English Woman's Journal - Rechte Gruppe Knockout 51: Alle Ermittlungen gegen Thüringer Polizisten eingestellt

Rechte Gruppe Knockout 51: Alle Ermittlungen gegen Thüringer Polizisten eingestellt


Rechte Gruppe Knockout 51: Alle Ermittlungen gegen Thüringer Polizisten eingestellt
Rechte Gruppe Knockout 51: Alle Ermittlungen gegen Thüringer Polizisten eingestellt / Foto: JENS SCHLUETER - AFP/Archiv

Im Zusammenhang mit der rechtsextremen Kampfsportgruppe Knockout 51 hat die Staatsanwaltschaft Gera alle Ermittlungen gegen Thüringer Polizisten eingestellt. Die Untersuchungen ergaben keinen Hinweis auf Verbindungen der Polizei zu rechtsextremen Netzwerken, wie das Landesinnenministerium am Freitag in Erfurt mitteilte. In den insgesamt 20 Verfahren seien keine strafbaren Handlungen nachgewiesen worden.

Textgröße ändern:

Die internen Ermittler der Thüringer Polizei hatten demnach seit Herbst 2023 in Zusammenarbeit mit Bundeskriminalamt und Generalbundesanwalt Vorwürfe wegen der Verletzung von Dienstgeheimnissen und der Strafvereitelung im Amt geprüft. Diese Ermittlungen hätten gezeigt, dass Mitglieder von Knockout 51 gegenüber Dritten mit angeblichen Kontakten zur Thüringer Polizei geprahlt hätten, erklärte das Ministerium.

Es habe auch Versuche gegeben, junge und unerfahrene Polizeibeamte für die Zwecke der Gruppe zu manipulieren. Hinweise auf tatsächliche Verbindungen oder Einflussnahmen der Gruppe auf die Polizei gebe es jedoch nicht.

Erst am Donnerstag hatte der Bundesgerichtshof in Karlsruhe mitgeteilt, dass Knockout 51 bei vorläufiger Bewertung hinreichend verdächtig sei, eine terroristische Vereinigung zu sein. Da der Fall außerdem besonders wichtig ist, muss über eine Anklage gegen drei mutmaßliche Mitglieder nun das Oberlandesgericht in Jena verhandeln, nicht das Landgericht Gera.

Die Neonazigruppe steht seit längerem im Visier von Polizei und Justiz. Sie soll sich in den thüringischen Städten Eisenach und Erfurt gebildet haben, aber auch überregional ein fester Bestandteil der rechtsextremistischen Szene sein. Laut Generalbundesanwalt soll die Gruppe Männer angelockt und für gewaltsame Angriffe auf die Polizei sowie Andersdenkende geschult haben. Sie soll teilweise auch das Töten von Linksextremisten angestrebt haben.

K.McMillan--EWJ

Empfohlen

Nadeln und Nägel in Halloween-Süßigkeiten: Bundesweit immer mehr Fälle bekannt

Nach Halloween werden bundesweit immer mehr Fälle von mit spitzen Metallteilen präparierten Süßigkeiten bekannt. In Essen fanden zwei Familien Nadeln in Schokoriegeln und einer Tüte mit Weingummi, wie die Polizei in der nordrhein-westfälischen Stadt am Sonntagabend mitteilte. Diese waren demnach von ihren Kindern am Halloween-Abend an Haustüren eingesammelt worden. Die Familien lebten demnach in unterschiedlichen Stadtteilen, verletzt wurde nach derzeitigem Stand niemand, die Ermittlungen laufen.

Sechs Monate nach tödlicher Amokfahrt: Prozess gegen Mann in Leipzig begonnen

Sechs Monate nach der Amokfahrt mit zwei Toten in Leipzig hat vor dem Landgericht der sächsischen Stadt der Prozess gegen einen 34-jährigen Beschuldigten begonnen. Zum Auftakt wurde am Montag mit der Verlesung der Anklage begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten unter anderem zweifachen Mord und versuchten Mord in 85 Fällen vor.

Vermummte Jugendliche errichten Barrikade: Zwölf Festnahmen in hessischem Viernheim

Im hessischen Viernheim hat ein Dutzend teils vermummter Minderjähriger am Sonntagabend eine Barrikade gebaut und Einsatzkräfte mit Böllern attackiert. Beamte nahmen drei Kinder und neun Jugendliche vorläufig fest, wie die Polizei in Darmstadt mitteilte. Ein Großaufgebot war daraufhin die ganze Nacht in der Viernheimer Innenstadt im Einsatz, zu weiteren Vorfällen kam es jedoch nicht.

Hunderte Schrauben und Nägel auf Autobahn: Reifenschäden an Fahrzeugen in Bayern

In Bayern haben Unbekannte hunderte Nägel und Schrauben auf der Autobahn 9 bei Hilpoltstein verteilt. Es kam zu Reifenschäden an mehreren Fahrzeugen, wie die Polizei in Nürnberg am Sonntag mitteilte. Das Geschehen trug sich am Samstagabend zu, Beamte fanden rund 250 Metallteile.

Textgröße ändern: