English Woman's Journal - Rettungsteam erreicht erstmals brennenden Auto-Frachter vor niederländischer Küste

Rettungsteam erreicht erstmals brennenden Auto-Frachter vor niederländischer Küste


Rettungsteam erreicht erstmals brennenden Auto-Frachter vor niederländischer Küste
Rettungsteam erreicht erstmals brennenden Auto-Frachter vor niederländischer Küste / Foto: Handout - Netherlands Coastguards/AFP

Ein Team von Rettungskräften hat erstmals den seit drei Tagen im Wattenmeer brennenden Auto-Frachter im Wattenmeer erreicht. Die Rettungsleute hätten eine stabilere Verbindung vom Dach des Frachters zu den Schleppbooten hergestellt, teilte die niederländische Küstenwache am Freitag mit. Dadurch sei der Frachter einfacher zu manövrieren. Das Team habe den Frachter anschließend wieder verlassen. "Das Feuer brennt weiter, aber es nimmt ab. Es gibt noch viel Rauch", erklärte die Küstenwache.

Textgröße ändern:

An Bord des Frachters befinden sich nach Angaben seines Charterunternehmens 3783 Neufahrzeuge, darunter 498 Elektro-Autos - deutlich mehr als bisher angenommen. "Es ist gut möglich, dass die elektrischen Autos den Brand ausgelöst haben", teilte die in Japan ansässige Schiffsgesellschaft K Line mit. Der Sender RTL Nederland veröffentlichte eine Aufnahme vom Beginn der Rettungsarbeiten, in der davon die Rede war, dass das Feuer von einer Batterie eines elektrischen Autos ausgegangen war.

Auf dem unter der Flagge Panamas fahrenden Frachtschiff war in der Nacht zum Mittwoch vor der niederländischen Wattenmeer-Insel Ameland ein Feuer ausgebrochen, das sich rasend schnell ausgebreitet hatte. Eines der 23 indischen Besatzungsmitglieder kam ums Leben, die anderen konnten gerettet werden. Einige von ihnen waren über Bord gesprungen.

Um den 18.500 Tonnen schweren Frachter nicht durch die großen Mengen an Löschwasser zum Kentern zu bringen, waren die Löscharbeiten am Donnerstag vorübergehend eingestellt worden. Nach Angaben der Küstenwache lassen sich auf Videoaufnahmen zwar Schäden an dem Schiff erkennen. "Risse oder Löcher" aber seien nicht zu sehen.

Wind und Strömung hatten die "Fremantle Highway" am Donnerstag nach Westen getrieben. Da sich dann aber die Strömung änderte, gelang es der Küstenwache den Frachter aus dem Gebiet der Schifffahrtsrouten zu ziehen. Am Freitag befand es sich rund 23 Kilometer nördlich der niederländischen Watten-Insel Terschelling.

Die Gefahr, dass der Frachter sinkt, ist aber noch nicht gebannt. Für das zum Unesco-Welterbe gehörende Wattenmeer wäre das verheerend: Laut dem Bundesumweltministerium in Berlin befinden sich an Bord der "Fremantle Highway" 1600 Tonnen Schweröl sowie weitere 200 Tonnen Marinediesel. Ihr Untergang könnte eine Ölpest auslösen, mit verheerenden Folgen für das empfindliche Ökosystem des Naturparks Wattenmeer.

St.Ch.Russell--EWJ

Empfohlen

Französischer Präsidentschaftskandidat Philippe von Untersuchungsrichtern befragt

Der französische Mitte-Rechts-Kandidat Edouard Philippe hat sich knapp sechs Monate vor der Präsidentschaftswahl in Frankreich wegen Veruntreuungsverdachts Fragen von Untersuchungsrichtern stellen müssen. Dies erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag aus mit dem Fall vertrauten Kreisen. Zwei Untersuchungsrichter stuften Philippe demnach in dem Fall als "unterstützten Zeugen" ein.

Vier Tote bei Absturz von italienischem Armeehubschrauber in Bosnien-Herzegowina

Beim Absturz eines italienischen Armeehubschraubers in Bosnien-Herzegowina sind vier Mitglieder der EU-geführten Mission Eufor Althea ums Leben gekommen. Elf weitere Insassen wurden nach Krankenhausangaben bei dem Unglück am Donnerstag verletzt. Zur Nationalität der Opfer wurden zunächst keine Angaben gemacht.

Doppel-Kandidat in Alaska: Trump könnte Kongresswahl-Ergebnis in Frage stellen

Wenige Tage vor den US-Kongresswahlen schlägt der Bericht über einen kuriosen Namenstrick der US-Demokraten im Bundesstaat Alaska hohe Wellen. Präsident Donald Trump warf den Demokraten am Donnerstag "Wählerbetrug" vor und deutete an, er könne das Abstimmungsergebnis in Alaska nach der Wahl am Dienstag in Frage stellen. Der republikanische Gouverneur von Alaska, Mike Dunleavy, ordnete eine Untersuchung der Strafverfolgungsbehörde DPS an.

Nach Hausexplosion in Regensburg: Ermittler finden zwei Leichen in Ruine

Nach der Explosion in einem Mehrfamilienhaus in Regensburg hat die Polizei zwei Leichen in der Ruine gefunden. Sie seien von den Einsatzkräften nach dem Betreten des beschädigten Gebäudes entdeckt und geborgen worden, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Deren Identität war demnach noch nicht geklärt.

Textgröße ändern: