English Woman's Journal - Lebenslange Haft in Prozess um Mord an Frau mit dutzenden Messerstichen in Hessen

Lebenslange Haft in Prozess um Mord an Frau mit dutzenden Messerstichen in Hessen


Lebenslange Haft in Prozess um Mord an Frau mit dutzenden Messerstichen in Hessen
Lebenslange Haft in Prozess um Mord an Frau mit dutzenden Messerstichen in Hessen / Foto: Odd ANDERSEN - AFP/Archiv

In einem Prozess um einen Mord an einer Frau mit dutzenden Messerstichen hat das Landgericht im hessischen Marburg den Angeklagten zu lebenslanger Haft verurteilt. Die Kammer sei vom Mordmerkmal der Heimtücke ausgegangen, sagte ein Gerichtssprecher am Freitag. Das Gericht sah es demnach als erwiesen an, dass der 35-Jährige seine getrennt von ihm lebende Ehefrau vor rund einem Jahr erstochen hatte.

Textgröße ändern:

Bereits im Juli 2022 hatte er sie bedroht. In der Nacht zum 30. Oktober traf er dann in einer Bar auf die Frau. Dort forderte er sie auf, die Gaststätte für ein gemeinsames Gespräch zu verlassen, was die Frau jedoch ablehnte. Der Mann ging dann allein.

Später lauerte er der arg- und wehrlosen Frau vor ihrer Haustür auf. Mit einem etwa 19 Zentimeter langen Küchenmesser stach er auf sie ein und tötete sie mit Stichen und Schnitten am ganzen Körper. Der Mann stellte sich daraufhin in der Stadtallendorfer Polizeistation. Eine spätere Obduktion der Toten ergab, dass die Frau an Organverletzungen und hohem Blutverlust gestorben war.

Im Prozess beantragte die Staatsanwaltschaft in ihrem Plädoyer neben der lebenslangen Haft wegen Mordes die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld. Dem kam das Gericht nicht nach. Auch das von der Staatsanwaltschaft vorgeworfene Mordmerkmal der niederen Beweggründe sah das Gericht nicht.

Ch.Thomson--EWJ

Empfohlen

Streit um Verfassungsgericht: Polens Präsident bestellt Regierung und Opposition ein

Nach einer nächtlichen Eskalation im Konflikt um Polens Verfassungsgericht hat Präsident Karol Nawrocki Politiker aller im Parlament vertretenen Parteien einbestellt. "Aufgrund der Bedrohung, die auf der inneren Sicherheit der Republik Polen lastet, berufe ich heute dringende Konsultationen unter Beteiligung von Vertretern der im Parlament vertretenen Kräfte ein", erklärte Nawrocki in einer von seinem Kabinettschef Pawel Szefernaker am Samstag verlesenen Stellungnahme.

Eskalation um Polens Verfassungsgericht: Regierungsgegner versuchen auf Gelände vorzudringen

In Polen ist der seit Jahren schwelende Streit um das Verfassungsgericht eskaliert. Anhänger der nationalkonservativen Opposition versuchten am Freitagabend, Absperrungen vor dem Gericht in Warschau zu durchbrechen und auf das Gelände vorzudringen. Bereitschaftspolizisten hielten sie auf, wie ein AFP-Journalist beobachtete. In der Nacht zum Samstag traf Staatspräsident Karol Nawrocki am Gericht ein und betrat das von der Polizei abgeriegelte Gelände, wie sein Kabinettschef Pawel Szefernaker mitteilte.

Kryptowährungsbörse Binance will nach Hackerangriff "alle Verluste" ersetzen

Nach einem massiven Hackerangriff hat die weltgrößte Kryptowährungsbörse Binance angekündigt, Anlegern sämtliche Verluste auszugleichen. Binance habe bereits mehr als 6,3 Milliarden Dollar (umgerechnet 5,6 Milliarden Euro) zurückgestellt, um gestohlene Vermögenswerte abdecken zu können, teilte Co-Unternehmenschef Richard Teng am Freitag im Onlinedienst X mit. Das Unternehmen werde "alle Verluste" ersetzen.

Prozess um Mord an Fabian aus Güstrow: Verteidigung fordert Freispruch

Im Mordprozess um den Tod des achtjährigen Fabian aus Güstrow in Mecklenburg-Vorpommern hat die Verteidigung einen Freispruch für die angeklagte Gina H. gefordert. Es gebe ihrer Ansicht nach keine lückenlose Beweiskette, um der Angeklagten den Mord an dem Kind nachzuweisen, sagte deren Anwälte am Freitag vor dem Landgericht Rostock. Die Anklage stütze sich auf Vermutungen und Spekulationen.

Textgröße ändern: