English Woman's Journal - USA listen Staatsanwälte aus Guatemala wegen Aktionen gegen gewählten Präsidenten

USA listen Staatsanwälte aus Guatemala wegen Aktionen gegen gewählten Präsidenten


USA listen Staatsanwälte aus Guatemala wegen Aktionen gegen gewählten Präsidenten
USA listen Staatsanwälte aus Guatemala wegen Aktionen gegen gewählten Präsidenten / Foto: Gerardo PESANTEZ - AFP/Archiv

Die USA haben mehrere Staatsanwälte aus Guatemala wegen ihres Vorgehens gegen den designierten Präsidenten Bernardo Arévalo auf eine schwarze Liste in Verbindung mit Korruption gesetzt. Wie das US-Außenministerium am Donnerstag in einem Bericht an den Kongress mitteilte, ist unter den aufgeführten Staatsanwälten auch Leonor Morales - sie hatte die Wahl des Außenseiters und Anti-Korruptions-Kandidaten Arévalo kürzlich für ungültig erklärt.

Textgröße ändern:

Die von den USA auf der Liste Aufgeführten haben keinen Anspruch mehr auf US-Visa, alle bestehenden Visa werden aufgehoben. Der Schritt ist Teil eines vom Kongress geforderten Jahresberichts über die Korruption in Zentralamerika.

Zur Begründung hieß es in dem Bericht, Staatsanwältin Morales habe "demokratische Prozesse oder Institutionen untergraben", indem sie "politisch motivierte Ermittlungen ausführte, um Zweifel an den bestätigten Wahlergebnissen zu wecken und den Übergang zur Präsidentschaft zu stören".

Der Bericht bestätigte zudem die vorläufige Auflistung von Richter Fredy Orellana und Staatsanwältin Cinthia Monterroso. Orellana hatte nach der ersten Wahlrunde im Juni die Registrierung von Arévalos Partei Semilla auf Antrag der Staatsanwaltschaft ausgesetzt. Kritiker werteten das Vorgehen als Versuch, Arévalo von der Stichwahl auszuschließen.

In Guatemala hatten sich die Auseinandersetzungen um den Sieg Arévalo zuletzt verschärft. In einem Interview mit der Nachrichtenagentur AFP äußerte sich der künftige Präsident diese Woche jedoch zuversichtlich, dass er sein Amt wie vorgesehen am 14. Januar antreten darf.

Arévalo hatte die Stichwahl im August mit deutlichem Vorsprung gegenüber seiner Rivalin Sandra Torres gewonnen. Im Wahlkampf hatte er sich den Kampf gegen die Korruption auf die Fahnen geschrieben. Seit seinem überraschenden Sieg sieht er sich mit einer Flut rechtlicher Anfechtungen konfrontiert, darunter Versuche, seine politische Partei zu suspendieren und ihn an der Machtübernahme zu hindern.

Das Vorgehen gegen Arévalo und dessen Partei hat Massenproteste in Guatemala ausgelöst. Das zentralamerikanische Land gehört nach Angaben der Organisation Transparency International zu den korruptesten Ländern der Welt.

F.McKenzie--EWJ

Empfohlen

Hunderte Schrauben und Nägel auf Autobahn: Reifenschäden an Fahrzeugen in Bayern

In Bayern haben Unbekannte hunderte Nägel und Schrauben auf der Autobahn 9 bei Hilpoltstein verteilt. Es kam zu Reifenschäden an mehreren Fahrzeugen, wie die Polizei in Nürnberg am Sonntag mitteilte. Das Geschehen trug sich am Samstagabend zu, Beamte fanden rund 250 Metallteile.

Mehrere Zwischenfälle mit Brandsätzen: Viel Arbeit für Polizei an Halloween

In der Halloween-Nacht ist es bundesweit zu mehreren Vorfällen mit Molotowcocktails gekommen. In Berlin fasste die Polizei nach eigenen Angaben zwei 14-Jährige, nachdem eines ihrer Einsatzfahrzeuge im Märkischen Viertel mit einem selbstgebauten Brandsatz beworfen worden war. Sie hatten demnach mit Benzin gefüllte Plastikflaschen bei sich. Ob die Jugendlichen auch den Molotowcocktail in Richtung Auto warfen, war unklar.

Eltern und Kinder entdecken in mehreren Orten Nadeln in Halloween-Süßigkeiten

Nach den Halloween-Feiern haben Eltern und Kinder nach Polizeiangaben gleich in mehreren Orten Nadeln in gesammelten Süßigkeiten entdeckt worden. Unter anderem in Eichsfeld in Thüringen sowie in Nürnberg in Bayern etwa wurden Metallnadeln in Süßwaren gefunden, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Im Landkreis Konstanz meldete die Polizei, dass "metallische Fremdkörper" in Halloween-Süßigkeiten entdeckt worden seien. Ähnliche Vorfälle wurden auch aus Misburg-Nord in Hannover und dem thüringischen Herbsleben gemeldet.

Dramatische Eskalation im Streit um Verfassungsgericht in Polen

In Polen ist der Streit um das Verfassungsgericht am Wochenende dramatisch eskaliert: Nachdem Anhänger der nationalkonservativen Opposition versucht hatten, das Gerichtsgebäude zu stürmen, sprach Regierungschef Donald Tusk am Samstag von einem Angriff auf "Demokratie und Rechtsstaat". Auch die EU-Kommission schaltete sich ein: Sie forderte den der Opposition nahestehenden Präsidenten Karol Nawrocki auf, die vom Parlament ernannten neuen Verfassungsrichter zu bestätigen.

Textgröße ändern: