English Woman's Journal - Bericht: 300.000 Euro Schmerzensgeld für Missbrauchsopfer in Köln rechtskräftig

Bericht: 300.000 Euro Schmerzensgeld für Missbrauchsopfer in Köln rechtskräftig


Bericht: 300.000 Euro Schmerzensgeld für Missbrauchsopfer in Köln rechtskräftig
Bericht: 300.000 Euro Schmerzensgeld für Missbrauchsopfer in Köln rechtskräftig / Foto: Valentine CHAPUIS - AFP/Archiv

Das Urteil zur Zahlung von 300.000 Euro Schmerzensgeld an ein Missbrauchsopfer durch das Erzbistum Köln ist einem Bericht zufolge rechtskräftig. Sowohl der Kläger als auch das Bistum hätten auf Rechtsmittel verzichtet, berichtete der "Kölner Stadt-Anzeiger" in einer Mitteilung vom Mittwoch. Am 13. Juni hatte das Landgericht der Stadt das Bistum zu der Zahlung verurteilt.

Textgröße ändern:

Der Kläger war laut Urteil in den 70er Jahren in mehr als 300 Fällen von einem katholischen Priester missbraucht worden. Zudem wurde das Bistum verpflichtet, Ersatz für künftige materielle Schäden zu leisten. Darunter fallen beispielsweise Behandlungskosten bei psychischen Schäden. Ursprünglich forderte der Kläger 750.000 Euro Schmerzensgeld.

Bisher leistete die katholische Kirche freiwillige Zahlungen an Betroffene von sexuellem Missbrauch als sogenannte Anerkennungsleistung für erlittenes Leid, die bei der Unabhängigen Kommission für Anerkennungsleistungen in Bonn beantragt werden müssen. Opfer erhielten bislang rund 40 Millionen Euro. Allein im vergangenen Jahr wurden rund 28 Millionen Euro genehmigt.

Über weitere Klagen wird derzeit verhandelt. Die Pflegetochter eines mittlerweile entlassenes Priesters fordert vom Bistum Köln vor dem Landgericht 830.000 Euro Schmerzensgeld. Im bayerischen Traunstein soll am 12. September über Schadenersatz für sexuellen Missbrauch gegen den inzwischen verstorbenen Papst Benedikt XVI. weiter verhandelt werden, der einen pädophilen Priester eingesetzt haben soll.

D.Findlay--EWJ

Empfohlen

Französischer Präsidentschaftskandidat Philippe von Untersuchungsrichtern befragt

Der französische Mitte-Rechts-Kandidat Edouard Philippe hat sich knapp sechs Monate vor der Präsidentschaftswahl in Frankreich wegen Veruntreuungsverdachts Fragen von Untersuchungsrichtern stellen müssen. Dies erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag aus mit dem Fall vertrauten Kreisen. Zwei Untersuchungsrichter stuften Philippe demnach in dem Fall als "unterstützten Zeugen" ein.

Vier Tote bei Absturz von italienischem Armeehubschrauber in Bosnien-Herzegowina

Beim Absturz eines italienischen Armeehubschraubers in Bosnien-Herzegowina sind vier Mitglieder der EU-geführten Mission Eufor Althea ums Leben gekommen. Elf weitere Insassen wurden nach Krankenhausangaben bei dem Unglück am Donnerstag verletzt. Zur Nationalität der Opfer wurden zunächst keine Angaben gemacht.

Doppel-Kandidat in Alaska: Trump könnte Kongresswahl-Ergebnis in Frage stellen

Wenige Tage vor den US-Kongresswahlen schlägt der Bericht über einen kuriosen Namenstrick der US-Demokraten im Bundesstaat Alaska hohe Wellen. Präsident Donald Trump warf den Demokraten am Donnerstag "Wählerbetrug" vor und deutete an, er könne das Abstimmungsergebnis in Alaska nach der Wahl am Dienstag in Frage stellen. Der republikanische Gouverneur von Alaska, Mike Dunleavy, ordnete eine Untersuchung der Strafverfolgungsbehörde DPS an.

Nach Hausexplosion in Regensburg: Ermittler finden zwei Leichen in Ruine

Nach der Explosion in einem Mehrfamilienhaus in Regensburg hat die Polizei zwei Leichen in der Ruine gefunden. Sie seien von den Einsatzkräften nach dem Betreten des beschädigten Gebäudes entdeckt und geborgen worden, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Deren Identität war demnach noch nicht geklärt.

Textgröße ändern: