English Woman's Journal - Ryanair scheitert auch vor EuGH mit Klagen gegen Corona-Hilfen für SAS

Ryanair scheitert auch vor EuGH mit Klagen gegen Corona-Hilfen für SAS


Ryanair scheitert auch vor EuGH mit Klagen gegen Corona-Hilfen für SAS
Ryanair scheitert auch vor EuGH mit Klagen gegen Corona-Hilfen für SAS / Foto: JOHAN NILSSON - AFP/Archiv

Die Fluggesellschaft Ryanair ist mit Klagen gegen staatliche Beihilfen für die Konkurrenz-Airline SAS endgültig gescheitert. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg wies die Ryanair-Klagen am Donnerstag ab. Es ging um Unterstützung für SAS zu Beginn der Corona-Pandemie im Frühling 2020. (Az. C-320/21 u.a.)

Textgröße ändern:

Dänemark und Schweden hatten im April 2020 bei der EU-Kommission Darlehensgarantien für SAS angemeldet. Sie sollten die Schäden für ausgefallene Flüge teilweise ausgleichen. Die Kommission genehmigte die Beihilfen wenig später. Dagegen klagte Ryanair vor dem Gericht der EU.

Dieses wies die Klagen jedoch im April 2021 ab und erklärte, dass die Hilfen mit EU-Recht vereinbar seien. Die schwedischen und dänischen Bürgschaften für SAS stellten keine Diskriminierung dar. Die Ungleichbehandlung sei geeignet, das Ziel - nämlich die teilweise Behebung der durch die Pandemie entstandenen Schäden - zu erreichen.

Sie gehe auch nicht darüber hinaus, was zur Erreichung dieses Ziels erforderlich sei, da SAS in Dänemark und Schweden den größten Marktanteil besitze und dieser deutlich höher sei als der ihrer größten Wettbewerber. Ryanair wandte sich gegen diese Entscheidung an den EuGH als nächsthöhere Instanz.

Dort scheiterte die Airline nun jedoch. Der EuGH erklärte, dass die Beihilfen auf SAS beschränkt werden durften. Eine weitere Klage von Ryanair gegen andere Hilfen für SAS hatte dagegen im Mai dieses Jahres Erfolg vor dem Gericht der EU.

N.M.Shaw--EWJ

Empfohlen

Streit um Verfassungsgericht: Polens Präsident bestellt Regierung und Opposition ein

Nach einer nächtlichen Eskalation im Konflikt um Polens Verfassungsgericht hat Präsident Karol Nawrocki Politiker aller im Parlament vertretenen Parteien einbestellt. "Aufgrund der Bedrohung, die auf der inneren Sicherheit der Republik Polen lastet, berufe ich heute dringende Konsultationen unter Beteiligung von Vertretern der im Parlament vertretenen Kräfte ein", erklärte Nawrocki in einer von seinem Kabinettschef Pawel Szefernaker am Samstag verlesenen Stellungnahme.

Eskalation um Polens Verfassungsgericht: Regierungsgegner versuchen auf Gelände vorzudringen

In Polen ist der seit Jahren schwelende Streit um das Verfassungsgericht eskaliert. Anhänger der nationalkonservativen Opposition versuchten am Freitagabend, Absperrungen vor dem Gericht in Warschau zu durchbrechen und auf das Gelände vorzudringen. Bereitschaftspolizisten hielten sie auf, wie ein AFP-Journalist beobachtete. In der Nacht zum Samstag traf Staatspräsident Karol Nawrocki am Gericht ein und betrat das von der Polizei abgeriegelte Gelände, wie sein Kabinettschef Pawel Szefernaker mitteilte.

Kryptowährungsbörse Binance will nach Hackerangriff "alle Verluste" ersetzen

Nach einem massiven Hackerangriff hat die weltgrößte Kryptowährungsbörse Binance angekündigt, Anlegern sämtliche Verluste auszugleichen. Binance habe bereits mehr als 6,3 Milliarden Dollar (umgerechnet 5,6 Milliarden Euro) zurückgestellt, um gestohlene Vermögenswerte abdecken zu können, teilte Co-Unternehmenschef Richard Teng am Freitag im Onlinedienst X mit. Das Unternehmen werde "alle Verluste" ersetzen.

Prozess um Mord an Fabian aus Güstrow: Verteidigung fordert Freispruch

Im Mordprozess um den Tod des achtjährigen Fabian aus Güstrow in Mecklenburg-Vorpommern hat die Verteidigung einen Freispruch für die angeklagte Gina H. gefordert. Es gebe ihrer Ansicht nach keine lückenlose Beweiskette, um der Angeklagten den Mord an dem Kind nachzuweisen, sagte deren Anwälte am Freitag vor dem Landgericht Rostock. Die Anklage stütze sich auf Vermutungen und Spekulationen.

Textgröße ändern: