English Woman's Journal - Tödlicher Schlauchbootunfall auf der Neiße: Anklage gegen Veranstalter

Tödlicher Schlauchbootunfall auf der Neiße: Anklage gegen Veranstalter


Tödlicher Schlauchbootunfall auf der Neiße: Anklage gegen Veranstalter
Tödlicher Schlauchbootunfall auf der Neiße: Anklage gegen Veranstalter / Foto: John MACDOUGALL - AFP/Archiv

Mehr als zwei Jahre nach einem tödlichen Schlauchbootunfall auf der Neiße hat die Staatsanwaltschaft Dresden Anklage gegen den Veranstalter erhoben. Dem 34-jährigen Geschäftsführer einer polnischen Gesellschaft, die Schlauchbootfahrten auf dem Grenzfluss anbietet, wird fahrlässige Tötung vorgeworfen, wie die sächsische Justizbehörde am Donnerstag erklärte.

Textgröße ändern:

Der Unfall des mit vier Männern besetzten Schlauchbootes hatte sich Ende August 2021 ereignet. Die Neiße führte damals Hochwasser. Das Boot drehte sich bei der Fahrt über ein Wehr, wodurch das Heck ins Wasser eintauchte und ein 62-Jähriger aus dem Schlauchboot gerissen wurde. Beim Versuch, ans Ufer zu schwimmen, geriet der Mann in die sogenannte Wasserwalze unterhalb des Wehrs und wurde durch die Strömung unter Wasser gedrückt. Er ertrank.

Der Anklage zufolge hatten die vier Arbeitskollegen vor der Bootsfahrt zwar Schwimmwesten und eine Einweisung erhalten, wonach sie die Wehre gerade überfahren sollten. Allerdings seien sie nicht auf den hohen Wasserstand der Neiße und damit verbundene Gefahren, insbesondere beim Überfahren des Wehrs, hingewiesen worden.

Der 34-jährige deutsche Beschuldigte trägt nach Ansicht der Staatsanwaltschaft die Verantwortung dafür, weil er das Befahren des Wehrs mit dem Schlauchboot durch eine unerfahrene Bootsbesatzung nicht verhindert habe. Auch habe er seine Mitarbeiter nicht angehalten, auf die Risiken sowie die Möglichkeit hinzuweisen, die Fahrt auf der Neiße erst unterhalb des Wehrs zu beginnen.

Der Mann bestreitet den Angaben zufolge den Tatvorwurf. Das Amtsgericht Dresden muss nun über die Eröffnung des Hauptverfahrens und die Zulassung der Anklage entscheiden.

St.Ch.Russell--EWJ

Empfohlen

FBI macht Nordkorea für Milliarden-Hack bei Krypto-Börse Binance verantwortlich

Die US-Bundespolizei FBI macht Nordkorea für den milliardenschweren Hackerangriff auf die Kryptowährungsbörse Binance verantwortlich. Dies teilte das FBI am Samstagabend (Ortszeit) mit. Bereits am Freitag hatte US-Präsident Donald Trump erklärt, die USA prüften, ob Nordkorea hinter der Attacke stecke.

Brief an Epstein: Trump-Klage gegen "Wall Street Journal" endgültig abgewiesen

Im Skandal um den verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein hat ein US-Richter eine Verleumdungsklage von Präsident Donald Trump gegen das "Wall Street Journal" endgültig abgewiesen. US-Bundesrichter Darrin Gayles aus Florida urteilte am Samstag im Streit um einen mutmaßlichen anzüglichen Trump-Brief an Epstein, der Präsident habe nicht nachgewiesen, dass die Zeitung "böswillig" Falschbehauptungen über ihn veröffentlicht habe.

Streit um Polens Verfassungsgericht: Tusk beklagt Angriff auf "Demokratie und Rechtsstaat"

Im Machtkampf um Polens Verfassungsgericht hat Regierungschef Donald Tusk der nationalkonservativen Opposition einen Angriff auf Demokratie und Rechtsstaat vorgeworfen. "Lasst uns die Dinge beim Namen nennen", sagte Tusk am Samstagabend in einem Onlinevideo. "Seit Jahren gibt es in Polen Organisationen und Politiker, die die Demokratie und den Rechtsstaat zerstören wollen."

Zusammenstöße mit der Polizei nach "GenZ"-Protesten in mehreren Städten

Nach den bundesweiten Jugendprotesten der Gruppierung "GenZ regelt" hat es in mehreren Städten Zusammenstöße mit der Polizei gegeben. In Frankfurt am Main wurden Beamte laut Polizeiangaben am Samstag mit Böllern und Steinen beworfen, die Behörden setzten deswegen Wasserwerfer ein. Mindestens ein Polizist wurde demnach verletzt und musste ärztlich behandelt werden. Am Abend war in Frankfurt nach Polizeiangaben auch ein Polizei-Hubschrauber im Einsatz.

Textgröße ändern: