English Woman's Journal - Papst Franziskus fordert internationales Abkommen zum Einsatz von KI

Papst Franziskus fordert internationales Abkommen zum Einsatz von KI


Papst Franziskus fordert internationales Abkommen zum Einsatz von KI
Papst Franziskus fordert internationales Abkommen zum Einsatz von KI / Foto: Andreas SOLARO - AFP/Archiv

Papst Franziskus fordert ein internationales Abkommen zur Entwicklung und zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI). Das 86-jährige Kirchenoberhaupt stellte die Forderung in einer Botschaft zum katholischen Weltfriedenstag am 1. Januar auf, welche der Vatikan am Donnerstag veröffentlichte. Darin beschäftigt sich der Papst schwerpunktmäßig mit dem Thema KI.

Textgröße ändern:

Franziskus weist zwar auf die großen wissenschaftlichen und technologischen Fortschritte durch KI hin, warnt aber zugleich vor den Risiken: Die neue Informationstechnologie bringe Möglichkeiten mit sich, "von denen einige ein Risiko für unser Überleben und eine Gefahr für unser gemeinsame Haus darstellen könnten".

Der Papst warnt etwa vor dem Missbrauch von Künstlicher Intelligenz bei Desinformationskampagnen und bei der Einmischung in Wahlprozesse. Er hält es auch für problematisch, KI bei Entscheidungsprozessen zu nutzen, etwa beim Einsatz autonomer Waffensysteme. "Auf der Suche nach absoluter Freiheit laufen wir Gefahr, in die Spirale einer technologischen Diktatur zu geraten", warnt der Papst.

Bei den Entwicklern von Algorithmen und digitalen Technologien könne zudem kein "ethisches und verantwortungsvolles Handeln" vorausgesetzt werden, betont Franziskus. Der Papst wirbt daher für ein "verbindliches" internationales Abkommen. Technische Entwicklungen, "die nicht zu einer Verbesserung der Lebensqualität der gesamten Menschheit führen, sondern im Gegenteil Ungleichheiten und Konflikte verschärfen", seien kein "echter Fortschritt".

K.Marshall--EWJ

Empfohlen

Hunderte Schrauben und Nägel auf Autobahn: Reifenschäden an Fahrzeugen in Bayern

In Bayern haben Unbekannte hunderte Nägel und Schrauben auf der Autobahn 9 bei Hilpoltstein verteilt. Es kam zu Reifenschäden an mehreren Fahrzeugen, wie die Polizei in Nürnberg am Sonntag mitteilte. Das Geschehen trug sich am Samstagabend zu, Beamte fanden rund 250 Metallteile.

Mehrere Zwischenfälle mit Brandsätzen: Viel Arbeit für Polizei an Halloween

In der Halloween-Nacht ist es bundesweit zu mehreren Vorfällen mit Molotowcocktails gekommen. In Berlin fasste die Polizei nach eigenen Angaben zwei 14-Jährige, nachdem eines ihrer Einsatzfahrzeuge im Märkischen Viertel mit einem selbstgebauten Brandsatz beworfen worden war. Sie hatten demnach mit Benzin gefüllte Plastikflaschen bei sich. Ob die Jugendlichen auch den Molotowcocktail in Richtung Auto warfen, war unklar.

Eltern und Kinder entdecken in mehreren Orten Nadeln in Halloween-Süßigkeiten

Nach den Halloween-Feiern haben Eltern und Kinder nach Polizeiangaben gleich in mehreren Orten Nadeln in gesammelten Süßigkeiten entdeckt worden. Unter anderem in Eichsfeld in Thüringen sowie in Nürnberg in Bayern etwa wurden Metallnadeln in Süßwaren gefunden, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Im Landkreis Konstanz meldete die Polizei, dass "metallische Fremdkörper" in Halloween-Süßigkeiten entdeckt worden seien. Ähnliche Vorfälle wurden auch aus Misburg-Nord in Hannover und dem thüringischen Herbsleben gemeldet.

Dramatische Eskalation im Streit um Verfassungsgericht in Polen

In Polen ist der Streit um das Verfassungsgericht am Wochenende dramatisch eskaliert: Nachdem Anhänger der nationalkonservativen Opposition versucht hatten, das Gerichtsgebäude zu stürmen, sprach Regierungschef Donald Tusk am Samstag von einem Angriff auf "Demokratie und Rechtsstaat". Auch die EU-Kommission schaltete sich ein: Sie forderte den der Opposition nahestehenden Präsidenten Karol Nawrocki auf, die vom Parlament ernannten neuen Verfassungsrichter zu bestätigen.

Textgröße ändern: