English Woman's Journal - Hunderte Feuerwehrkräfte bei Waldbränden in Brandenburg und Sachsen im Einsatz

Hunderte Feuerwehrkräfte bei Waldbränden in Brandenburg und Sachsen im Einsatz


Hunderte Feuerwehrkräfte bei Waldbränden in Brandenburg und Sachsen im Einsatz
Hunderte Feuerwehrkräfte bei Waldbränden in Brandenburg und Sachsen im Einsatz / Foto: Odd ANDERSEN - AFP/Archiv

Hunderte Feuerwehrleute haben am Dienstag in Brandenburg und Sachsen weiter gegen zwei große Waldbrände gekämpft. Wegen eines ausgedehnten Brands in der Nähe der brandenburgischen Stadt Falkenberg an der Elster waren zunächst keine weiteren Evakuierungen geplant, wie der Landkreis Elbe-Elster in Herzberg am Nachmittag mitteilte. Diese seien "nicht erforderlich".

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Aber die Gefahr sei noch nicht vorüber, erklärte der Leiter des Verwaltungsstabes, Dirk Gebhard. "Wetterankündigungen über Sturmböen von über 60 Kilometern pro Stunde machen uns Sorge, dass das Brandgeschehen noch einmal an Dynamik gewinnt."

Zuvor hatte der Landkreis mitgeteilt, dass sich die Lage im Lauf des Vormittags "deutlich entspannt" habe. Gegen Mittag wurden deshalb bereits die ersten Evakuierungen aufgehoben. In den zu Falkenberg gehörenden Ortschaften Kölsa und Rehfeld konnten die Menschen wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Für Kölsa-Siedlung blieb die Anordnung zur Evakuierung jedoch bestehen. Die Räumung der drei Ortschaften war am Montag angeordnet worden, betroffen waren rund 700 Einwohner.

In der Nähe des Gewerbegebiets Lönnewitz liefen die Löscharbeiten laut Landkreis aber unvermindert weiter. Das Einsatzgebiet umfasste demnach rund 850 Hektar. Es wurde davon ausgegangen, dass die Löscharbeiten noch bis Mittwochabend fortgesetzt werden müssen.

Die Behörden hatten am Montagnachmittag eine Großschadenslage ausgerufen. Das aus zunächst unbekannter Ursache ausgebrochene Feuer in einem Waldgebiet mit Windkraftanlagen breitete sich - angetrieben durch heftige Sturmböen - rasch aus. Auch brannte eine Schweinemastanlage nieder.

Insgesamt waren 480 Kräfte aus mehreren Landkreisen mit 90 Fahrzeugen im Einsatz. Sieben Feuerwehrleute wurden verletzt. Unterstützung kam von mehreren Bundeswehrhubschraubern sowie bei der Lageerkundung von einem Polizeihelikopter. Ein Pionierpanzer der Bundeswehr sollte zudem eine Schneise schlagen, um die Brandausbreitung zu verhindern.

Für die Wasserentnahme der Helikopter sprach der Landkreis für den Kiebitzsee ein Badeverbot aus. Auch ein Teil der Bundesstraße 183 wurde gesperrt.

Auch bei einem Waldbrand in Sachsen waren mehr als 250 Feuerwehrleute im Einsatz, zusätzlich unterstützen ebenfalls Bundespolizei und Bundeswehr die Löscharbeiten. Der Brand war am Sonntagmorgen im tschechischen Nationalpark Böhmische Schweiz ausgebrochen und griff dann auf deutsches Gebiet über.

Für die Gemeinden Sebnitz und Bad Schandau löste das zuständige Landratsamt am Dienstag Katastrophenalarm aus. Zudem wurde ein 24-stündiges Betretungsverbot aller Wälder des Landkreises in den Regionen Sächsische Schweiz und Osterzgebirge verhängt.

Die Waldbrandsituation sei "unverändert angespannt", teilte das sächsische Umweltministerium am Dienstag mit. Das Feuer überwinde teilweise weite Strecken, weil durch den Wind Funken weit transportiert würden und an anderer Stelle die ausgetrocknete Waldvegetation entzündeten. Nach Einschätzung der Behörden werde die Brandbekämpfung deshalb noch mehrere Tage andauern.

B.Jamieson--EWJ

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