English Woman's Journal - Mord an behindertem Sohn: Urteil gegen Mutter in Niedersachsen rechtskräftig

Mord an behindertem Sohn: Urteil gegen Mutter in Niedersachsen rechtskräftig


Mord an behindertem Sohn: Urteil gegen Mutter in Niedersachsen rechtskräftig
Mord an behindertem Sohn: Urteil gegen Mutter in Niedersachsen rechtskräftig / Foto: LOIC VENANCE - AFP/Archiv

Ein Urteil des Landgerichts Hildesheim gegen eine 54-jährige Frau wegen der Ermordung ihres schwerbehinderten Sohns ist rechtskräftig geworden. Der Bundesgerichtshof (BGH) verwarf die Revision der Angeklagten gegen die Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von dreieinhalb Jahren als unbegründet, wie das Landgericht am Freitag mitteilte.

Textgröße ändern:

Die Frau aus Sarstedt hatte ihrem Sohn nach Feststellungen des Gerichts im März 2021 über das Essen eine giftige Medikamentendosis verabreicht. Danach vergiftete sie sich selbst, um Suizid zu begehen. Der 17-jährige Sohn starb aufgrund der Vergiftung. Die Angeklagte konnte hingegen wiederbelebt werden.

Die Kammer ging in ihrem Urteil vom Mai von einem Mord aus, sah aber auch eine erheblich verminderte Schuldfähigkeit der Mutter, die durch die Betreuung des Sohns psychisch stark belastet war. Darüber hinaus war die Frau geständig.

Der Fall war insgesamt juristisch komplex. Als Mord wurde die Tat angeklagt, weil die Vergiftung über das Essen von der Staatsanwaltschaft als Heimtücke gewertet wurde. Heimtücke ist eines der Merkmale, die laut deutschem Strafrecht aus einem Tötungsverbrechen einen Mord werden lassen.

L.Ross--EWJ

Empfohlen

Pyrotechnik gegen Busse und Brandsätze: Viel Arbeit für Polizei an Halloween

In der Halloween-Nacht ist es in zahlreichen Städten zu Polizeieinsätzen wegen Vorfällen mit umherziehenden Menschengruppen gekommen. In Kiel zündeten Unbekannte zwei Brandsätze und auf einem Fußweg ausgekipptes Motorenöl an, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Zudem warfen mutmaßlich Jugendliche Steine von einer Brücke auf ein fahrendes Auto. In Berlin wurden laut Polizei unter anderem Linienbusse mit Pyrotechnik beschossen.

Krypto-Börse Binance nimmt nach schwerem Hackerangriff Auszahlungen wieder auf

Die weltgrößte Kryptowährungsplattform Binance hat nach dem massiven Hackerangriff die schrittweise Wiederaufnahme der Auszahlungen angekündigt. Die erste Serie von Auszahlungen sei im Netzwerk eröffnet, teilte das Unternehmen am Sonntag im Onlinedienst X mit. Die US-Bundespolizei FBI machte Nordkorea für den Hackerangriff verantwortlich, bei dem nach Angaben von Binance Werte in Höhe von 6,3 Milliarden Dollar (5,6 Milliarden Euro) geraubt wurden.

Mindestens ein Toter bei heftigen Regenfällen auf Galápagosinseln

Auf den Galápagosinseln ist mindestens ein Mensch bei starken Regenfällen ums Leben gekommen. Der Tod eines Bewohners sei bestätigt, und zwei weitere würden vermisst, erklärten die Behörden auf der zu Ecuador gehörenden Inselgruppe am Samstag (Ortszeit). 2000 Familien auf der Insel Santa Cruz seien von den Fluten betroffen. Die Regenfälle hatten am Freitagnachmittag eingesetzt.

Ausschreitungen nach "Gen Z"-Protesten - Plünderungen in Frankfurt am Main

Nach zunächst weitgehend friedlichen "GenZ"-Protesten ist es in mehreren deutschen Städten am Samstagabend zu Ausschreitungen gekommen. In Frankfurt am Main bewarfen Randalierer nach Angaben der Polizei Einsatzkräfte mit Molotowcocktails und schlugen die Scheiben mehrerer Geschäfte ein, darunter die eines Waffenladens. In Hamburg setzten die Beamten im Umfeld des Hauptbahnhofs mehrfach einen Wasserwerfer ein, nachdem sie aus größeren Menschengruppen heraus mit Pyrotechnik beworfen wurden.

Textgröße ändern: