English Woman's Journal - Anklage fordert Bewährungsstrafen nach Zugunglück mit fünf Toten in Bayern

Anklage fordert Bewährungsstrafen nach Zugunglück mit fünf Toten in Bayern


Anklage fordert Bewährungsstrafen nach Zugunglück mit fünf Toten in Bayern
Anklage fordert Bewährungsstrafen nach Zugunglück mit fünf Toten in Bayern / Foto: Dominik BARTL - AFP/Archiv

Im Prozess um das Zugunglück im bayerischen Burgrain nahe Garmisch-Partenkirchen mit fünf Toten hat die Staatsanwaltschaft für die beiden angeklagten Bahnmitarbeiter Bewährungsstrafen gefordert. Für den als Bezirksleiter der Bahn für die Strecke zuständigen Manfred S. plädierte die Anklage am Donnerstag vor dem Landgericht München II nach Angaben eines Gerichtssprechers auf zwei Jahre Haft auf Bewährung. Für den zuständigen Fahrdienstleiter Andreas M. verlangte sie eine Bewährungsstrafe von einem Jahr.

Textgröße ändern:

Nach Ende der Beweisaufnahme sah die Anklagebehörde die Schuld der beiden Männer als erwiesen an. Sie sollen nach der Forderung der Staatsanwaltschaft wegen fahrlässiger Tötung, gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr und fahrlässiger Körperverletzung verurteilt werden. Der Vertreter der Nebenklage verzichtete auf eine konkrete Strafmaßforderung.

Der angeklagte Fahrdienstleiter hatte zu Prozessbeginn eingeräumt, den Hinweis eines Lokführers auf einen "Schlenkerer" an der späteren Unfallstelle nicht weitergegeben zu haben. Er bestritt aber, dass die in den Regularien der Bahn festgelegten Signalwörter für sofortige Maßnahmen in dem Gespräch gefallen seien. Der Bezirksleiter der Bahn bestritt, dass Probleme bei den gebrochenen Betonschwellen bereits als dringlich erkannt waren.

Bei dem Zugunglück am 3. Juni 2022 waren vier Frauen und ein 13 Jahre alter Junge gestorben. 72 Menschen erlitten teils schwere Verletzungen. Ein Urteil in dem Prozess soll am Montag fallen.

Ch.Reilly--EWJ

Empfohlen

Tödliche Attacke in Pariser Vorstadt: Hitlers "Mein Kampf" bei Angreifer gefunden

Nach dem offenbar rassistisch motivierten Anschlag im Großraum Paris mit einem Toten und fünf Verletzten haben die Ermittler in der Wohnung des mutmaßlichen Angreifers eine Ausgabe von Adolf Hitlers "Mein Kampf" gefunden. Das Buch sei bei einer Durchsuchung der Wohnung im westlich von Paris gelegenen Plaisir entdeckt worden, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Samstag aus Ermittlerkreisen. Gefunden wurden außerdem eine Bibel und ein Koran.

Herbststurm "Luise" sorgt für Zugausfälle und Feuerwehreinsätze

Der Herbststurm "Luise" hat am Freitag im Westen und Südwesten Deutschlands für Beeinträchtigungen im Bahnverkehr und zahlreiche Feuerwehreinsätze gesorgt. In Nastätten in Rheinland-Pfalz kippte auf einem Stadtfest ein Gestell um, dabei wurden ein 58-Jähriger und ein 72-Jähriger schwer verletzt. Beide wurde mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus geflogen, wie die Polizei in Koblenz mitteilte.

Zehntausende in Taiwan nach Durchzug von Taifun "Champi" ohne Strom

Hunderte Verletzte, entwurzelte Bäume, zehntausende Haushalte ohne Strom: Der Taifun "Champi" ist über Taiwan hinweggefegt und hat dabei erhebliche Schäden in dem Inselstaat angerichtet. Zahlreiche Einsatzkräfte arbeiteten nach Angaben der Behörden am Samstag daran, die Stromversorgung für rund 56.000 Haushalte wiederherzustellen. Seit Donnerstag, als die ersten Warnungen vor dem Taifun ausgegeben wurden, kam ein Mensch ums Leben und etwa 500 weitere wurden verletzt.

Nach tödlichem Angriff auf Soldaten: Netanjahu droht Großoffensive im Westjordanland an

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat nach dem Tod von zwei Soldaten bei einem Angriff bewaffneter Palästinenser im besetzten Westjordanland eine großangelegte Militäroffensive angekündigt. Vier Tage vor der Parlamentswahl in Israel ordnete Netanjahu am Freitag eine "vollständige Abriegelung" des Palästinensergebiets an. Er stellte zudem eine Militäroffensive in Aussicht, wie es sie seit dem Sechstagekrieg im Jahr 1967 nicht gegeben habe.

Textgröße ändern: