English Woman's Journal - In Chemnitz getöteter Arzt: Lebenslange Haft für Witwe und zwei Komplizen

In Chemnitz getöteter Arzt: Lebenslange Haft für Witwe und zwei Komplizen


In Chemnitz getöteter Arzt: Lebenslange Haft für Witwe und zwei Komplizen
In Chemnitz getöteter Arzt: Lebenslange Haft für Witwe und zwei Komplizen / Foto: Damien MEYER, - - AFP/Archiv

Mehr als ein Jahr nach einem Gewaltverbrechen an einem Arzt aus dem sächsischen Chemnitz sind drei Angeklagte zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt worden. Das Landgericht Chemnitz sprach die Witwe des getöteten Kardiologen und zwei Bekannte der Frau am Montag des Mordes aus Habgier und Heimtücke schuldig, wie eine Gerichtssprecherin mitteilte. Das Gericht folgte damit der Forderung der Staatsanwaltschaft.

Textgröße ändern:

Der 69-jährige Mediziner war im März vergangenen Jahres tot in seiner Chemnitzer Wohnung gefunden worden. Er wurde mit Messerstichen und stumpfer Gewalt gegen den Kopf getötet. Bei den Angeklagten handelt es sich neben der 60-jährige Witwe um eine ihrer Angestellten sowie deren Freund.

Laut Staatsanwaltschaft handelten die drei aus Habgier, um durch den Tod des Arztes an dessen Vermögen zu kommen. Außerdem begingen sie den Mord demnach heimtückisch, weil der Arzt in der späten Nacht keinen Angriff erwartete. Die Witwe des Arztes wurde im September in Untersuchungshaft genommen, die beiden anderen Angeklagten waren bereits zuvor im April 2024 festgenommen worden.

Die Staatsanwaltschaft forderte eine lebenslange Haftstrafe wegen Mordes für alle drei Angeklagten. Die beiden Nebenklägervertreter schlossen sich dem an, beantragten darüber hinaus aber auch die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld. Die Verteidiger der angeklagten Witwe sowie der Mitangeklagten forderten Freisprüche für ihre Mandanten. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

D.W.Robertson--EWJ

Empfohlen

FBI macht Nordkorea für Milliarden-Hack bei Krypto-Börse Binance verantwortlich

Die US-Bundespolizei FBI macht Nordkorea für den milliardenschweren Hackerangriff auf die Kryptowährungsbörse Binance verantwortlich. Dies teilte das FBI am Samstagabend (Ortszeit) mit. Bereits am Freitag hatte US-Präsident Donald Trump erklärt, die USA prüften, ob Nordkorea hinter der Attacke stecke.

Brief an Epstein: Trump-Klage gegen "Wall Street Journal" endgültig abgewiesen

Im Skandal um den verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein hat ein US-Richter eine Verleumdungsklage von Präsident Donald Trump gegen das "Wall Street Journal" endgültig abgewiesen. US-Bundesrichter Darrin Gayles aus Florida urteilte am Samstag im Streit um einen mutmaßlichen anzüglichen Trump-Brief an Epstein, der Präsident habe nicht nachgewiesen, dass die Zeitung "böswillig" Falschbehauptungen über ihn veröffentlicht habe.

Streit um Polens Verfassungsgericht: Tusk beklagt Angriff auf "Demokratie und Rechtsstaat"

Im Machtkampf um Polens Verfassungsgericht hat Regierungschef Donald Tusk der nationalkonservativen Opposition einen Angriff auf Demokratie und Rechtsstaat vorgeworfen. "Lasst uns die Dinge beim Namen nennen", sagte Tusk am Samstagabend in einem Onlinevideo. "Seit Jahren gibt es in Polen Organisationen und Politiker, die die Demokratie und den Rechtsstaat zerstören wollen."

Zusammenstöße mit der Polizei nach "GenZ"-Protesten in mehreren Städten

Nach den bundesweiten Jugendprotesten der Gruppierung "GenZ regelt" hat es in mehreren Städten Zusammenstöße mit der Polizei gegeben. In Frankfurt am Main wurden Beamte laut Polizeiangaben am Samstag mit Böllern und Steinen beworfen, die Behörden setzten deswegen Wasserwerfer ein. Mindestens ein Polizist wurde demnach verletzt und musste ärztlich behandelt werden. Am Abend war in Frankfurt nach Polizeiangaben auch ein Polizei-Hubschrauber im Einsatz.

Textgröße ändern: