestorben - Trump "froh" über Tod von Ex-Sonderermittler / Foto: SAUL LOEB - AFP/Archiv

Er stand zwölf Jahre an der Spitze des FBI und zog als Sonderermittler in der Russland-Affäre den Zorn von US-Präsident Donald Trump auf sich: Nun ist Robert Mueller im Alter von 81 Jahren gestorben. Trump äußerte sich am Samstag "froh" über Muellers Tod. Die früheren US-Präsidenten George W. Bush und Barack Obama würdigten hingegen das Lebenswerk des Staatsdieners.

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Mueller starb am Freitagabend, wie US-Medien unter Berufung auf eine Erklärung seiner Familie berichteten. Eine Todesursache wurde in der Mitteilung nicht genannt. Die "New York Times" hatte im vergangenen Jahr berichtet, dass Mueller nach Angaben seiner Familie an Parkinson erkrankt sei.

Trump reagierte mit Genugtuung auf die Todesnachricht. "Ich bin froh, dass er tot ist", schrieb der US-Präsident in seinem Onlinedienst Truth Social. "Er kann unschuldigen Menschen nun keinen Schaden mehr zufügen".

Mueller war kurz vor den Anschlägen des 11. September 2001 an die Spitze der US-Bundespolizei FBI gerückt. Während seiner zwölfjährigen Amtszeit widmete er sich der Aufgabe, die Behörde mittels einer grundlegenden Reform für die neue Schwerpunktaufgabe des Anti-Terror-Kampfs zu wappnen.

Ab 2017 leitete Mueller dann die Ermittlungen zur Russland-Affäre. Dabei ging es um die mutmaßliche russische Einmischung zugunsten Trumps in die US-Präsidentschaftswahl 2016 sowie den Verdacht, dass sich Mitarbeiter des Trump-Teams mit Moskau abgesprochen haben könnten.

Mueller fand in seiner fast zweijährigen Untersuchung keine hinreichenden Belege für illegale Absprachen zwischen Trumps Wahlkampfteam und Moskau. Vom Vorwurf der Justizbehinderung entlastete der Sonderermittler den Präsidenten aber explizit nicht. Trump bezeichnete die Untersuchung immer wieder als politisch motivierte "Hexenjagd". Die Ermittlungen führten zu Anklagen gegen 34 Beschuldigte, unter ihnen mehrere Trump-Vertraute, sowie drei Unternehmen.

Mueller wurde 1944 in New York geboren und wuchs im vornehmen Viertel Upper East Side auf. Nach einem Studium an der Eliteuniversität Princeton meldete er sich bei der US-Armee und diente im Vietnam-Krieg. Für seinen Einsatz wurde Mueller, der in Vietnam verletzt wurde, ausgezeichnet. Später arbeitete er als Staatsanwalt in San Francisco und Boston.

Bevor er die Rolle des Sonderermittlers in der Russland-Affäre übernahm, genoss Mueller in Washington sowohl bei Republikanern als auch Demokraten ein hohes Ansehen.

Der frühere US-Präsident George W. Bush, in dessen Amtszeit Mueller zum FBI-Chef ernannt worden war, sprach dessen Familie sein "tief empfundenes Beileid" aus. "Bob hat sein Leben dem öffentlichen Dienst gewidmet", schrieb Bush im Onlinedienst X.

Mueller habe den Auftrag des FBI nach dem 11. September "auf den Schutz des Heimatlandes ausgerichtet", erklärte Bush. "Er hat die Behörde effektiv geführt und damit geholfen, einen weiteren Terroranschlag in den USA zu verhindern."

Ex-Präsident Barack Obama würdigte Mueller als "einen der angesehensten Staatsdiener unserer Zeit" und "einen der besten Direktoren in der Geschichte des FBI".

B.Mclean--EWJ

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