English Woman's Journal - Sieben Jahre Haft für Chaosfahrt mit gestohlenem Radlader in Hessen

Sieben Jahre Haft für Chaosfahrt mit gestohlenem Radlader in Hessen


Sieben Jahre Haft für Chaosfahrt mit gestohlenem Radlader in Hessen
Sieben Jahre Haft für Chaosfahrt mit gestohlenem Radlader in Hessen / Foto: INA FASSBENDER, - - AFP/Archiv

Das Landgericht im hessischen Marburg hat einen 29-Jährigen wegen einer Chaosfahrt mit einem gestohlenen Radlader zu sieben Jahren Haft verurteilt. Schuldig gesprochen wurde er unter anderem wegen versuchten Mordes in zwei Fällen, wie das Gericht am Mittwoch mitteilte.

Textgröße ändern:

Die zuständige Kammer sah es demnach als erwiesen an, dass er im Mai aus Frust wegen Überlastung einen Radlader aus dem Betrieb seiner Eltern gestohlen hatte. Diesen lenkte er im Straßenverkehr auf einer Bundesstraße bei Burgwald angriffsmäßig mehrfach auf andere Verkehrsteilnehmer im Gegenverkehr zu.

Laut Urteil handelte es sich dabei nicht um alkoholbedingte Ausfälle. Zwar war der 29-Jährige nur eingeschränkt schuldfähig, seine Steuerungsfähigkeit war aber nicht vollständig aufgehoben. Dass niemand zu Tode kam, sei Glück gewesen. Auch ohne das Gefahrenpotenzial durch die Schaufel des Radladers hätte die Geschwindigkeit für tödliche Verletzungen ausreichen können.

Bei der Fahrt hinterließ der 29-Jährige eine Schneise der Verwüstung. Er stieß gegen mehrere Autos, eine Frau wurde verletzt. Zudem fuhr er einen Baum und Leitplanken um. Die Fahrt endete an einem Teich. Dem Urteil zufolge ist der seelische Schaden der Opfer groß. Diese müssten noch viele Jahre mit den Folgen leben, hieß es.

N.Steward--EWJ

Empfohlen

Nach tödlichem Angriff auf Soldaten: Netanjahu droht Großoffensive im Westjordanland an

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat nach dem Tod von zwei Soldaten bei einem Angriff bewaffneter Palästinenser im besetzten Westjordanland eine großangelegte Militäroffensive angekündigt. Vier Tage vor der Parlamentswahl in Israel ordnete Netanjahu am Freitag eine "vollständige Abriegelung" des Palästinensergebiets an. Er stellte zudem eine Militäroffensive in Aussicht, wie es sie seit dem Sechstagekrieg im Jahr 1967 nicht gegeben habe.

Medienbericht: Weitere Anklage im Fall Wirecard

Im Wirecard-Skandal hat die Staatsanwaltschaft München I einem Medienbericht zufolge eine weitere Anklage erhoben. Wie das Nachrichtenmagazin "Spiegel" am Freitag berichtete, handelt es sich dabei um eine frühere Mitarbeiterin, die von Dezember 2019 bis zur Wirecard-Insolvenz im Juni 2020 im Zuständigkeitsbereich von Vorstand Jan Marsalek arbeitete. Zuvor war sie demnach in der Konzernbuchhaltung beschäftigt.

Viele Opfer nach Einsturz von mehrstöckigem Gebäude in Nairobi befürchtet

Nach dem Einsturz eines im Bau befindlichen mehrstöckigen Gebäudes in Kenias Hauptstadt Nairobi werden mehrere Todesopfer befürchtet. Das Unglück habe sich am Freitag in dem Stadtteil Eastleigh ereignet, teilte das Rote Kreuz im Onlinedienst X mit. Örtliche Medien berichteten von möglichen Opfern unter den Trümmern. Auf Bildern vom Unglücksort war eine große Menschenmenge zu sehen. Örtlichen Medien zufolge kam es nach dem Einsturz zu Plünderungen.

Anklage in Rheinland-Pfalz: Bürgermeister soll Beamtem keine Aufgaben gegeben haben

Weil er einem Beamten über Jahre hinweg trotz voller Bezüge keine Arbeitsaufträge gegeben haben soll, hat die Staatsanwaltschaft Koblenz Anklage gegen einen ehemaligen Verbandsbürgermeister aus Rheinland-Pfalz erhoben. Ihm wird Untreue im besonders schweren Fall vorgeworfen, wie die Behörde am Freitag mitteilte. In dem Zusammenhang erhob sie eine weitere Anklage gegen einen zwischenzeitlich suspendierten leitenden Beamten der Verbandsgemeinde wegen Untreue.

Textgröße ändern: