English Woman's Journal - Prozess um Affendiebstahl aus Leipziger Zoo: Mehrjährige Jugendstrafen verhängt

Prozess um Affendiebstahl aus Leipziger Zoo: Mehrjährige Jugendstrafen verhängt


Prozess um Affendiebstahl aus Leipziger Zoo: Mehrjährige Jugendstrafen verhängt
Prozess um Affendiebstahl aus Leipziger Zoo: Mehrjährige Jugendstrafen verhängt / Foto: John MACDOUGALL - AFP/Archiv

Im Prozess um einen Affendiebstahl aus dem Leipziger Zoo und wegen weiterer Straftaten hat das Landgericht Chemnitz drei Angeklagte zu mehrjährigen Jugendstrafen verurteilt. Das Gericht sprach das Trio am Mittwoch der schweren räuberischen Erpressung, des Diebstahls und in einem Fall des gewaltsamen Widerstands gegen Polizisten schuldig und verhängte jeweils Jugendstrafen von dreieinhalb Jahren Haft, wie eine Gerichtssprecherin mitteilte. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Textgröße ändern:

Zwei der damals 17 und 18 Jahre alten Angeklagten sollen im vergangenen Jahr einen Bartaffen aus dem Leipziger Zoo gestohlen haben. Der Affendiebstahl war nur ein Teil der umfangreichen Anklage, die den beiden jungen Männern und einem dritten Angeklagten weitere Straftaten zur Last legt, darunter den Diebstahl von Autos und Motorrädern.

Der Fall des damals 15-jährigen Bartaffenweibchens Ruma sorgte für Schlagzeilen. Die beiden Jugendlichen sollen Ende März vergangenen Jahres in der Nacht zu Ostersonntag in den Zoo eingedrungen sein, das Bartaffengehege gewaltsam geöffnet und das Tier gestohlen haben.

Vier Tage darauf wurde Ruma von einem Jogger auf einem Baum in der Nähe eines Mehrfamilienhauses gefunden. Die Polizei vermutete damals, dass der Affe nach dem Diebstahl wegen der öffentlichen Berichterstattung wieder ausgesetzt worden war.

Bei der Auswertung der Beweismittel fanden die Ermittler Bilder und Videos, auf denen die Beschuldigten mit dem Affen posierten. Der Zoo hatte nach dem Diebstahl von einer Hiobsbotschaft gesprochen. Bartaffen gehören zu den stark gefährdeten Tierarten.

O.Jonstone--EWJ

Empfohlen

FBI macht Nordkorea für Milliarden-Hack bei Krypto-Börse Binance verantwortlich

Die US-Bundespolizei FBI macht Nordkorea für den milliardenschweren Hackerangriff auf die Kryptowährungsbörse Binance verantwortlich. Dies teilte das FBI am Samstagabend (Ortszeit) mit. Bereits am Freitag hatte US-Präsident Donald Trump erklärt, die USA prüften, ob Nordkorea hinter der Attacke stecke.

Brief an Epstein: Trump-Klage gegen "Wall Street Journal" endgültig abgewiesen

Im Skandal um den verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein hat ein US-Richter eine Verleumdungsklage von Präsident Donald Trump gegen das "Wall Street Journal" endgültig abgewiesen. US-Bundesrichter Darrin Gayles aus Florida urteilte am Samstag im Streit um einen mutmaßlichen anzüglichen Trump-Brief an Epstein, der Präsident habe nicht nachgewiesen, dass die Zeitung "böswillig" Falschbehauptungen über ihn veröffentlicht habe.

Streit um Polens Verfassungsgericht: Tusk beklagt Angriff auf "Demokratie und Rechtsstaat"

Im Machtkampf um Polens Verfassungsgericht hat Regierungschef Donald Tusk der nationalkonservativen Opposition einen Angriff auf Demokratie und Rechtsstaat vorgeworfen. "Lasst uns die Dinge beim Namen nennen", sagte Tusk am Samstagabend in einem Onlinevideo. "Seit Jahren gibt es in Polen Organisationen und Politiker, die die Demokratie und den Rechtsstaat zerstören wollen."

Zusammenstöße mit der Polizei nach "GenZ"-Protesten in mehreren Städten

Nach den bundesweiten Jugendprotesten der Gruppierung "GenZ regelt" hat es in mehreren Städten Zusammenstöße mit der Polizei gegeben. In Frankfurt am Main wurden Beamte laut Polizeiangaben am Samstag mit Böllern und Steinen beworfen, die Behörden setzten deswegen Wasserwerfer ein. Mindestens ein Polizist wurde demnach verletzt und musste ärztlich behandelt werden. Am Abend war in Frankfurt nach Polizeiangaben auch ein Polizei-Hubschrauber im Einsatz.

Textgröße ändern: