English Woman's Journal - Argentinien: Demonstranten werfen Wahlsieger Milei Leugnung der Diktatur vor

Argentinien: Demonstranten werfen Wahlsieger Milei Leugnung der Diktatur vor


Argentinien: Demonstranten werfen Wahlsieger Milei Leugnung der Diktatur vor
Argentinien: Demonstranten werfen Wahlsieger Milei Leugnung der Diktatur vor / Foto: Luis ROBAYO - AFP

Hunderte Demonstranten in Argentinien haben die Ansichten des designierten Präsidenten Javier Milei über die Militärdiktatur in dem Land vor rund 40 Jahren angeprangert. Die Protestierenden schlossen sich am Donnerstag in der Hauptstadt Buenos Aires der Gruppe von Müttern an, die sich seit Jahrzehnten wöchentlich auf der Plaza de Mayo vor dem Präsidentensitz versammelt.

Textgröße ändern:

Die "Madres de la Plaza de Mayo" fordern Aufklärung über das Schicksal ihrer während der Militärdiktatur (1976-83) verschwundenen Kinder. Die 89-jährige Carmen Ramiro, die bis heute nicht weiß, was aus ihrem Ehemann und ihrem ältesten Sohn geworden ist, warnte am Donnerstag vor der "Leugnung" der Verbrechen der Diktatur durch die künftige Regierung.

Der politische Außenseiter Milei, der die Stichwahl um das Präsidentenamt am Sonntag gewonnen hatte, hat die offizielle Zahl von bis zu 30.000 verschwundenen Menschen während der Militärdiktatur in Frage gestellt.

Argentiniens Diktatur war eine der brutalsten Militärregierungen, die in Südamerika zwischen den 1950er und den 1980er Jahren herrschten. Zehntausende als Dissidenten beschuldigte Menschen wurden getötet oder verschwanden. Einige wurden aus Flugzeugen in den Río de la Plata oder in den Atlantik geworfen. Seit 2006 wurden mehr als 1000 Menschen wegen ihrer Rolle während der Diktatur für Verbrechen gegen die Menschlichkeit verurteilt.

Der rechtsgerichtete Milei bezeichnet diese Zeit als "Krieg", in dem es "Exzesse" gegeben habe.

Ch.Thomson--EWJ

Empfohlen

Pyrotechnik gegen Busse und Brandsätze: Viel Arbeit für Polizei an Halloween

In der Halloween-Nacht ist es in zahlreichen Städten zu Polizeieinsätzen wegen Vorfällen mit umherziehenden Menschengruppen gekommen. In Kiel zündeten Unbekannte zwei Brandsätze und auf einem Fußweg ausgekipptes Motorenöl an, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Zudem warfen mutmaßlich Jugendliche Steine von einer Brücke auf ein fahrendes Auto. In Berlin wurden laut Polizei unter anderem Linienbusse mit Pyrotechnik beschossen.

Krypto-Börse Binance nimmt nach schwerem Hackerangriff Auszahlungen wieder auf

Die weltgrößte Kryptowährungsplattform Binance hat nach dem massiven Hackerangriff die schrittweise Wiederaufnahme der Auszahlungen angekündigt. Die erste Serie von Auszahlungen sei im Netzwerk eröffnet, teilte das Unternehmen am Sonntag im Onlinedienst X mit. Die US-Bundespolizei FBI machte Nordkorea für den Hackerangriff verantwortlich, bei dem nach Angaben von Binance Werte in Höhe von 6,3 Milliarden Dollar (5,6 Milliarden Euro) geraubt wurden.

Mindestens ein Toter bei heftigen Regenfällen auf Galápagosinseln

Auf den Galápagosinseln ist mindestens ein Mensch bei starken Regenfällen ums Leben gekommen. Der Tod eines Bewohners sei bestätigt, und zwei weitere würden vermisst, erklärten die Behörden auf der zu Ecuador gehörenden Inselgruppe am Samstag (Ortszeit). 2000 Familien auf der Insel Santa Cruz seien von den Fluten betroffen. Die Regenfälle hatten am Freitagnachmittag eingesetzt.

Ausschreitungen nach "Gen Z"-Protesten - Plünderungen in Frankfurt am Main

Nach zunächst weitgehend friedlichen "GenZ"-Protesten ist es in mehreren deutschen Städten am Samstagabend zu Ausschreitungen gekommen. In Frankfurt am Main bewarfen Randalierer nach Angaben der Polizei Einsatzkräfte mit Molotowcocktails und schlugen die Scheiben mehrerer Geschäfte ein, darunter die eines Waffenladens. In Hamburg setzten die Beamten im Umfeld des Hauptbahnhofs mehrfach einen Wasserwerfer ein, nachdem sie aus größeren Menschengruppen heraus mit Pyrotechnik beworfen wurden.

Textgröße ändern: