English Woman's Journal - Staatsanwaltschaft fordert lebenslange Haft für Amokfahrer von Trier

Staatsanwaltschaft fordert lebenslange Haft für Amokfahrer von Trier


Staatsanwaltschaft fordert lebenslange Haft für Amokfahrer von Trier
Staatsanwaltschaft fordert lebenslange Haft für Amokfahrer von Trier / Foto: Jean-Christophe VERHAEGEN - AFP/Archiv

Die Staatsanwaltschaft Trier hat lebenslange Haft und die Unterbringung in eine psychiatrische Einrichtung für den mutmaßlichen Amokfahrer von Trier gefordert. Staatsanwalt Eric Samel sprach sich am Freitag zudem für die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld aus. Bei der Amokfahrt des 52-jährigen Angeklagten am 1. Dezember 2021 im rheinland-pfälzischen Trier waren fünf Menschen getötet worden, darunter ein neun Wochen altes Baby.

Textgröße ändern:

Mehr als zwanzig Menschen waren bei der Autoattacke zudem teils schwer verletzt worden. Das genaue Motiv der Tat war auch zum Ende des Prozesses noch unklar, der Angeklagte Bernd W. äußerte sich nicht zu den Vorwürfen. Ein Sachverständiger bescheinigte dem mutmaßlichen Täter jedoch eine Wahnstörung und eine paranoide Schizophrenie.

Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft gehe deshalb auch in Zukunft noch eine Gefahr von dem Angeklagten aus, die Tat selbst soll aber nicht in unmittelbarem Zusammenhang mit der Erkrankung gestanden haben.

Im Laufe des Prozesses sei eine "erschlagende Fülle an Beweismitteln und Zeugenaussagen" zusammengetragen worden, sagte Samel in seinem Abschlussplädoyer. Der Verlauf der Amokfahrt quer durch die Fußgängerzone von Trier sei lückenlos nachvollziehbar. Bei der Tat habe es sich um "eine gezielte Jagd auf Passanten" gehandelt, der Angeklagte habe sich zudem bereits in den Wochen vor der Tat "intensiv" mit seinem Vorhaben befasst.

Ch.Anderson--EWJ

Empfohlen

Justizminister: 217 Menschen nach Protesten am Wochenende in Frankreich inhaftiert

Nach den landesweiten Ausschreitungen am vergangenen Wochenende in Frankreich sind nach Regierungsangaben 217 Menschen inhaftiert worden. "Es handelt sich im Allgemeinen um Männer zwischen 18 und 25 Jahren, die zum größten Teil den Justizbehörden nicht bekannt sind", sagte der französische Justizminister Gérald Darmanin am Donnerstag vor der Justizvollzugsanstalt in Fleury-Mérogis im Département Essonne.

Keine Angriffe nach PHP-Sicherheitslücke festgestellt - Debatte um IT-Sicherheit

Nach der Warnung vor schwerwiegenden Sicherheitslücken in der Programmiersprache PHP sind bislang keine erfolgreichen Cyberangriffe festgestellt worden. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) habe bislang keine Fälle festgestellt, in denen die Sicherheitslücken ausgenutzt wurde, erklärte die IT-Sicherheitsbehörde am Donnerstag. "Dennoch können erfolgreiche Angriffe derzeit nicht ausgeschlossen werden." Experten warnten zudem, dass Unternehmen oft nicht wüssten, wo PHP bei ihnen zum Einsatz komme.

Rassistische Chats: Justizbeamter aus Nordrhein-Westfalen verliert Beamtenstatus

Weil er in Chats mit anderen Justizbeamten rassistische Inhalte verbreitete, verliert ein früherer Justizvollzugsbeamter aus Nordrhein-Westfalen seinen Beamtenstatus. Er habe gegen die Pflicht verstoßen, der für seinen Beruf notwendigen Achtung und dem Vertrauen gerecht zu werden, entschied das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig am Donnerstag. Einen Kollegen des Manns stufte es um ein Amt zurück. (Az. 2 C 2.26 und 2 C 4.26)

PHP-Sicherheitslücke: Wildberger sieht für Bund aktuell keine Hinweise auf Schaden

Nach der Warnung vor einer schwerwiegenden Sicherheitslücke in der Programmiersprache PHP sieht Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) "keine Hinweise", dass Webseiten und IT-Systeme des Bundes von der PHP-Sicherheitslücke betroffen sind. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und das zentrale IT-Dienstleistungsunternehmen des Bundes (ITZ-Bund) hätten "sehr schnell und klar reagiert", sagte Wildberger am Donnerstag der "Bild"-Zeitung. Wirtschaftsverbände warnten allerdings, dass Unternehmen oft nicht wüssten, wo PHP bei ihnen zum Einsatz komme.

Textgröße ändern: