English Woman's Journal - Drei Einsatzkräfte nach Brandattacke in Ratinger Hochhaus weiter in Lebensgefahr

Drei Einsatzkräfte nach Brandattacke in Ratinger Hochhaus weiter in Lebensgefahr


Drei Einsatzkräfte nach Brandattacke in Ratinger Hochhaus weiter in Lebensgefahr
Drei Einsatzkräfte nach Brandattacke in Ratinger Hochhaus weiter in Lebensgefahr / Foto: Roberto Pfeil - AFP/Archiv

Anderthalb Wochen nach der Brandattacke eines 57-Jährigen in einem Hochhaus im nordrhein-westfälischen Ratingen schweben drei Einsatzkräfte noch immer in Lebensgefahr. Fünf weitere Opfer befinden sich zudem schwer verletzt in stationärer Behandlung, wie Landesinnenminister Herbert Reul (CDU) in einer Sondersitzung des Innenausschusses im Düsseldorfer Landtag am Montag sagte. Ihre Lage könne sich jederzeit verschlechtern. "Die sind noch alle nicht über den Berg", sagte Reul.

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Bei den drei lebensgefährlich Verletzten handelt es sich Reul zufolge um eine Polizeibeamtin, ihren Kollegen und eine Feuerwehrkraft. Insgesamt wurden bei dem Einsatz in Ratingen-West 35 Menschen körperlich verletzt. Zahlreiche Menschen erlitten psychische Verletzungen.

Rettungskräfte waren am 11. Mai von einem Hausmeister zu der Wohnung im zehnten Stock in dem Hochhaus gerufen worden. Wegen eines überquellenden Briefkastens wurde vermutet, dass sich eine hilflose Person in der Wohnung befinden könnte. Laut Reul handelte es sich zunächst "um einen Routineeinsatz".

Die alarmierten Beamte wurden demnach unmittelbar darüber in Kenntnis gesetzt, dass gegen den dort wohnenden 57-Jährigen ein Haftbefehl wegen einfacher Körperverletzung wie Ohrfeigen vorlag. Da es sich um einfache Körperverletzungsdelikte handelte, wurde der Mann nicht als Gewalttäter geführt.

Bei der Öffnung der verbarrikadierten Wohnungstür habe der Beschuldigte eine Polizeibeamtin mit einer brennbaren Flüssigkeit überschüttet - "vermutlich mit Benzin", sagte Reul. Möglicherweise seien auch die in der Nähe stehenden Einsatzkräfte getroffen worden.

Der Mann habe die Flüssigkeit schließlich in Brand gesetzt. "Die teils noch brennenden Einsatz- und Rettungskräfte sind vom zehnten Stock bis auf die Straße gerannt",sagte Reul weiter. Teilweise hätten die Schwerverletzten andere Schwerverletzte gestützt.

In der Wohnung des Verdächtigen wurden laut Reul "Unterlagen über die Coronaimpfung, den angeblichen Impfzwang und ein ungewöhnlich hoher Vorrat an Lebensmitteln mit langem Haltbarkeitsdatum" gefunden. Ob dies mit der Tat im Zusammenhang stehe, war dem Minister zufolge weiter unklar. Für eine politische Motivation ergaben sich bislang "keine Erkenntnisse".

Nach der Räumung wurde in der Wohnung eine weibliche Leiche entdeckt, die "augenscheinlich schon länger verstorben" war, wie Reul weiter sagte. In einer der Wohnungen des Hauses wurde zudem ein 73-Jähriger tot aufgefunden. In beiden Fällen wurden Todesermittlungsverfahren eingeleitet, um die Hintergründe aufzuklären.

St.Reid--EWJ

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