English Woman's Journal - Hafturteil gegen Allgäuer Landwirte in Tierschutzskandal rechtskräftig

Hafturteil gegen Allgäuer Landwirte in Tierschutzskandal rechtskräftig


Hafturteil gegen Allgäuer Landwirte in Tierschutzskandal rechtskräftig
Hafturteil gegen Allgäuer Landwirte in Tierschutzskandal rechtskräftig / Foto: CHARLY TRIBALLEAU - AFP/Archiv

Weil er sich nicht ausreichend um seine Rinder kümmerte, muss ein Landwirt aus dem Allgäu ins Gefängnis. Der Bundesgerichtshof (BGH) teilte am Donnerstag in Karlsruhe mit, dass er im Urteil des Memminger Landgerichts im sogennanten Allgäuer Tierschutzskandal keine Rechtsfehler gefunden habe, wodurch es rechtskräftig wird. Der Vater des Bauern war zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. (Az. 1 StR 145/23)

Textgröße ändern:

Das Landgericht sah es in seinem Urteil vom November als erwiesen an, dass Vater und Sohn die Rinder unter völlig überfüllten und schmutzigen Bedingungen gehalten hätten. Obwohl die Tiere krank gewesen seien, hätten die Landwirte keinen Tierarzt gerufen. Die betroffenen Rinder hätten so länger andauernde, erhebliche Schmerzen erlitten und mussten teils notgetötet werden. Außerdem seien Kälber mit ungeeigneten Werkzeugen enthornt worden und hätten keine Schmerzmittel bekommen.

Das Landgericht sprach die beiden Männer der quälerischen Misshandlung von Wirbeltieren schuldig. Gegen den Vater verhängte es eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren auf Bewährung, der Sohn bekam zwei Jahre und zehn Monate. Er darf fünf Jahre lang keine Nutztiere mehr halten. Dagegen zogen die beiden Landwirte vor den BGH, hatten aber nun keinen Erfolg mit ihrer Revision. In Memmingen sollen sich noch weitere Landwirte wegen mutmaßlicher Verstöße gegen das Tierschutzgesetz vor dem Landgericht verantworten.

St.Reid--EWJ

Empfohlen

Kryptobörse Binance meldet massiven Hackerangriff - Mehr als 2,5 Milliarden Dollar eingefroren

Die Kryptowährungsplattform Binance ist nach eigenen Angaben Ziel eines schweren Hackerangriffs geworden. Wie das Unternehmen am Donnerstag (Ortszeit) zudem mitteilte, wurden Gelder im Wert von mehr als 2,5 Milliarden Dollar (rund 2,3 Milliarden Euro) eingefroren, um einen massiven Diebstahl zu verhindern. Die Kryptobörse erklärte, dass sämtliche Ein- und Auszahlungen "vorübergehend ausgesetzt" worden seien. Nach Einschätzung des Analyseunternehmens Chainalysis könnte es sich um den größten Krypto-Diebstahl jemals handeln.

Französischer Präsidentschaftskandidat Philippe von Untersuchungsrichtern befragt

Der französische Mitte-Rechts-Kandidat Edouard Philippe hat sich knapp sechs Monate vor der Präsidentschaftswahl in Frankreich wegen Veruntreuungsverdachts Fragen von Untersuchungsrichtern stellen müssen. Dies erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag aus mit dem Fall vertrauten Kreisen. Zwei Untersuchungsrichter stuften Philippe demnach in dem Fall als "unterstützten Zeugen" ein.

Vier Tote bei Absturz von italienischem Armeehubschrauber in Bosnien-Herzegowina

Beim Absturz eines italienischen Armeehubschraubers in Bosnien-Herzegowina sind vier Mitglieder der EU-geführten Mission Eufor Althea ums Leben gekommen. Elf weitere Insassen wurden nach Krankenhausangaben bei dem Unglück am Donnerstag verletzt. Zur Nationalität der Opfer wurden zunächst keine Angaben gemacht.

Doppel-Kandidat in Alaska: Trump könnte Kongresswahl-Ergebnis in Frage stellen

Wenige Tage vor den US-Kongresswahlen schlägt der Bericht über einen kuriosen Namenstrick der US-Demokraten im Bundesstaat Alaska hohe Wellen. Präsident Donald Trump warf den Demokraten am Donnerstag "Wählerbetrug" vor und deutete an, er könne das Abstimmungsergebnis in Alaska nach der Wahl am Dienstag in Frage stellen. Der republikanische Gouverneur von Alaska, Mike Dunleavy, ordnete eine Untersuchung der Strafverfolgungsbehörde DPS an.

Textgröße ändern: