English Woman's Journal - Waldbrand im Zentrum Portugals zerstört mehr als 7000 Hektar Land

Waldbrand im Zentrum Portugals zerstört mehr als 7000 Hektar Land


Waldbrand im Zentrum Portugals zerstört mehr als 7000 Hektar Land
Waldbrand im Zentrum Portugals zerstört mehr als 7000 Hektar Land / Foto: Patricia DE MELO MOREIRA - AFP

Mehr als tausend Feuerwehrleute haben am Sonntag einen Waldbrand im Zentrum Portugals bekämpft, der bereits 7000 Hektar Land zerstört hat. Mehr als 20.000 Hektar seien bedroht, sagte Einsatzleiter José Guilherme vor Journalisten in Proença-a-Nova. In Spanien war die Lage im Norden Kataloniens und in Andalusien am Sonntag weitgehend unter Kontrolle, wie örtliche Behörden mitteilten.

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Im portugiesischen Castelo Branco wurden den Angaben zufolge elf Menschen leicht verletzt. Der Brand war am Freitag ausgebrochen. Weitere 400 Feuerwehrleute bekämpften einen Brand in Odemira im Südwesten, dort mussten vier Dörfer vorübergehend evakuiert werden. In einigen Regionen Portugals herrschten am Sonntag mehr als 40 Grad Celsius.

In Spanien blieb ein Waldbrand in Katalonien an der Grenze zu Frankreich trotz auffrischender Winde am Sonntag unter Kontrolle. In dem Gebiet an der Mittelmeerküste wurden knapp 600 Hektar Land von den Flammen zerstört. Mehr als 130 Menschen mussten evakuiert werden. Das Feuer war am späten Freitagnachmittag in der bei Touristen sehr beliebten Gegend ausgebrochen.

In einer über die katalanische Regierungswebsite veröffentlichten Erklärung teilte die Feuerwehr am Sonntag mit, vereinzelt wieder aufflammende Feuer seien nachts schnell bewältigt worden. Der Wind habe in der Nacht zu Sonntag in Böen von bis zu 113 Kilometern pro Stunde geweht.

Die Ursache für das Feuer werde noch ermittelt, erklärte die katalanische Forstbehörde im Online-Netzwerk Twitter, das in X umbenannt wurde.

Zwischenzeitlich saßen hunderte Menschen in Dörfern oder auf Campingplätzen in der Region fest. Nach Angaben des katalanischen Zivilschutzes waren zeitweilig mehr als 4000 Menschen ohne Strom, der Fährverkehr zwischen dem Grenzort Portbou und dem Ort Figueras weiter südlich an der katalanischen Küste wurde zwischenzeitlich eingestellt. Auch die Küstenstraße zwischen Portbou und der Grenze zu Frankreich wurde gesperrt. Rund 300 katalanische Feuerwehrleute waren im Einsatz. Sie wurden von französischen Feuerwehrleuten unterstützt.

Ein zweiter Waldbrand war am Samstagnachmittag in Andalusien nahe dem Ort Bonares, etwa 70 Kilometer westlich von Sevilla, ausgebrochen. Nach einer Nacht erbitterter Kämpfe gegen die Flammen vermeldete die lokale Waldbrandschutzbehörde Infoca am Sonntag im Online-Dienst Twitter, das Feuer sei unter Kontrolle. Der Alarmzustand wurde aufgehoben. Mehr als 150 Feuerwehrleute waren im Einsatz.

Am Nachmittag meldeten die Behörden ein weiteres Feuer in Puerto Real weiter südlich an der Atlantikküste. In der auch bei Touristen beliebten Region waren demnach mindestens fünf Löschflugzeuge und Hubschrauber im Einsatz, um Häuser vor den Flammen zu schützen.

Im vergangenen Jahr wurden bei 500 Bränden in Spanien, das zunehmend von Hitzewellen und Dürren heimgesucht wird, 300.000 Hektar zerstört. In diesem Jahr sind es bereits 70.000 Hektar.

R.Mcintosh--EWJ

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