English Woman's Journal - Russisches verhängt Haftstrafe gegen Akvivisten wegen Kritik an Ukraine-Einsatz

Russisches verhängt Haftstrafe gegen Akvivisten wegen Kritik an Ukraine-Einsatz


Russisches verhängt Haftstrafe gegen Akvivisten wegen Kritik an Ukraine-Einsatz
Russisches verhängt Haftstrafe gegen Akvivisten wegen Kritik an Ukraine-Einsatz / Foto: STRINGER - AFP/Archiv

Ein russisches Gericht hat den Aktivisten Alexander Bachtin wegen dessen Kritik an Moskaus Militärintervention in der Ukraine zu sechs Jahren Haft verurteilt. "Alexander ist zu sechs Jahren in einer Strafkolonie verurteilt worden", sagte sein Freund Andrej Schtschetinin am Freitag der Nachrichtenagentur AFP. Demnach sagte Bachtin nach seiner Verurteilung in Richtung des Richters: "Scher Dich zum Teufel".

Textgröße ändern:

Die unabhängige russische Menschenrechtsgruppe OVD-Info bestätigte Schtschetinins Bericht aus dem Gerichtssaal in der Region Moskau.

Dem 51-jährigen Bachtin wird die Verbreitung von Falschinformationen über den Konflikt in der Ukraine vorgeworfen. Die Anschuldigung basiert auf drei Beiträgen in Onlinenetzwerken zwischen März und April 2022, in denen er Russlands Präsident Wladimir Putin für den Konflikt verantwortlich machte.

Der Umweltaktivist und Musiker muss sich laut Schtschetinin in der Haft regelmäßigen psychiatrischen Untersuchungen unterziehen. Seine 79-jährige Mutter war während des Prozesses im Gericht anwesend. Sie war von der Staatsanwaltschaft als Zeugin gegen ihren Sohn einbestellt worden.

In einer früheren Anhörung hatte Bachtins Mutter ausgesagt, sie habe ihre Zeugenaussage ohne zu lesen unterschrieben. Sie habe nicht gewusst, dass sie die Aussage hätte verweigern können.

Laut OVD-Info sind bisher rund 20.000 Menschen in Russland inhaftiert worden, weil sie gegen den Konflikt in der Ukraine protestierten.

E.Brwon--EWJ

Empfohlen

Schlägerei auf Supermarktparkplatz in Sachsen: 43-Jähriger stirbt

Bei einer Schlägerei zwischen zwei Männern auf einem Supermarktparkplatz in Sachsen ist ein 43-Jähriger gestorben. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen des Verdachts des Totschlags gegen einen 27-Jährigen, wie die Polizeidirektion Chemnitz am Freitag mitteilte.

Bewaffnete Frontdienste im Irak: Prozess gegen mutmaßliches IS-Mitglied in Hamburg

Vor dem Oberlandesgericht Hamburg hat am Freitag ein Prozess gegen einen mutmaßlichen früheren Kämpfer der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) begonnen. Die Anklage wirft dem 43-Jährigen Mitgliedschaft in einer ausländischen Terrororganisation vor. Im Januar 2016 soll er sich dem IS im Irak angeschlossen haben und bis März 2017 als Kämpfer für die islamistische Organisation tätig gewesen sein.

Treppeneinsturz auf Schulbaustelle: Zwei Arbeiter in Gronau ums Leben gekommen

Bei einem Treppeneinsturz auf einer Schulbaustelle im nordrhein-westfälischen Gronau sind zwei Bauarbeiter ums Leben gekommen. Zwei weitere Menschen wurden bei dem Unglück am Donnerstag verletzt und anschließend im Krankenhaus behandelt, wie die Stadt Gronau am Donnerstagabend mitteilte.

Philippinen: Behörden erhöhen Warnstufe nach Ausbruch des Vulkans Mayon

Nach einem Ausbruch des Vulkans Mayon auf den Philippinen haben die Behörden des südostasiatischen Landes die Warnstufe erhöht. Das nationale Vulkaninstitut erhöhte am Freitag die Warnstufe auf seiner Skala von null bis fünf von zwei auf drei und rief zur Evakuierung in einem Umkreis von sechs Kilometern um den Krater auf. Der Mayon schleuderte bei seinem Ausbruch eine dunkle Aschesäule rund 3000 Meter in den Himmel.

Textgröße ändern: