English Woman's Journal - Weißes Haus: Epstein-Mails sollen Trump "diffamieren"

Weißes Haus: Epstein-Mails sollen Trump "diffamieren"


Weißes Haus: Epstein-Mails sollen Trump "diffamieren"

In der Affäre um den US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein hat das Weiße Haus der Demokratischen Partei eine Kampagne gegen Präsident Donald Trump vorgeworfen. "Die Demokraten haben selektiv Emails an liberale Medien durchsickern lassen, um eine falsche Erzählung zu schaffen, die Präsident Trump diffamieren soll", erklärte die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, am Mittwoch. Die Demokraten hatten zuvor mutmaßliche Epstein-Emails veröffentlicht, die Trump zu belasten scheinen.

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Epstein soll die Emails im Jahr 2019 geschrieben haben, wie demokratische Abgeordnete im einflussreichen Kongressausschuss Oversight Committee mitteilten. Trump "wusste von den Mädchen", zitieren die Demokraten den Sexualstraftäter aus einer der Mails. Zudem habe der Immobilienmogul "Stunden in meinem Haus verbracht", habe Epstein weiter geschrieben. Den Demokraten zufolge war während eines solchen Aufenthalts eines von Epsteins Missbrauchsopfern anwesend, der Name wurde jedoch nicht veröffentlicht.

Dem Weißen Haus zufolge handelt es sich bei der jungen Frau um Virginia Giuffre, die sich im April im Alter von 41 Jahren das Leben genommen hatte. Im Oktober erschienen posthum die Memoiren der US-Australierin. Sie klagte darin den britischen Prinzen Andrew an, sie als Minderjährige missbraucht zu haben.

Trump-Sprecherin Leavitt betonte, Giuffre habe dagegen "wiederholt gesagt, dass Präsident Trump in keinerlei Fehlverhalten verwickelt war" und sich immer freundlich ihr gegenüber verhalten habe. Bei dem Vorstoß der Demokraten handele es sich deshalb um "böswillige Versuche, von den historischen Errungenschaften von Präsident Trump abzulenken", erklärte Leavitt.

Die Epstein-Emails waren den demokratischen Abgeordneten zufolge an dessen Komplizin Ghislaine Maxwell gerichtet, die wegen Sexhandels mit Minderjährigen und weiterer Vergehen eine 20-jährige Haftstrafe absitzt. Weitere Emails habe Epstein an den Enthüllungsjournalisten Michael Wolff gerichtet, der über Trumps Verwicklung in den Fall berichtet hat, hieß es.

Der verurteilte Sexualstraftäter Epstein war 2019 erhängt in seiner Gefängniszelle in New York aufgefunden worden. Ihm wurde vorgeworfen, zahlreiche Mädchen und junge Frauen missbraucht und Prominenten zugeführt zu haben.

Der heutige Präsident war in dem Fall im eigenen Lager unter Druck geraten, weil seine Regierung nicht wie versprochen Licht in den Skandal gebracht hat. Ein Fehlverhalten in der Affäre konnte Trump allerdings nie nachgewiesen werden.

Das Weiße Haus warf den Demokraten zudem ein Ablenkungsmanöver vor. Die Veröffentlichung der mutmaßlichen Epstein-Mails erfolgte kurz vor einer Abstimmung im Repräsentantenhaus, welche die sechswöchige Haushaltssperre beenden soll. Trump hatte dies als "großen Sieg" bezeichnet, nachdem mehrere Politiker der Demokratischen Partei in dem Streit eingelenkt hatten.

Der Druck auf Trump in der Epstein-Affäre könnte allerdings weiter steigen: Am Mittwoch sollte in Washington die neugewählte, demokratische Abgeordnete des Repräsentantenhauses, Adelita Grijalva, vereidigt werden. Mit ihrer Stimme könnten Republikaner und Demokraten eine parteiübergreifende Petition beschließen, alle Epstein-Akten zu veröffentlichen. Dafür sind im Repräsentantenhaus 218 Stimmen nötig, bisher fehlte eine Stimme zur Verabschiedung.

B.Mclean--EWJ

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