English Woman's Journal - Bewährungsstrafe für Vergewaltigung von behinderter Frau in Nordrhein-Westfalen

Bewährungsstrafe für Vergewaltigung von behinderter Frau in Nordrhein-Westfalen


Bewährungsstrafe für Vergewaltigung von behinderter Frau in Nordrhein-Westfalen
Bewährungsstrafe für Vergewaltigung von behinderter Frau in Nordrhein-Westfalen / Foto: Odd ANDERSEN - AFP/Archiv

Das Landgericht im nordrhein-westfälischen Detmold hat einen Busfahrer wegen der Vergewaltigung einer behinderten Frau in drei Fällen zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. Schuldig gesprochen wurde er zudem wegen des sexuellen Missbrauchs unter Ausnutzung eines Betreuungsverhältnisses, wie ein Gerichtssprecher am Freitag sagte.

Textgröße ändern:

Die zuständige Kammer sah es als erwiesen an, dass der 77-Jährige als Fahrer eines Kleinbusses, mit dem behinderte Menschen von ihren Wohnungen zu ihrer Arbeit gefahren wurden, im April und Mai 2024 die 46-Jährige bei drei gemeinsamen Fahrten vergewaltigt hatte. Dabei war sie jeweils der einzige Fahrgast.

Der 77-Jährige stellte den Bus an einem Parkplatz in Bad Salzuflen ab, rief das Opfer in den hinteren abgedunkelten Teil des Fahrzeugs und vergewaltigte die Frau. Nach Angaben des Gerichtssprechers handelte es sich beim Urteil um einen Ausnahmefall. Normalerweise gebe es bei drei vollendeten Vergewaltigungen keine Bewährungsstrafe.

Durch sein Geständnis habe der Mann dem Opfer allerdings eine Aussage vor Gericht erspart. Zudem habe er sich im Rahmen eines Täter-Opfer-Ausgleichs dazu verpflichtet, 7000 Euro zu zahlen. Das Urteil fiel am ersten Verhandlungstag und ist bereits rechtskräftig.

Ch.Reilly--EWJ

Empfohlen

Urteil in NRW: Möbilierte Mikro-Apartments sind kein Ersatz für Mietwohnungen

Möbilierte Mikroapartments sind kein Ersatz für Mietwohnungen. Das entschied das Verwaltungsgericht Köln nach einer Mitteilung vom Dienstag und wies damit die Klage einer Immobiliengesellschaft auf Erteilung einer Abrissgenehmigung für drei Wohnhäuser in Köln ab. Die Stadt habe die Abrissgenehmigung zu Recht abgelehnt. (Az.: 28 K 3595/24).

Trump-Regierung geht zum dritten Mal gegen Ex-FBI-Chef Comey vor

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump geht zum dritten Mal strafrechtlich gegen den früheren FBI-Chef James Comey vor. Wie aus einer am Montag veröffentlichten Strafanzeige hervorgeht, wird dem prominenten Trump-Kritiker zur Last gelegt, Informationen zur nationalen Verteidigung weitergegeben zu haben. Comey wies die Vorwürfe zurück.

Jordanien meldet mehr als 20 getötete Dschihadisten nach Luftangriffen in Syrien

Bei jordanischen Vergeltungsangriffen in Syrien nach einem Anschlag auf eine christliche Kirche in Jordanien sind jordanischen Angaben zufolge mehr als 20 Dschihadisten getötet worden. Auch ein großes Waffenlager der Islamisten sei bei dem Angriff am Montag zerstört worden, teilte der jordanische Regierungssprecher Mohammed Al Momani am Dienstag mit. Zugleich war Amman bemüht, die Beziehungen zu Syrien nicht zu beeinträchtigen und erklärte, es habe "großen Respekt" für den syrischen Staat. Syrien schloss als Reaktion auf den jordanischen Angriff in Syrien einen Grenzübergang zu Jordanien und prangerte eine Verletzung seines Luftraums an.

Anschlag bei Paris: Prominente protestieren gegen Rassismus in Frankreich

Nach dem rassistischen Anschlag nahe Paris, bei dem ein Mensch getötet und fünf weitere verletzt wurden, haben etwa 100 Persönlichkeiten aus Kultur und Sport gegen Rassismus protestiert. "Wir wussten, dass die Worte des Hasses erneut mit Töten enden würden", steht über dem am Dienstag von dem Magazin "Politis" veröffentlichten Aufruf. Zu den Unterzeichnern zählen der Schauspieler Omar Sy, der Filmemacher Michel Hazanavicius, der ehemalige Fußballstar Lilian Thuram und zahlreiche Rapper. Die Unterzeichner wandten sich gegen "Gleichgültigkeit" und forderten eine Schweigeminute in der Nationalversammlung für den Getöteten.

Textgröße ändern: