English Woman's Journal - Nicaragua verbietet alle Aktivitäten der Jesuiten

Nicaragua verbietet alle Aktivitäten der Jesuiten


Nicaragua verbietet alle Aktivitäten der Jesuiten
Nicaragua verbietet alle Aktivitäten der Jesuiten / Foto: Cesar PEREZ - Nicaraguan Presidency/AFP/Archiv

Die Regierung von Präsident Daniel Ortega in Nicaragua hat alle Aktivitäten der Jesuiten verboten. Zugleich werde der Besitz der katholischen Ordensgemeinschaft beschlagnahmt, erklärte am Mittwoch (Ortszeit) das Innenministerium in Managua. Zur Begründung wurden verwaltungstechnische Unregelmäßigkeiten angeführt, unter anderem hätten die Jesuiten zwischen 2020 und 2022 keinen Finanzplan bei den Behörden vorgelegt.

Textgröße ändern:

Die Jesuiten betreiben in der Hauptstadt Managua mindestens zwei Schulen sowie weitere Bildungseinrichtungen in anderen Teilen des Landes. Erst in der vergangenen Woche hatte die von Jesuiten geführte Universität Centroamericana in Managua erklärt, dass sie ihre Aktivitäten aussetzt. Zuvor hatte ein Gericht die Konfiszierung der Güter der rund 5000 Studenten zählenden Universität mit der Begründung verfügt, dass die Bildungseinrichtung ein "Zentrum des Terrorismus" sei.

Nicaragua wird seit vielen Jahren von dem linksgerichteten Ex-Guerillero Ortega regiert. Die Beziehungen zwischen ihm und der katholischen Kirche sind seit 2018 stark angespannt. Damals hatten Demonstranten, die den Rücktritt Ortegas forderten, Zuflucht in Kirchen gefunden. Bei der Niederschlagung der Proteste wurden nach UN-Angaben mehr als 300 Menschen getötet.

Ortega wirft dem katholischen Klerus vor, zusammen mit der US-Regierung seinen Sturz herbeiführen zu wollen. Im Februar war ein regierungskritischer Bischof wegen "Konspiration und Verbreitung von Falschnachrichten" zu mehr als 26 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Papst Franziskus hatte sich daraufhin "besorgt" und "traurig" über die Lage in Nicaragua geäußert. Im März drohte dann das Außenministerium, die Regierung ziehe die Suspendierung ihrer diplomatischen Beziehungen mit dem Heiligen Stuhl in Betracht.

D.Findlay--EWJ

Empfohlen

Prozess um Mord an Fabian aus Güstrow: Verteidigung fordert Freispruch

Im Mordprozess um den Tod des achtjährigen Fabian aus Güstrow in Mecklenburg-Vorpommern hat die Verteidigung einen Freispruch für die angeklagte Gina H. gefordert. Es gebe ihrer Ansicht nach keine lückenlose Beweiskette, um der Angeklagten den Mord an dem Kind nachzuweisen, sagte deren Anwälte am Freitag vor dem Landgericht Rostock. Die Anklage stütze sich auf Vermutungen und Spekulationen.

Papst Leo XIV. hat seine Stimme bei den Kongresswahlen in den USA abgegeben

Der in den USA geborene Papst Leo XIV. hat nach Angaben des Vatikans seine Stimme bei den Kongresswahlen in seinem Heimatland per Briefwahl abgegeben. Der Pontifex habe "sein Wahlrecht als US-Bürger wahrgenommen", erklärte der Vatikan am Freitag. "Im Einklang mit dieser langjährigen Praxis bürgerlichen Engagements" habe der Papst "seinen Briefwahlzettel in Chicago eingereicht", hieß es weiter.

Landesweite Proteste in Italien gegen hohe Preise

Begleitet von einem massiven Polizeiaufgebot haben in Italien zahlreiche Menschen gegen steigende Lebenshaltungskosten und für mehr Geld für Bildung demonstriert. An den Protesten in landesweit dutzenden Städten nahmen am Freitag unter anderem Schüler, Studenten, Arbeiter, Landwirte und Rentner teil. Die Gewerkschaft USB hatte zu einem Generalstreik aufgerufen.

Kryptobörse Binance meldet massiven Hackerangriff - Höhe des Schadens unklar

Die weltgrößte Kryptowährungsplattform Binance ist nach eigenen Angaben Ziel eines schweren Hackerangriffs geworden. Die Höhe des Schadens blieb aber zunächst unklar: Binance erklärte am Donnerstag, Kundenkonten seien "vollkommen sicher" - aber auch, dass die Plattform alle Verluste ersetzen werde. Vermutet hinter dem Angriff werden Hacker aus Nordkorea. Die Kurse von Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ether fielen.

Textgröße ändern: