English Woman's Journal - UN-Kommissar sieht Menschenrechte durch Klimawandel gefährdet

UN-Kommissar sieht Menschenrechte durch Klimawandel gefährdet


UN-Kommissar sieht Menschenrechte durch Klimawandel gefährdet
UN-Kommissar sieht Menschenrechte durch Klimawandel gefährdet / Foto: Fabrice COFFRINI - AFP

Der Klimawandel gefährdet nach den Worten von UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk in zahlreichen Ländern die Einhaltung der Menschenrechte. Der Klimawandel treibe "Millionen Menschen in die Hungersnot" und zerstöre "Hoffnungen, Chancen, Häuser und Leben", sagte der UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk am Montag in Genf. Angesichts einer bereits eingetretenen "dystopischen Zukunft" brauche die Welt keine weiteren Warnungen: "Wir müssen jetzt dringend handeln", forderte Türk in seiner Rede zur Eröffnung der 54. Sitzung des UN-Menschenrechtsrats.

Textgröße ändern:

Als Beispiele für den "ökologischen Horror" nannte Türk unter anderem die Stadt Basra im Irak, wo "Dürre, sengende Hitze, extreme Umweltverschmutzung und schnell versiegende Frischwasservorräte karge Landschaften aus Schutt und Staub schaffen". Zudem trieben die Auswirkungen des Klimawandels immer mehr Menschen weltweit in die Flucht.

Türk zeigte sich in diesem Zusammenhang "schockiert über die Nonchalance", mit der die steigende Zahl von Todesfällen unter Flüchtlingen wahrgenommen werde. "Es ist offensichtlich, dass viel mehr Migranten und Flüchtlinge unbemerkt sterben", sagte er mit Verweis auf die mehr als 2300 Menschen, die in diesem Jahr bei der Flucht übers Mittelmeer als tot oder vermisst gemeldet wurden.

Türk nannte zudem den Ärmelkanal, den Golf von Bengalen, die Karibik und die Grenze zwischen den USA und Mexiko, wo jährlich zahlreiche Menschen bei Fluchtversuchen ums Leben kommen. Der UN-Menschenrechtskommissar bekräftigte seine Forderung nach Aufklärung nach Berichten über mutmaßliche Massentötungen und Misshandlungen von Migranten durch saudiarabische Grenzschützer. Diese sollen seit Anfang 2022 hunderte äthiopische Migranten an der Grenze zum Jemen getötet haben.

Zugleich prangerte Türk eine "Politik der Täuschung" an. Mithilfe neuer Technologien würden "massenhaft Lügen und Falschinformationen verbreitet, um Chaos zu säen, zu verwirren und letztlich die Realität zu leugnen und sicherzustellen, dass keine Maßnahmen ergriffen werden, die die Interessen der etablierten Eliten gefährden könnten", sagte er. Das offensichtlichste Beispiel dafür sei der Klimawandel.

K.McMillan--EWJ

Empfohlen

Kryptowährungsbörse Binance will nach Hackerangriff "alle Verluste" ersetzen

Nach einem massiven Hackerangriff hat die weltgrößte Kryptowährungsbörse Binance angekündigt, Anlegern sämtliche Verluste auszugleichen. Binance habe bereits mehr als 6,3 Milliarden Dollar (umgerechnet 5,6 Milliarden Euro) zurückgestellt, um gestohlene Vermögenswerte abdecken zu können, teilte Co-Unternehmenschef Richard Teng am Freitag im Onlinedienst X mit. Das Unternehmen werde "alle Verluste" ersetzen.

Prozess um Mord an Fabian aus Güstrow: Verteidigung fordert Freispruch

Im Mordprozess um den Tod des achtjährigen Fabian aus Güstrow in Mecklenburg-Vorpommern hat die Verteidigung einen Freispruch für die angeklagte Gina H. gefordert. Es gebe ihrer Ansicht nach keine lückenlose Beweiskette, um der Angeklagten den Mord an dem Kind nachzuweisen, sagte deren Anwälte am Freitag vor dem Landgericht Rostock. Die Anklage stütze sich auf Vermutungen und Spekulationen.

Papst Leo XIV. hat seine Stimme bei den Kongresswahlen in den USA abgegeben

Der in den USA geborene Papst Leo XIV. hat nach Angaben des Vatikans seine Stimme bei den Kongresswahlen in seinem Heimatland per Briefwahl abgegeben. Der Pontifex habe "sein Wahlrecht als US-Bürger wahrgenommen", erklärte der Vatikan am Freitag. "Im Einklang mit dieser langjährigen Praxis bürgerlichen Engagements" habe der Papst "seinen Briefwahlzettel in Chicago eingereicht", hieß es weiter.

Landesweite Proteste in Italien gegen hohe Preise

Begleitet von einem massiven Polizeiaufgebot haben in Italien zahlreiche Menschen gegen steigende Lebenshaltungskosten und für mehr Geld für Bildung demonstriert. An den Protesten in landesweit dutzenden Städten nahmen am Freitag unter anderem Schüler, Studenten, Arbeiter, Landwirte und Rentner teil. Die Gewerkschaft USB hatte zu einem Generalstreik aufgerufen.

Textgröße ändern: