English Woman's Journal - Prozess gegen mutmaßlichen marokkanischen Geheimagenten begonnen

Prozess gegen mutmaßlichen marokkanischen Geheimagenten begonnen


Prozess gegen mutmaßlichen marokkanischen Geheimagenten begonnen
Prozess gegen mutmaßlichen marokkanischen Geheimagenten begonnen / Foto: INA FASSBENDER, - - AFP/Archiv

Wegen mutmaßlicher Spionageaktivitäten in Deutschland muss sich seit Montag ein 36 Jahre alter Marokkaner vor dem Oberlandesgericht in Düsseldorf verantworten. Zum Auftakt wurde die Anklage verlesen, wie eine Gerichtssprecherin sagte. Der Angeklagte äußerte sich zu den Vorwürfen.

Textgröße ändern:

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, für den marokkanischen Auslandsgeheimdienst DGED spioniert zu haben. Der Dienst nahm demnach im März 2020 Kontakt zu dem Angeklagten auf. Für diesen soll der 36-Jährige in Deutschland Anhänger der sogenannten Hirak-Protestbewegung ausgespäht haben. Dem Auftrag entsprechend soll der Angeklagte Informationen zu mehreren Menschen an seine Führungsoffiziere weitergegeben haben.

Die Hirak-Bewegung protestierte in Marokko in den Jahren 2016 und 2017 gegen hohe Arbeitslosigkeit, schlechte Gesundheitsversorgung und Korruption in der armen, überwiegend von Berbern bewohnten Rif-Region im Norden des Landes. Die Behörden warfen den Demonstranten Abspaltungsbestrebungen vor. Bei Ausschreitungen gab es zahlreiche Verletzte, dutzende Hirak-Mitglieder wurden festgenommen.

Der marokkanische Geheimdienst soll dem Angeklagten im Gegenzug für seine Spionageaktivitäten Geld in vierstelliger Höhe zur Verfügung gestellt haben. Unter anderem wurden demnach auch Kosten für Privatreisen beglichen. Beamte des Bundeskriminalamts nahmen ihn am 14. November 2022 im Raum Köln fest, er befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. Das Gericht setzte zunächst acht weitere Verhandlungstage bis zum 31. August fest.

L.Ross--EWJ

Empfohlen

Vier Tote bei Absturz von italienischem Armeehubschrauber in Bosnien-Herzegowina

Beim Absturz eines italienischen Armeehubschraubers in Bosnien-Herzegowina sind vier Mitglieder der EU-geführten Mission Eufor Althea ums Leben gekommen. Elf weitere Insassen wurden nach Krankenhausangaben bei dem Unglück am Donnerstag verletzt. Zur Nationalität der Opfer wurden zunächst keine Angaben gemacht.

Doppel-Kandidat in Alaska: Trump könnte Kongresswahl-Ergebnis in Frage stellen

Wenige Tage vor den US-Kongresswahlen schlägt der Bericht über einen kuriosen Namenstrick der US-Demokraten im Bundesstaat Alaska hohe Wellen. Präsident Donald Trump warf den Demokraten am Donnerstag "Wählerbetrug" vor und deutete an, er könne das Abstimmungsergebnis in Alaska nach der Wahl am Dienstag in Frage stellen. Der republikanische Gouverneur von Alaska, Mike Dunleavy, ordnete eine Untersuchung der Strafverfolgungsbehörde DPS an.

Nach Hausexplosion in Regensburg: Ermittler finden zwei Leichen in Ruine

Nach der Explosion in einem Mehrfamilienhaus in Regensburg hat die Polizei zwei Leichen in der Ruine gefunden. Sie seien von den Einsatzkräften nach dem Betreten des beschädigten Gebäudes entdeckt und geborgen worden, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Deren Identität war demnach noch nicht geklärt.

Nachermittlungen zu Kreditkartenbetrug: Neun Menschen aus Untersuchungshaft entlassen

In einem Fall von großangelegtem Betrug mit Kreditkartendaten mit dreistelligem Millionenschaden in Rheinland-Pfalz sind alle neun Angeklagten aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Das Landgericht Koblenz forderte umfangreiche Nachermittlungen, wie das Gericht am Donnerstag mitteilte. Ohne diese Nachermittlungen könne die Kammer keinen dringenden Tatverdacht feststellen.

Textgröße ändern: