English Woman's Journal - Prozess um islamistisch motivierte Messerangriffe in Duisburg begonnen

Prozess um islamistisch motivierte Messerangriffe in Duisburg begonnen


Prozess um islamistisch motivierte Messerangriffe in Duisburg begonnen
Prozess um islamistisch motivierte Messerangriffe in Duisburg begonnen / Foto: Odd ANDERSEN - AFP/Archiv

Rund ein halbes Jahr nach den mutmaßlich islamistisch motivierten Messerangriffen mit einem Toten in Duisburg hat am Montag vor dem Oberlandesgericht in Düsseldorf der Prozess begonnen. Angeklagt ist ein heute 27-jähriger mutmaßlicher Islamist. Die Bundesanwaltschaft wirft Maan D. Mord, versuchten Mord sowie gefährliche und schwere Körperverletzung vor. Der Syrer sitzt seit dem 24. April in Untersuchungshaft.

Textgröße ändern:

Laut der zum Auftakt verlesenen Anklage folgte D. während der Tat der Ideologie der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS). Daher habe er die freiheitliche Lebensweise abgelehnt, einen Beitrag zum weltweiten Dschihad leisten und vermeintlich Ungläubige in Deutschland töten wollen, wie der Vertreter der Bundesanwaltschaft sagte.

Die Bundesanwaltschaft wirft D. vor, in der Nacht zum Ostersonntag einen 35-Jährigen bei einer zufälligen Begegnung in der Duisburger Innenstadt mit einem Messer attackiert zu haben. Er stach diesem demnach mindestens 28 Mal in Bauch, Kopf und Nacken. Danach floh er unerkannt vom Tatort. Das Opfer starb noch am selben Tag an seinen Verletzungen.

Neun Tage später sei D. dann in ein Fitnessstudio gegangen mit dem Ziel, "möglichst viele Männer zu töten". Im Bereich von Dusche und Umkleide habe er wahllos drei Männer mit einem Messer angegriffen und ihnen zum Teil mehrfach in den Oberkörper gestochen. Eines der Opfer schwebte noch Tage später in Lebensgefahr. Der Anklage nach stach D. außerdem einem Ersthelfer zweimal in den Oberschenkel.

Der Angeklagte sei während der Tat nach seinem Selbstverständnis "Soldat des IS" gewesen, wie der Vertreter der Bundesanwaltschaft am Rande des Prozessauftakts vor Journalisten sagte. Alle Menschen, die in Deutschland am gesellschaftlichen Leben teilnähmen und sich nicht der Scharia verpflichtet fühlten, seien aus dessen Sicht "todeswürdig" gewesen. Die Taten seien daher ein Angriff auf das freiheitlich-demokratische System.

Das Gericht setzte für den Prozess zahlreiche Termine bis zum 22. Januar kommenden Jahres an.

R.Sutherland--EWJ

Empfohlen

Streit um Polens Verfassungsgericht: Tusk beklagt Angriff auf "Demokratie und Rechtsstaat"

Im Machtkampf um Polens Verfassungsgericht hat Regierungschef Donald Tusk der nationalkonservativen Opposition einen Angriff auf Demokratie und Rechtsstaat vorgeworfen. "Lasst uns die Dinge beim Namen nennen", sagte Tusk am Samstagabend in einem Onlinevideo. "Seit Jahren gibt es in Polen Organisationen und Politiker, die die Demokratie und den Rechtsstaat zerstören wollen."

Zusammenstöße mit der Polizei nach "GenZ"-Protesten in mehreren Städten

Nach den bundesweiten Jugendprotesten der Gruppierung "GenZ regelt" hat es in mehreren Städten Zusammenstöße mit der Polizei gegeben. In Frankfurt am Main wurden Beamte laut Polizeiangaben am Samstag mit Böllern und Steinen beworfen, die Behörden setzten deswegen Wasserwerfer ein. Mindestens ein Polizist wurde demnach verletzt und musste ärztlich behandelt werden. Am Abend war in Frankfurt nach Polizeiangaben auch ein Polizei-Hubschrauber im Einsatz.

Hunderttausende demonstrieren in Frankreich - erneut gewaltsame Zusammenstöße

In Frankreich sind am dritten Samstag in Folge hunderttausende Menschen gegen hohe Lebenshaltungskosten und Missstände im Bildungssystem auf die Straße gegangen. Nach Angaben des Innenministeriums demonstrierten landesweit 320.000 Menschen, die Veranstalter sprachen von einer halben Million Teilnehmern. In Paris und weiteren Städten kam es erneut zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei, mehr als 290 Menschen wurden festgenommen.

Zusammenstöße mit der Polizei am Rande von "GenZ"-Protesten in mehreren Städten

Am Rande der bundesweiten Jugendproteste der Gruppierung "GenZ regelt" hat es in mehreren Städten Zusammenstöße mit der Polizei gegeben. In Frankfurt am Main wurden Beamte laut Polizeiangaben am Samstag mit Steinen beworfen, die Behörden setzten deswegen Wasserwerfer ein. Mindestens ein Polizist wurde demnach verletzt und musste ärztlich behandelt werden.

Textgröße ändern: