English Woman's Journal - Iran bittet Ausland um Hilfe im Kampf gegen Feuer in Unesco-Welterbe-Wald

Iran bittet Ausland um Hilfe im Kampf gegen Feuer in Unesco-Welterbe-Wald


Iran bittet Ausland um Hilfe im Kampf gegen Feuer in Unesco-Welterbe-Wald
Iran bittet Ausland um Hilfe im Kampf gegen Feuer in Unesco-Welterbe-Wald / Foto: ATTA KENARE - AFP/Archiv

Im Kampf gegen einen Brand in einem zum Unesco-Weltnaturerbe zählenden Waldgebiet hat der Iran das Ausland um Hilfe gebeten. Angesichts der Probleme, das Feuer unter Kontrolle zu bringen und seine Ausbreitung auf angrenzende Wälder zu verhindern, habe die Regierung "dringend Hilfe von befreundeten Staaten" angefordert, erklärte Vizepräsident Mohammed Dschafar Ghaempanah am Freitag im Onlinedienst X.

Textgröße ändern:

Das betroffene Waldgebiet der Hyrkanischen Wälder erstreckt sich über mehr als 850 Kilometer entlang dem Kaspischen Meer bis nach Aserbaidschan. Die Unesco nahm die bis zu 50 Millionen Jahre alten Wälder wegen ihres Alters und ihrer großen biologischen Vielfalt mit mehr als 3200 Pflanzenarten 2019 in die Welterbeliste auf.

"Die Iraner verlieren ein Naturerbe, das älter ist als die Zivilisation der Perser", schrieb der UN-Wissenschaftler Kaveh Madani auf X. Laut iranischen Medienberichten wurde der Brand Anfang des Monats durch Jäger ausgelöst. Nachdem er zwischenzeitlich eingedämmt wurde, wütet er inzwischen wieder außer Kontrolle.

Die Türkei habe die Entsendung von zwei Löschflugzeugen, einem Hubschrauber und acht Spezialisten zum Kampf gegen die Flammen zugesagt, erklärte die iranische Umweltbehörde. Im Notfall solle auch Russland um Hilfe gebeten werden.

Der Iran leidet derzeit unter der schlimmsten Dürre seit 50 Jahren. Die Niederschlagsmenge liege laut staatlichem Wetterdienst in diesem Jahr 89 Prozent unter dem langjährigen Durchschnitt. In der Hälfte der iranischen Provinzen hat es seit Monaten keinen Tropfen Regen gegeben. Im gesamten Land herrscht Wasserknappheit.

P.Smid--EWJ

Empfohlen

Rassistischer Angriff in Pariser Vorstadt: Psychisch kranker Täter stand unter Drogen

Der Angreifer, der in zwei Pariser Vorstädten aus mutmaßlich rassistischen Motiven einen Menschen getötet und fünf weitere verletzt hat, leidet offenbar an Schizophrenie und stand während der Tat unter Drogeneinfluss. Nachdem der Polizeigewahrsam des 39-jährigen Kevin T. am Samstag aufgehoben worden war, wurde er am Sonntag in die Psychiatrie eingewiesen, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. In einem Trauermarsch gedachten hunderte Angehörige und Unterstützer des 26-jährigen afrikanischstämmigen Todesopfers.

Migrationskommissar Brunner will Frontex zur "zentralen EU-Abschiebeagentur" machen

EU-Migrationskommissar Magnus Brunner will die europäische Grenzschutzagentur Frontex zur "zentralen EU-Abschiebeagentur" machen. "Wir werden am Dienstag einen Gesetzesvorschlag präsentieren, um Frontex breiter und stärker aufzustellen", erklärte Brunner am Sonntag. "Wer kein Recht hat, in der EU zu bleiben, muss sie auch tatsächlich verlassen", fügte er hinzu. Die "europäische Migrationswende" werde "konsequent" fortgesetzt.

Erste Herbststürme sorgen für Schäden: Tausende Haushalte in Freiburg ohne Strom

Die ersten Herbststürme sind am Wochenende über Deutschland gezogen und haben für Schäden gesorgt. In Freiburg und Umgebung fiel am Sonntag aufgrund von Unwetterschäden in rund zehntausend Haushalten stundenlang der Strom aus, wie der Versorger Badenova mitteilte. Insbesondere im Westen des Landes meldeten die Feuerwehren Einsätze unter anderem wegen umgestürzter Bäume. Laut Wetterdienst drohten bis Sonntagabend lokale Sturmböen, an der Nordsee und in Höhenlagen Orkan.

60-Jähriger bei antisemitischem Angriff in Berlin verletzt

Ein Unbekannter soll einen Mann in Berlin-Schöneberg nach der Frage nach dessen jüdischer Identität beleidigt und niedergeschlagen haben. Der Staatsschutz ermittelt.

Textgröße ändern: