English Woman's Journal - Rekordhitze in weiten Teilen Europas

Rekordhitze in weiten Teilen Europas


Rekordhitze in weiten Teilen Europas
Rekordhitze in weiten Teilen Europas / Foto: Pau BARRENA - AFP

Weite Teile Europas sind von einer für die Jahreszeit außergewöhnlichen Hitzewelle erfasst worden. In Deutschland wurden bis zum Samstagmittag nach Angaben des Deutschen Wetterdienst (DWD) verbreitet Temperaturwerte von über 30 Grad erreicht. In Frankreich drohten Rekord-Temperaturen von 42 Grad. In Spanien zerstörten Waldbrände bereits tausende Hektar Wald.

Textgröße ändern:

In Deutschland könnte am Samstag der Rekord für die zweite Junidekade "wackeln", sagte der DWD voraus. Der bisherige Höchstwert von 38,3 Grad war am 18. Juni 2002 im nordrhein-westfälischen Herten erreicht worden. Im Südwesten sei dieser Temperaturwert nun "lokal in Reichweite", sagte Simon Trippler vom DWD in Offenbach.

Spitzenreiter bei den Temperaturen in Deutschland waren am Samstag bis 13.00 Uhr Jena mit 34,3 Grad und Wolfach im Schwarzwald mit 34,1 Grad. Unter der 30-Grad-Marke blieb es vor allem in der Nähe von Nord- und Ostsee, in höheren Lagen sowie im Südosten Bayerns.

Nach einem heißen Samstag erwartete der DWD auch eine vielerorts warme, örtlich sogar tropische Nacht mit Tiefstwerten nicht unter 20 Grad. Für den Sonntag sagten die Meteorologen teilweise weiterhin ungewöhnlich heiße Temperaturen in Deutschland voraus - in der Mitte und im Südosten wurde mit 30 bis 37 Grad gerechnet.

Ein großer Waldbrand beim brandenburgischen Frohnsdorf südlich von Berlin konnte eingedämmt werden. Auf Drohnenbildern seien keine offenen Brände mehr zu erkennen, zitierte der Sender RBB am Samstagnachmittag Angaben der Feuerwehr. Zwischenzeitlich hatten zwischen Treuenbrietzen im Landkreis Potsdam-Mittelmark und Jüterborg rund 60 Hektar in Flammen gestanden

In Frankreich sprach der Wetterdienst Météo France von der frühesten Hitzewelle seit 1947. Bereits in elf Gebieten seien neue Temperatur-Rekorde für den Monat Juni aufgestellt worden. Mehrere Festivals, Sport- und Kulturveranstaltungen wurden abgesagt.

Im ebenfalls von der ungewöhnlichen Hitze betroffenen Spanien verwüsten Flächenbrände seit Tagen tausende Hektar Land. In der Sierra de la Culebra im Nordwesten waren bis zu 20.000 Hektar betroffen. 14 Ortschaften wurden vorsorglich evakuiert. In mehreren anderen Regionen kämpften Einsatzkräfte gegen weitere Brände. Im nordöstlichen Saragossa wurden Temperaturen bis 43 Grad erwartet.

In den Niederlanden gab der Wetterdienst eine Warnung für die südliche Stadt Limburg heraus, wo die Temperaturen auf 35 Grad steigen könnten. In Großbritannien verzeichneten die Behörden den dritten Tag in Folge neue Temperaturrekorde für die Jahreszeit.

In Norditalien leidet die Po-Ebene unter der schlimmsten Dürre seit 70 Jahren, einige Gemeinden rationierten die Wasserverteilung. Nach Angaben des Landwirtschaftsverbandes Coldiretti ist dort die Hälfte der Anbauflächen bedroht.

Die Zunahme der Hitzewellen und Dürren ist laut Wissenschaftlern eine direkte Folge der globalen Erwärmung. Dabei nehmen sowohl Intensität als auch Dauer und Häufigkeit dieser Phänomene zu.

N.Macleod--EWJ

Empfohlen

PHP-Sicherheitslücke: BSI rät zur "umgehenden" Installation von Sicherheitsupdate

Nach dem Bekanntwerden einer gravierenden Sicherheitslücke in der Web-Programmiersprache PHP haben Regierungsbehörden und Unternehmen weltweit zahlreiche Internetseiten vorsorglich abgeschaltet. In Europa waren am Mittwoch unter anderem Websites in Deutschland, Frankreich, den Niederlanden und Belgien betroffen. Der US-Geheimdienst National Security Agency (NSA) und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in Bonn hatten wegen der Gefahr von Cyberangriffen dringend zu diesem Schritt geraten. Zudem rieten sie zur "umgehenden" Installation eines Sicherheitsupdates. BSI-Vizepräsident Thomas Caspers warnte auch Nutzer vor kompromittierten Websites.

Ungarische Staatsanwaltschaft nimmt Ex-Zentralbankchef und Orbán-Vertrauten fest

In einem der spektakulärsten Korruptionsfälle des Landes hat die ungarische Staatsanwaltschaft den früheren Zentralbankchef György Matolcsy festnehmen lassen. Dem ehemals engen Vertrauten von Ex-Regierungschef Viktor Orban sowie weiteren Beschuldigten werde unter anderem Wirtschaftsbetrug vorgeworfen, teilte die Staatsanwaltschaft am Mittwoch mit. Die Beschuldigten seien vernommen worden und befänden sich in Gewahrsam. Matolcsys Anwalt Pal Batki bestätigte eine Festnahme wegen Wirtschaftsbetrugs und Urkundenfälschung, machte jedoch keine weiteren Angaben.

Urteil: 17-Jähriger mit Einkommen muss zu hohen Unterhaltsvorschuss zurückzahlen

Ein junger Mann aus Thüringen muss etwa 300 Euro Unterhaltsvorschuss zurückzahlen, weil er in dem Monat bereits selbst Geld verdiente. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig wies am Mittwoch seine Klage gegen die Stadt Gera ab. Der Kläger war im maßgeblichen Monat noch 17 Jahre alt. (Az. 5 C 6.25)

Frau in Baden-Württemberg in Kopf geschossen: Lebenslange Haft wegen Mordes

Weil er seine Frau mit einem Schuss in den Kopf getötet haben soll, ist ein 38-Jähriger zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Landgericht im baden-württembergischen Ellwangen sprach ihn am Mittwoch wegen Mordes schuldig, wie ein Gerichtssprecher mitteilte.

Textgröße ändern: