English Woman's Journal - Urteil: Nach Fehlalarm von Rauchmelder kein Schadenersatz für Feuerwehreinsatz

Urteil: Nach Fehlalarm von Rauchmelder kein Schadenersatz für Feuerwehreinsatz


Urteil: Nach Fehlalarm von Rauchmelder kein Schadenersatz für Feuerwehreinsatz
Urteil: Nach Fehlalarm von Rauchmelder kein Schadenersatz für Feuerwehreinsatz / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP/Archiv

Nach einem Feuereinsatz wegen eines Fehlalarms des Rauchmelders muss die Gemeinde dem Hauseigentümer keinen Schadenersatz für kaputte Türen zahlen. Die Feuerwehr habe nicht pflichtwidrig gehandelt, erklärte das Landgericht im brandenburgischen Frankfurt an der Oder am Dienstag. Maßgeblich sei die Bewertung der Situation zum Zeitpunkt des Einsatzes.

Textgröße ändern:

Im September 2023 hörten Nachbarn Signale des Rauchmelders und alarmierten die Feuerwehr. Diese hörte die Signale ebenfalls und brach die Eingangstür sowie eine dahinterliegende weitere Tür auf. Da es nicht brannte, ging sie später von einer Fehlfunktion des Rauchmelders aus.

Der Kläger forderte von der Gemeinde rund zehntausend Euro als Ersatz für die Notsicherung und Reparatur der Türen. Er argumentierte, dass die Feuerwehr über ein leicht geöffnetes Fenster im Obergeschoss ins Haus hätte gelangen können, oder dass die Einsatzkräfte ihn erst hätten anrufen müssen.

Dieser Argumentation folgte das Gericht aber nicht. Die Feuerwehr habe eingreifen dürfen, erklärte es. Der Einsatzleiter habe seine Einschätzung einer Gefahrensituation überzeugend damit begründet, dass er das Warnsignal gehört und einen leichten Brandgeruch wahrgenommen habe. Bei Entstehungs- und Schwelbränden müssten keine Flammen oder Rauch zu sehen sein.

Angesichts der Gefahren, welche die Feuerwehr bekämpft, müsse sie bei der Wahl ihrer Maßnahmen im Zweifel eher mehr als weniger tun. Die Einsatzkräfte hätten das Haus nicht gekannt. Sie hätten nicht darauf warten müssen, dass der Eigentümer zurückkam oder jemand einen Ersatzschlüssel besorgte.

Auch hätten sie nicht durch das Fenster im Obergeschoss einsteigen müssen, denn Feuer werde von unten bekämpft. Außerdem wiege allein der Schlauch 40 Kilogramm. Das Landgericht wies die Klage des Hauseigentümers ab. Das Urteil fiel am 17. Februar, es ist noch nicht rechtskräftig.

B.Jamieson--EWJ

Empfohlen

Nadeln und Nägel in Halloween-Süßigkeiten: Bundesweit immer mehr Fälle bekannt

Nach Halloween werden bundesweit immer mehr Fälle von mit spitzen Metallteilen präparierten Süßigkeiten bekannt. In Essen fanden zwei Familien Nadeln in Schokoriegeln und einer Tüte mit Weingummi, wie die Polizei in der nordrhein-westfälischen Stadt am Sonntagabend mitteilte. Diese waren demnach von ihren Kindern am Halloween-Abend an Haustüren eingesammelt worden. Die Familien lebten demnach in unterschiedlichen Stadtteilen, verletzt wurde nach derzeitigem Stand niemand, die Ermittlungen laufen.

Sechs Monate nach tödlicher Amokfahrt: Prozess gegen Mann in Leipzig begonnen

Sechs Monate nach der Amokfahrt mit zwei Toten in Leipzig hat vor dem Landgericht der sächsischen Stadt der Prozess gegen einen 34-jährigen Beschuldigten begonnen. Zum Auftakt wurde am Montag mit der Verlesung der Anklage begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten unter anderem zweifachen Mord und versuchten Mord in 85 Fällen vor.

Vermummte Jugendliche errichten Barrikade: Zwölf Festnahmen in hessischem Viernheim

Im hessischen Viernheim hat ein Dutzend teils vermummter Minderjähriger am Sonntagabend eine Barrikade gebaut und Einsatzkräfte mit Böllern attackiert. Beamte nahmen drei Kinder und neun Jugendliche vorläufig fest, wie die Polizei in Darmstadt mitteilte. Ein Großaufgebot war daraufhin die ganze Nacht in der Viernheimer Innenstadt im Einsatz, zu weiteren Vorfällen kam es jedoch nicht.

Hunderte Schrauben und Nägel auf Autobahn: Reifenschäden an Fahrzeugen in Bayern

In Bayern haben Unbekannte hunderte Nägel und Schrauben auf der Autobahn 9 bei Hilpoltstein verteilt. Es kam zu Reifenschäden an mehreren Fahrzeugen, wie die Polizei in Nürnberg am Sonntag mitteilte. Das Geschehen trug sich am Samstagabend zu, Beamte fanden rund 250 Metallteile.

Textgröße ändern: