English Woman's Journal - Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt erhebt Anklage gegen mutmaßliche Drogenbande

Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt erhebt Anklage gegen mutmaßliche Drogenbande


Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt erhebt Anklage gegen mutmaßliche Drogenbande
Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt erhebt Anklage gegen mutmaßliche Drogenbande / Foto: JACQUES DEMARTHON - AFP/Archiv

Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main hat Anklage gegen eine mutmaßliche Bande von Drogenhändlern erhoben. Die elf Beschuldigten sollen unter Nutzung der verschlüsselten, aber von der US-Bundespolizei FBI infiltrierten Kommunikationsplattform Anom zwischen Dezember 2020 und Juni 2021 Betäubungsmittel aus Spanien und den Niederlanden nach Deutschland eingeschmuggelt haben, wie die Justizbehörde am Freitag mitteilte. Ihnen wird bandenmäßiges Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge und Beteiligung an einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen.

Textgröße ändern:

Insgesamt soll die Tätergruppierung mindestens 3000 Kilogramm Cannabis, 315 Kilogramm Kokain, 113 Kilogramm Amphetamin, 677 Liter Amphetaminöl und 13 Kilogramm Methamphetamin verkauft haben. Bei Durchsuchungen im Juni 2021 wurden unter anderem 560.000 Euro Bargeld, sechszehn zum Teil mit professionellen Verstecken ausgestattete Kurierfahrzeuge, kiloweise Drogen sowie sechs halbautomatische Selbstladepistolen samt mehr als 600 Patronen beschlagnahmt.

Dank der Überwachung von Kryptohandys hatte Ermittler im Juni vergangenen Jahres in einer weltweiten Aktion mehr als 800 Verdächtige festnehmen lassen, darunter mehr als 70 in Deutschland. Das FBI und andere Ermittlungsbehörden hatten damals Kryptohandys infiltriert und Millionen Anom-Botschaften im Bereich der Organisierten Kriminalität ausgespäht.

Die elf Bechuldigten im Alter von 24 bis 47 Jahren sollen sich nach einer festen Struktur und Aufgabenverteilung organisiert haben. Ein 33-Jähriger aus Frankfurt am Main soll laut Genralstaatsanwaltschaft den Kopf der Gruppierung gebildet und unter anderem sämtliche organisatorischen Absprachen, etwa über anstehende Lieferungen und Verkäufe, getroffen haben.

Acht der Angeschuldigten befinden sich aufgrund von Haftbefehlen weiterhin in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen gegen weitere Mitglieder der Bande sowie zum Teil wegen weiterer Taten dauern an. Das Landgericht Frankfurt am Main muss nun über die Eröffnung des Hauptverfahrens entscheiden.

E.Cunningham--EWJ

Empfohlen

Ungarische Staatsanwaltschaft nimmt Ex-Zentralbankchef und Orbán-Vertrauten fest

In einem der spektakulärsten Korruptionsfälle des Landes hat die ungarische Staatsanwaltschaft den früheren Zentralbankchef György Matolcsy festnehmen lassen. Dem ehemals engen Vertrauten von Ex-Regierungschef Viktor Orban sowie weiteren Beschuldigten werde unter anderem Wirtschaftsbetrug vorgeworfen, teilte die Staatsanwaltschaft am Mittwoch mit. Die Beschuldigten seien vernommen worden und befänden sich in Gewahrsam. Matolcsys Anwalt Pal Batki bestätigte eine Festnahme wegen Wirtschaftsbetrugs und Urkundenfälschung, machte jedoch keine weiteren Angaben.

Urteil: 17-Jähriger mit Einkommen muss zu hohen Unterhaltsvorschuss zurückzahlen

Ein junger Mann aus Thüringen muss etwa 300 Euro Unterhaltsvorschuss zurückzahlen, weil er in dem Monat bereits selbst Geld verdiente. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig wies am Mittwoch seine Klage gegen die Stadt Gera ab. Der Kläger war im maßgeblichen Monat noch 17 Jahre alt. (Az. 5 C 6.25)

Frau in Baden-Württemberg in Kopf geschossen: Lebenslange Haft wegen Mordes

Weil er seine Frau mit einem Schuss in den Kopf getötet haben soll, ist ein 38-Jähriger zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Landgericht im baden-württembergischen Ellwangen sprach ihn am Mittwoch wegen Mordes schuldig, wie ein Gerichtssprecher mitteilte.

NS-Parolen in sozialen Netzwerken: Zweieinhalb Jahre Haft in Rheinland-Pfalz

Wegen der Verwendung von NS-Parolen im Zusammenhang mit israelfeindlichen Beiträgen in sozialen Medien ist ein 27-Jähriger in Rheinland-Pfalz zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht in Koblenz sprach ihn am Mittwoch unter anderem wegen Volksverhetzung in fünf Fällen und dem Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen schuldig, wie eine Gerichtssprecherin mitteilte.

Textgröße ändern: