English Woman's Journal - Berliner Polizeigewerkschaft will Entschädigung für angegriffene Beamte

Berliner Polizeigewerkschaft will Entschädigung für angegriffene Beamte


Berliner Polizeigewerkschaft will Entschädigung für angegriffene Beamte
Berliner Polizeigewerkschaft will Entschädigung für angegriffene Beamte / Foto: Daniel ROLAND - AFP/Archiv

Angesichts vermehrter Angriffe auf Polizistinnen und Polizisten hat der Berliner Landesverband der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) eine "Angriffsentschädigung" für Betroffene gefordert. Diese sollte 2000 Euro bei einem körperlichem Angriff und 1000 Euro bei einer Beleidigung betragen, schlug die Gewerkschaft am Mittwoch vor. Gefordert wird die Entschädigung für Kräfte von Polizei, Feuerwehr und Ordnungsamt - sowohl für verbeamtete als auch tarifbeschäftigte Kräfte.

Textgröße ändern:

Die Zahlung soll unabhängig von der Schwere der Verletzung nach einem abgeschlossenen Strafverfahren erfolgen und zudem einkommenssteuer- und pfändungsfrei sein. Eine solche Angriffsentschädigung forderte kürzlich ebenfalls der Hamburger Landesverband der Polizeigewerkschaft. In Hessen wurde eine Entschädigung in Höhe von 2000 Euro bereits Ende 2021 eingeführt.

Laut Polizeilicher Kriminalstatistik wurden im vergangenen Jahr in Berlin 8726 Polizeikräfte angegriffen - 157 Fälle oder 1,8 Prozent mehr als im Vorjahr. 1565 davon wurden körperlich verletzt, 16 von ihnen schwer.

R.Sutherland--EWJ

Empfohlen

Strafbefehl erlassen: Berliner Polizist soll Interna weitergegeben haben

Das Amtsgericht Tiergarten hat gegen einen Berliner Polizisten Strafbefehl wegen des Verdachts der Korruption und des Geheimnisverrats erlassen. Verhängt wurde eine Bewährungsstrafe von einem Jahr, wie die Staatsanwaltschaft am Freitag mitteilte.

Bus mit Schulkindern kracht in Bad Oldesloe in Hauswand: Mehrere Verletzte

Im schleswig-holsteinischen Bad Oldesloe ist ein unter anderem mit Schulkindern besetzter Linienbus in eine Hauswand gekracht. Die 63-jährige Busfahrerin wurde bei dem Unfall am Freitagmorgen eingeklemmt und schwer verletzt, wie die Polizei in Ratzeburg mitteilte. Auch mehrere Fahrgäste trugen demnach Verletzungen davon. Genauere Angaben konnte die Polizei zunächst nicht machen.

Schlägerei auf Supermarktparkplatz in Sachsen: 43-Jähriger stirbt

Bei einer Schlägerei zwischen zwei Männern auf einem Supermarktparkplatz in Sachsen ist ein 43-Jähriger gestorben. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen des Verdachts des Totschlags gegen einen 27-Jährigen, wie die Polizeidirektion Chemnitz am Freitag mitteilte.

Bewaffnete Frontdienste im Irak: Prozess gegen mutmaßliches IS-Mitglied in Hamburg

Vor dem Oberlandesgericht Hamburg hat am Freitag ein Prozess gegen einen mutmaßlichen früheren Kämpfer der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) begonnen. Die Anklage wirft dem 43-Jährigen Mitgliedschaft in einer ausländischen Terrororganisation vor. Im Januar 2016 soll er sich dem IS im Irak angeschlossen haben und bis März 2017 als Kämpfer für die islamistische Organisation tätig gewesen sein.

Textgröße ändern: