English Woman's Journal - Synodaler Ausschuss der katholischen Kirche soll öffentlich tagen

Synodaler Ausschuss der katholischen Kirche soll öffentlich tagen


Synodaler Ausschuss der katholischen Kirche soll öffentlich tagen
Synodaler Ausschuss der katholischen Kirche soll öffentlich tagen / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP/Archiv

Der neue synodale Ausschuss der katholischen Kirche mit Bischöfen und Laien soll "im Regelfall" öffentlich tagen. Das erklärte nach der Konstituierung des Ausschusses am Samstag die Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Irme Stetter-Karp. "Damit wird eine Form von Transparenz hergestellt, die ich für wichtig halte."

Textgröße ändern:

"Wir sind es Katholikinnen und Katholiken, aber im Kern allen interessierten Menschen schuldig, sie zu informieren", fügte Stetter-Karp hinzu. Der Ausschuss habe sich zudem auf eine künftige Entscheidungsfindung mit Zweidrittelmehrheit aller anwesenden Mitglieder geeinigt.

Stetter-Karp erinnert zum Abschluss der konstituierenden Sitzung daran, wie der Synodale Weg der katholischen Kirche in Deutschland begonnen hatte: Eine Studie von 2018 habe offenbar gemacht, wie massiv der Missbrauchsskandal in der Kirche "war und ist". Das ZdK sei von den deutschen Bischöfen 2019 einstimmig gebeten worden, mit ihnen auf einen synodalen Weg zu gehen, um Ursachen zu analysieren und nach Lösungen zu suchen. "Die Arbeit im Synodalen Ausschuss folgt dieser Spur."

In Essen waren am Freitag Bischöfe, 27 Delegierte des ZdK als Laienvertretung sowie 20 gewählte Mitglieder zu zweitägigen Beratungen zusammengekommen. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, erklärte am Samstag, mit der Konstituierung des synodalen Ausschusses sei "ein Arbeitsinstrument" geschaffen worden, das für die öffentliche Wahrnehmung mit einem anderen Status verbunden sei als eine Synodalversammlung. "Ich denke, dass wir hier die Formen der weiteren Zusammenarbeit auf einen guten Weg gebracht haben."

Der Ausschuss soll bis 2026 einen synodalen Rat vorbereiten. Der Vatikan erklärte allerdings, die deutsche Kirche dürfe kein solches Gremium schaffen.

Obwohl er von einer großen Mehrheit der Bistümer getragen wird, sorgt der synodale Ausschuss bei konservativen Bischöfen für Kritik. Vier Bistümer verweigerten die finanzielle Unterstützung, darunter das Erzbistum Köln mit dessen Kardinal Rainer Maria Woelki. Der konservative Passauer Bischof Stefan Oster will vorerst nicht am synodalen Ausschuss mitarbeiten.

R.Wilson--EWJ

Empfohlen

FBI macht Nordkorea für Milliarden-Hack bei Krypto-Börse Binance verantwortlich

Die US-Bundespolizei FBI macht Nordkorea für den milliardenschweren Hackerangriff auf die Kryptowährungsbörse Binance verantwortlich. Dies teilte das FBI am Samstagabend (Ortszeit) mit. Bereits am Freitag hatte US-Präsident Donald Trump erklärt, die USA prüften, ob Nordkorea hinter der Attacke stecke.

Brief an Epstein: Trump-Klage gegen "Wall Street Journal" endgültig abgewiesen

Im Skandal um den verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein hat ein US-Richter eine Verleumdungsklage von Präsident Donald Trump gegen das "Wall Street Journal" endgültig abgewiesen. US-Bundesrichter Darrin Gayles aus Florida urteilte am Samstag im Streit um einen mutmaßlichen anzüglichen Trump-Brief an Epstein, der Präsident habe nicht nachgewiesen, dass die Zeitung "böswillig" Falschbehauptungen über ihn veröffentlicht habe.

Streit um Polens Verfassungsgericht: Tusk beklagt Angriff auf "Demokratie und Rechtsstaat"

Im Machtkampf um Polens Verfassungsgericht hat Regierungschef Donald Tusk der nationalkonservativen Opposition einen Angriff auf Demokratie und Rechtsstaat vorgeworfen. "Lasst uns die Dinge beim Namen nennen", sagte Tusk am Samstagabend in einem Onlinevideo. "Seit Jahren gibt es in Polen Organisationen und Politiker, die die Demokratie und den Rechtsstaat zerstören wollen."

Zusammenstöße mit der Polizei nach "GenZ"-Protesten in mehreren Städten

Nach den bundesweiten Jugendprotesten der Gruppierung "GenZ regelt" hat es in mehreren Städten Zusammenstöße mit der Polizei gegeben. In Frankfurt am Main wurden Beamte laut Polizeiangaben am Samstag mit Böllern und Steinen beworfen, die Behörden setzten deswegen Wasserwerfer ein. Mindestens ein Polizist wurde demnach verletzt und musste ärztlich behandelt werden. Am Abend war in Frankfurt nach Polizeiangaben auch ein Polizei-Hubschrauber im Einsatz.

Textgröße ändern: