English Woman's Journal - Mutter nach Tod von absichtlich verbrühter Vierjähriger wegen Mordes verurteilt

Mutter nach Tod von absichtlich verbrühter Vierjähriger wegen Mordes verurteilt


Mutter nach Tod von absichtlich verbrühter Vierjähriger wegen Mordes verurteilt
Mutter nach Tod von absichtlich verbrühter Vierjähriger wegen Mordes verurteilt / Foto: INA FASSBENDER, - - AFP/Archiv

Nach dem Tod einer absichtlich mit heißem Wasser verbrühten Vierjährigen hat das Landgericht im niedersächsischen Verden die dafür verantwortliche Mutter wegen Mordes zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Die Richterinnen und Richter sahen es nach Angaben einer Gerichtssprecherin am Montag als erwiesen an, dass die 25-Jährige ihre Tochter im August in der Gemeinde Grasberg zur Strafe mit heißem Wasser übergossen hatte und anschließend aus Sorge vor den Kosten nicht ärztlich versorgen ließ.

Textgröße ändern:

Das Gericht verurteilte die ursprünglich wegen Totschlags angeklagte Frau deshalb wegen Mordes durch Unterlassen aus Habgier. Nach Überzeugung der Kammer habe sie den Tod ihres Kinds billigend in Kauf genommen, indem sie auf eine Krankenhausbehandlung verzichtete, teilte die Gerichtssprecherin mit. Demnach wollte sie vermeiden, womöglich für die Behandlungskosten aufkommen zu müssen.

Das Mädchen hatte der Anklageschrift zufolge bei der Tat durch mindestens 55 Grad heißes Wasser schwere Verbrühungen und Verbrennungen an Unterleib und Beinen erlitten. Aufgrund fehlender medizinischer Versorgung verschlechtere sich sein Zustand zunehmend. Erst rund zwei Wochen später brachte die Mutter es in ein Krankenhaus. Es war allerdings zu spät, das Kind starb an den Verletzungen.

Wegen der vorsätzlichen Verbrühung wurde die Beschuldigte am Montag auch wegen gefährlicher Körperverletzung und Misshandlung von Schutzbefohlenen verurteilt. Das Urteil entsprach insgesamt der Forderung der Staatsanwaltschaft, während die Verteidigung wegen Totschlags auf eine achtjährige Freiheitsstrafe plädiert hatte. Die Entscheidung ist nicht rechtskräftig und kann noch angefochten werden.

L.Paterson--EWJ

Empfohlen

Staatstrauer nach schwerem Zugunglück in Spanien - Einsatzkräfte suchen weiter nach Opfern

Einen Tag nach dem verheerenden Zugunglück in Spanien mit 68 Todesopfern hat in dem Land am Donnerstag eine dreitägige Staatstrauer begonnen. Wie Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichteten, durchkämmten Einsatzkräfte in der Nacht mit schwerem Gerät die Trümmer auf der wichtigen Bahnstrecke zwischen Madrid und der südspanischen Stadt Sevilla nach weiteren Opfern. Angehörige warteten derweil verzweifelt auf Nachrichten über das Schicksal ihrer Liebsten.

Explosion in Mehrfamilienhaus in Regensburg: Mehrere Verletzte und Vermisste

Bei einer Explosion in einem Wohnhaus im bayerischen Regensburg sind am Mittwoch fünf Menschen verletzt worden. Zwei Menschen galten auch Stunden nach der Detonation noch als vermisst, wie das Polizeipräsidium Oberpfalz mitteilte. Sie wurden in dem schwer beschädigten Gebäude vermutet. Bewohner konnten inzwischen das Notwendigste aus ihren Wohnungen holen.

Geldwäsche: Klingbeil plant leichteren Zugang zu Konto- und Immobiliendaten

Im Kampf gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung sollen die Behörden leichteren Zugriff auf Konto- und Immobiliendaten bekommen. Das sieht ein Gesetzentwurf aus dem Bundesfinanzministerium vor, der der Nachrichtenagentur AFP vorliegt. Demnach sollen künftig verdächtige Geldflüsse schneller gestoppt und Konten vorübergehend gesperrt werden können. Die Geldwäsche-Aufsichtsbehörden sollen mehr Befugnisse bekommen und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit gestärkt werden.

Mindestens 68 Tote bei Zugunglück in Spanien – Ursache wohl menschliches Versagen

Beim zweiten schweren Zugunglück in Spanien innerhalb eines Jahres sind mindestens 68 Menschen ums Leben gekommen. Weitere 100 Menschen wurden laut Behördenangaben verletzt, als zwei Hochgeschwindigkeitszüge am Mittwochmorgen südlich von Madrid auf gerader Strecke kollidierten. Als Ursache vermutet die spanische Regierung menschliches Versagen. Auf der gleichen Strecke waren erst im Januar 46 Menschen bei einer Zugkollision gestorben.

Textgröße ändern: