English Woman's Journal - Vor Autogipfel: IG Metall fordert neues Förderpaket für E-Autos

Vor Autogipfel: IG Metall fordert neues Förderpaket für E-Autos


Vor Autogipfel: IG Metall fordert neues Förderpaket für E-Autos
Vor Autogipfel: IG Metall fordert neues Förderpaket für E-Autos / Foto: ODD ANDERSEN - AFP/Archiv

Vor dem für Montag von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) einberufenen Autogipfel fordert die Gewerkschaft IG Metall ein Förderpaket für E-Autos. Nötig sei ein "schnelles, neues Förderpaket, das den Verkauf von E-Autos ankurbelt", sagte ein Sprecher der Gewerkschaft der "Bild am Sonntag". Auf eine Abwrackprämie beim Tausch auf ein E-Auto dringt die SPD. Kritik an weiteren Subvention kam hingegen bereits aus der FDP und der Union.

Textgröße ändern:

Angesichts der Krise in der Automobilindustrie will sich Habeck am Montag mit der Automobilindustrie über die aktuelle Lage austauschen. An der Online-Konferenz sollen die größten deutschen Automobilhersteller und -zulieferer, der VDA und die IG Metall teilnehmen.

Die Krise trifft derzeit vor allem Volkswagen. Der Autobauer hatte kürzlich mit der Kündigung der tarifvertraglichen Jobsicherung für einen Paukenschlag gesorgt. Damit sind betriebsbedingte Kündigungen ab Juli kommenden Jahres möglich, sofern bis dahin keine Lösung gefunden wird. Auch Werksschließungen schließt das Unternehmen nicht mehr aus.

Ein Förderpaket "würde den Herstellern und den Zulieferern, die schon Milliarden in die E-Mobilität investiert haben, helfen und so Arbeitsplätze sichern", so der IG Metall-Sprecher. Die Gewerkschaft hofft zudem, dass ein solche Förderung den deutschen Automobilherstellern "im Wettlauf mit außereuropäischen Herstellern neuen Schwung geben" würde. "Es wäre gleichzeitig ein Konjunkturprogramm wie auch eine industriepolitische Fitness-Spritze für den notwendigen Umbau der Automobilindustrie."

Auf eine staatliche Sofortmaßnahme dringt laut "Stern" auch die SPD - unter anderem in Form einer Abwrackprämie. Wer seinen Verbrenner "abwrackt" und in ein neues E-Auto tauscht, soll demnach einen Bonus von 6000 Euro bekommen, für den Kauf eines gebrauchten E-Autos soll es 3000 Euro geben. Die heimische Automobilindustrie stecke "in der Krise", heißt laut "Stern" in einem SPD-Papier dazu. Es sei "entschlossenes Handeln" notwendig - und dafür müsse auch Geld in die Hand genommen werden.

Ganz anders sieht dies die FDP. "Der Autogipfel darf nicht zum Subventionsgipfel werden, sondern muss die grundlegenden Standortbedingungen der deutschen Industrie in den Blick nehmen", erklärte FDP-Fraktionsvize Lukas Köhler. "Der Versuch, die Probleme einzelner Unternehmen mit Steuergeld zuzuschütten, wäre zum Scheitern verurteilt." Denn auf Subventionen lasse sich kein nachhaltig erfolgreiches Geschäftsmodell aufbauen. Notwendig seien stattdessen niedrigere Steuern, weniger Bürokratie, Maßnahmen den Fachkräftemangel und weniger Regulierung durch die EU.

Konkret zum SPD-Vorschlag äußerte sich im "Tagesspiegel" der FDP-Politiker Christoph Meyer. Das Konzept Abwrackprämie habe sich schon einmal nicht bewährt, "denn diese ist für den Steuerzahler kostspielig, in der Wirkung ineffektiv und hat breite Streueffekte".

Kritik am Autogipfel kommt auch aus der Union. Von einem "Ablenkungsmanöver" sprach der Unions-Verkehrspolitiker Ulrich Lange (CSU) gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Notwendig sei unter anderem mehr Technologieoffenheit. Für Fraktionskollege Christoph Ploß (CDU) bedeutet dies auch ein klares Bekenntnis zum Verbrennermotor. Die Bundesregierung müsse sich dafür einsetzen, "dass das Verbot des Verbrennungsmotors endlich gestoppt wird", sagte er der "Rheinischen Post".

In der EU sollen nach derzeitigem Plan ab 2035 keine neuen Autos mit Verbrenner-Motor mehr verkauft werden.

"Ein klares Bekenntnis zur E-Mobilität" erwartet hingegen der Verkehrsclub Deutschland (VCD) vom Autogipfel. Es müssten zudem kluge Anreize für den Kauf von E-Autos geschaffen werden.

Der Auto-Experte Ferdinand Dudenhöffer sieht in der Autogipfel-Diskussion das große Risiko einer weiteren Verunsicherung der Verbraucher. "Natürlich warten Käufer jetzt erst mal ab, ob eine Prämie kommt. Für den Markt für Elektroautos bedeutet das nichts Gutes", erklärte er. Die SPD-Vorschläge und der Autogipfel seien eher schädlich für die Nachfrage. "Zuviel Aktionismus ohne Fundament schadet."

M.Campbel--EWJ

Empfohlen

Polaris Renewable Energy gibt die Ergebnisse für das 3. Quartal 2026 bekannt

TORONTO, ON / ACCESS Newswire / 5. November 2026 / Polaris Renewable Energy Inc. (TSX: PIF) („Polaris Renewable Energy" oder das „Unternehmen") freut sich, seine Finanz- und Betriebsergebnisse für die drei und neun Monate zum 30. September 2026 bekannt zu geben. Diese Ergebnismitteilung sollte in Verbindung mit dem konsolidierten Abschluss und dem Lagebericht (Management's Discussion and Analysis, „MD&A") des Unternehmens gelesen werden, die auf der Website des Unternehmens unter www.PolarisREI.com verfügbar sind und auf SEDAR+ unter www.sedarplus.ca veröffentlicht wurden. Die nachfolgenden Dollarbeträge sind, wenn nicht anders angegeben, in US-Dollar ausgewiesen.

Polaris Renewable Energy gibt Quartalsdividende bekannt

TORONTO, ON / ACCESS Newswire / 5. November 2026 / Polaris Renewable Energy Inc. (TSX:PIF) („Polaris Renewable Energy" oder das „Unternehmen") freut sich bekannt zu geben, dass sein Board of Directors beschlossen hat, eine Quartalsdividende in Höhe von 0,15 US$ pro ausstehender Stammaktie auszuschütten.

Chervon ernennt Doug Palmer zum Vice President of Finance - Canada

TORONTO, ON / ACCESS Newswire / 5. November 2026 / Mit Wirkung zum 9. November 2026 ernennt Chervon Doug Palmer zum Vice President of Finance - Canada; er berichtet an Neil Harrison, Vice President und Managing Director von Chervon Canada. Darüber hinaus wird er in einer indirekten Berichtslinie an Ryan Wang, Chief Financial Officer von Chervon NA, berichten.

Letzte Funksprüche zeigen Kontrollverlust vor Learjet-Absturz in Florida

Flugzeug-Absturz Florida: Das waren die letzten Funksprüche aus dem CockpitNeun Menschen sterben beim Absturz eines Privatjets in Florida. Jetzt veröffentlichte Funkaufnahmen dokumentieren die dramatischen letzten Momente an Bord.

Textgröße ändern: