English Woman's Journal - Anstieg tödlicher Badeunfälle: Mindestens 411 Menschen im Vorjahr ertrunken

Anstieg tödlicher Badeunfälle: Mindestens 411 Menschen im Vorjahr ertrunken


Anstieg tödlicher Badeunfälle: Mindestens 411 Menschen im Vorjahr ertrunken
Anstieg tödlicher Badeunfälle: Mindestens 411 Menschen im Vorjahr ertrunken / Foto: Christof STACHE - AFP/Archiv

In Deutschland sind im vergangenen Jahr mehr Menschen bei Badeunfällen ums Leben gekommen. Nach Angaben der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) vom Donnerstag ertranken 2024 mindestens 411 Menschen und damit 31 mehr als im Jahr davor. Es war bereits der dritte Anstieg in Folge bei der Zahl der Badetoten.

Textgröße ändern:

"Damit zählt diese Statistik erstmals seit 2019 wieder mehr als 400 Opfer", erklärte DLRG-Präsidentin Ute Vogt. Knapp die Hälfte der tödlichen Badeunfälle (48 Prozent) ereignete in den drei Sommermonaten. Besonders viele Menschen ertranken demnach im August - mit 80 Opfern überstieg die Zahl den Vorjahresmonat sogar um 33.

Rund 60 Prozent der Opfer waren älter als 55 Jahre. Zudem ertranken 14 Kinder unter zehn Jahren und acht Kinder unter fünf Jahren.

Rund 90 Prozent der Todesfälle ereigneten sich in Seen und Flüssen. Während die DLRG in Seen und Teichen mit 146 Ertrunkenen sechs Todesfälle weniger verzeichnete, stieg die Anzahl derer, die in einem Fließgewässer tödlich verunglückten. 2024 ertranken in Flüssen und Bächen 161 Menschen und damit 14 mehr als im Vorjahr.

"Die Flüsse, aber auch alle anderen unbewachten Gewässer sollten möglichst gemieden werden", riet Vogt. Am sichersten sei das Baden und Schwimmen an durch Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer überwachten Orten.

Aber auch in Nord- und Ostsee ertranken im vergangenen Jahr 30 Menschen und damit etwas mehr als im Vorjahr. Allein in der Ostsee kamen 27 Frauen und Männer ums Leben, was der DLRG zufolge "ein trauriger Rekord" seit Einführung der Statistik ist. Der Verband führt die Statistik seit dem Jahr 2000, unter anderem um Gefahren am und im Wasser zu verdeutlichen.

D.W.Robertson--EWJ

Empfohlen

Nadeln und Nägel in Halloween-Süßigkeiten: Bundesweit immer mehr Fälle bekannt

Nach Halloween werden bundesweit immer mehr Fälle von mit spitzen Metallteilen präparierten Süßigkeiten bekannt. In Essen fanden zwei Familien Nadeln in Schokoriegeln und einer Tüte mit Weingummi, wie die Polizei in der nordrhein-westfälischen Stadt am Sonntagabend mitteilte. Diese waren demnach von ihren Kindern am Halloween-Abend an Haustüren eingesammelt worden. Die Familien lebten demnach in unterschiedlichen Stadtteilen, verletzt wurde nach derzeitigem Stand niemand, die Ermittlungen laufen.

Sechs Monate nach tödlicher Amokfahrt: Prozess gegen Mann in Leipzig begonnen

Sechs Monate nach der Amokfahrt mit zwei Toten in Leipzig hat vor dem Landgericht der sächsischen Stadt der Prozess gegen einen 34-jährigen Beschuldigten begonnen. Zum Auftakt wurde am Montag mit der Verlesung der Anklage begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten unter anderem zweifachen Mord und versuchten Mord in 85 Fällen vor.

Vermummte Jugendliche errichten Barrikade: Zwölf Festnahmen in hessischem Viernheim

Im hessischen Viernheim hat ein Dutzend teils vermummter Minderjähriger am Sonntagabend eine Barrikade gebaut und Einsatzkräfte mit Böllern attackiert. Beamte nahmen drei Kinder und neun Jugendliche vorläufig fest, wie die Polizei in Darmstadt mitteilte. Ein Großaufgebot war daraufhin die ganze Nacht in der Viernheimer Innenstadt im Einsatz, zu weiteren Vorfällen kam es jedoch nicht.

Hunderte Schrauben und Nägel auf Autobahn: Reifenschäden an Fahrzeugen in Bayern

In Bayern haben Unbekannte hunderte Nägel und Schrauben auf der Autobahn 9 bei Hilpoltstein verteilt. Es kam zu Reifenschäden an mehreren Fahrzeugen, wie die Polizei in Nürnberg am Sonntag mitteilte. Das Geschehen trug sich am Samstagabend zu, Beamte fanden rund 250 Metallteile.

Textgröße ändern: