English Woman's Journal - Irans Justiz fordert Höchststrafe für inhaftierten schwedischen EU-Diplomaten

Irans Justiz fordert Höchststrafe für inhaftierten schwedischen EU-Diplomaten


Irans Justiz fordert Höchststrafe für inhaftierten schwedischen EU-Diplomaten
Irans Justiz fordert Höchststrafe für inhaftierten schwedischen EU-Diplomaten / Foto: KOOSHA MAHSHID FALAHI - MIZAN NEWS AGENCY/AFP

Im Prozess gegen einen im Iran inhaftierten schwedischen EU-Diplomaten hat die Staatsanwaltschaft die Höchststrafe gefordert. Laut der Nachrichtenagentur Misan Online warf der Staatsanwalt dem Diplomaten Johan Floderus in seinem Plädoyer am Sonntag vor, zugunsten Israels "geheimdienstliche Handlungen in großem Umfang" begangen zu haben. "Aufgrund der Bedeutung und der schädlichen Auswirkungen der Tätigkeiten des Angeklagten" beantrage er die Höchststrafe.

Textgröße ändern:

Der Staatsanwalt machte keine näheren Angaben zu dieser Strafe. Der Richter gab den Anwälten des Diplomaten eine Woche Zeit, um ihre Verteidigung vorzubringen. Wann das Urteil in dem Prozess verkündet wird, ist unklar.

Floderus steht seit Dezember wegen angeblicher Beteiligung an "Handlungen gegen die Sicherheit des Iran durch eine umfassende geheimdienstliche Zusammenarbeit mit dem zionistischen Regime" und "Korruption auf Erden" vor Gericht. "Korruption auf Erden" ist im Iran eines der schwersten Vergehen und kann mit der Todesstrafe geahndet werden.

Der Schwede arbeitet für den diplomatischen Dienst der EU. Floderus wurde am 17. April 2022 am Teheraner Flughafen festgenommen.

Die EU und Schweden haben bereits wiederholt die unverzügliche Freilassung des Diplomaten gefordert. Am 17. Januar hatte Schweden zuletzt den iranischen Geschäftsträger einbestellt, um die Freilassung der "willkürlich" im Iran Inhaftierten zu fordern. Regierungen, Menschenrechtsgruppen sowie die Angehörigen von ausländischen Gefängnisinsassen im Iran werfen Teheran vor, "Geiseldiplomatie" zu betreiben, um Zugeständnisse von anderen Ländern zu erhalten.

E.Cunningham--EWJ

Empfohlen

Nadeln und Nägel in Halloween-Süßigkeiten: Bundesweit immer mehr Fälle bekannt

Nach Halloween werden bundesweit immer mehr Fälle von mit spitzen Metallteilen präparierten Süßigkeiten bekannt. In Essen fanden zwei Familien Nadeln in Schokoriegeln und einer Tüte mit Weingummi, wie die Polizei in der nordrhein-westfälischen Stadt am Sonntagabend mitteilte. Diese waren demnach von ihren Kindern am Halloween-Abend an Haustüren eingesammelt worden. Die Familien lebten demnach in unterschiedlichen Stadtteilen, verletzt wurde nach derzeitigem Stand niemand, die Ermittlungen laufen.

Sechs Monate nach tödlicher Amokfahrt: Prozess gegen Mann in Leipzig begonnen

Sechs Monate nach der Amokfahrt mit zwei Toten in Leipzig hat vor dem Landgericht der sächsischen Stadt der Prozess gegen einen 34-jährigen Beschuldigten begonnen. Zum Auftakt wurde am Montag mit der Verlesung der Anklage begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten unter anderem zweifachen Mord und versuchten Mord in 85 Fällen vor.

Vermummte Jugendliche errichten Barrikade: Zwölf Festnahmen in hessischem Viernheim

Im hessischen Viernheim hat ein Dutzend teils vermummter Minderjähriger am Sonntagabend eine Barrikade gebaut und Einsatzkräfte mit Böllern attackiert. Beamte nahmen drei Kinder und neun Jugendliche vorläufig fest, wie die Polizei in Darmstadt mitteilte. Ein Großaufgebot war daraufhin die ganze Nacht in der Viernheimer Innenstadt im Einsatz, zu weiteren Vorfällen kam es jedoch nicht.

Chervon ernennt Jody Grimsley zum Senior National Account Manager

NAPERVILLE, IL / ACCESS Newswire / 2. November 2026 / Jody Grimsley tritt mit Wirkung zum 2. November 2026 als Senior National Account Manager bei Chervon ein und berichtet an Jeff Campbell, SVP of Industrial Commercial Sales.

Textgröße ändern: