English Woman's Journal - Fast 800 Menschen eingeschleust: Anklage gegen vier Männer in Traunstein

Fast 800 Menschen eingeschleust: Anklage gegen vier Männer in Traunstein


Fast 800 Menschen eingeschleust: Anklage gegen vier Männer in Traunstein
Fast 800 Menschen eingeschleust: Anklage gegen vier Männer in Traunstein / Foto: LOIC VENANCE - AFP/Archiv

Die Staatsanwaltschaft im bayerischen Traunstein hat vier mutmaßliche Köpfe einer Schleuserbande angeklagt, die fast 800 Menschen nach Deutschland eingeschleust haben soll. Bei einer der Schleusungen sollen zwei Frauen während eines Fußmarschs an Erschöpfung gestorben sein, wie die Anklagebehörde am Dienstag mitteilte.

Textgröße ändern:

Angeklagt sind die aus Syrien stammenden Beschuldigten im Alter von 28 bis 44 Jahren unter anderem wegen gewerbsmäßiger Schleusung und Schleusung mit Todesfolge sowie Anstiftung zum versuchten Totschlag und Verabredung zum Mord. Insgesamt soll ihre Bande 797 Menschen geschleust und mindestens 3,3 Millionen Euro verdient haben. Über die Zulassung der Anklage entscheidet das Landgericht Traunstein.

Die Männer waren bei einer europaweiten Razzia im vergangenen November festgenommen worden. Einer der Angeklagten ist ein 35 Jahre alter Mann, der einer der Anführer des Neztwerks sein soll. Er soll eine Schleusung organisiert haben, bei der zwei Frauen auf dem Fußweg von Belarus nach Lettland an Erschöpfung starben.

L.Scott--EWJ

Empfohlen

Eskalation um Polens Verfassungsgericht: Regierungsgegner versuchen auf Gelände vorzudringen

In Polen ist der seit Jahren schwelende Streit um das Verfassungsgericht eskaliert. Anhänger der nationalkonservativen Opposition versuchten am Freitagabend, Absperrungen vor dem Gericht in Warschau zu durchbrechen und auf das Gelände vorzudringen. Bereitschaftspolizisten hielten sie auf, wie ein AFP-Journalist beobachtete. In der Nacht zum Samstag traf Staatspräsident Karol Nawrocki am Gericht ein und betrat das von der Polizei abgeriegelte Gelände, wie sein Kabinettschef Pawel Szefernaker mitteilte.

Kryptowährungsbörse Binance will nach Hackerangriff "alle Verluste" ersetzen

Nach einem massiven Hackerangriff hat die weltgrößte Kryptowährungsbörse Binance angekündigt, Anlegern sämtliche Verluste auszugleichen. Binance habe bereits mehr als 6,3 Milliarden Dollar (umgerechnet 5,6 Milliarden Euro) zurückgestellt, um gestohlene Vermögenswerte abdecken zu können, teilte Co-Unternehmenschef Richard Teng am Freitag im Onlinedienst X mit. Das Unternehmen werde "alle Verluste" ersetzen.

Prozess um Mord an Fabian aus Güstrow: Verteidigung fordert Freispruch

Im Mordprozess um den Tod des achtjährigen Fabian aus Güstrow in Mecklenburg-Vorpommern hat die Verteidigung einen Freispruch für die angeklagte Gina H. gefordert. Es gebe ihrer Ansicht nach keine lückenlose Beweiskette, um der Angeklagten den Mord an dem Kind nachzuweisen, sagte deren Anwälte am Freitag vor dem Landgericht Rostock. Die Anklage stütze sich auf Vermutungen und Spekulationen.

Papst Leo XIV. hat seine Stimme bei den Kongresswahlen in den USA abgegeben

Der in den USA geborene Papst Leo XIV. hat nach Angaben des Vatikans seine Stimme bei den Kongresswahlen in seinem Heimatland per Briefwahl abgegeben. Der Pontifex habe "sein Wahlrecht als US-Bürger wahrgenommen", erklärte der Vatikan am Freitag. "Im Einklang mit dieser langjährigen Praxis bürgerlichen Engagements" habe der Papst "seinen Briefwahlzettel in Chicago eingereicht", hieß es weiter.

Textgröße ändern: