English Woman's Journal - NGO sieht Account-Sperren als zentrales Mittel im Kampf gegen Hass im Netz

NGO sieht Account-Sperren als zentrales Mittel im Kampf gegen Hass im Netz


NGO sieht Account-Sperren als zentrales Mittel im Kampf gegen Hass im Netz
NGO sieht Account-Sperren als zentrales Mittel im Kampf gegen Hass im Netz / Foto: Olivier DOULIERY - AFP/Archiv

Die Gesellschaft für Freiheitsrechte (GFF) fordert zur Bekämpfung von Hass-Botschaften im Netz eine Verschärfung der bisherigen Pläne des Bundesjustizministeriums. Das künftige Gesetz müsse den Fokus auf Account-Sperren legen, erklärte die GFF am Montag.

Textgröße ändern:

"Wer im Internet Hass und Hetze verbreitet und sich strafbar macht, dem muss zumindest vorübergehend das Megafon aus der Hand genommen werden können", erklärte GFF-Vorstand Ulf Buermeyer. "Account-Sperren sind das einzige Mittel, das schnell und effektiv dort ansetzt, wo digitale Angriffe stattfinden." Der bislang von Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) vorgesehene Anwendungsbereich von Account-Sperren müsse "deutlich ausgeweitet werden, damit sie Wirkung entfalten können".

Das im April von Buschmann vorgelegte Eckpunktepapier für ein Gesetz gegen digitale Gewalt sieht unter anderem vor, dass Betroffenen von Online-Hetze erst nach wiederholten Angriffen die Möglichkeit eingeräumt wird, eine Sperrung von Social-Media-Konten vor Gericht zu beantragen. Geplant ist außerdem eine "Stärkung privater Auskunftsverfahren" - so sollen Betroffene leichter die Identität desjenigen herausfinden können, der sie im Netz angegriffen hat.

Diese zusätzlichen Auskunftsansprüche seien "allenfalls ein kleiner Schritt" auf dem langen Weg zur Durchsetzung beispielsweise von Schadensersatz, erklärte Buermeyer. "Sie stoppen aber Gewalt nicht und setzen gleichzeitig die Anonymität im Internet aufs Spiel." Jede Erweiterung von Auskunftsansprüchen müsse "mit Augenmaß" geschehen, damit die Diskussion über weitere Speicherpflichten nicht neu entfacht werde.

M.Campbel--EWJ

Empfohlen

Verheerendes Zugunglück in Spanien: Mindestens 64 Todesopfer

Verheerendes Zugunglück in Spanien: Bei der Kollision zweier Hochgeschwindigkeitszüge sind mindestens 64 Menschen ums Leben gekommen. Dutzende weitere Menschen wurden nach Behördenangaben verletzt, als die Züge am Mittwochmorgen in der Provinz Toledo rund 150 Kilometer südlich von Madrid auf gerader Strecke zusammenstießen. Die Unglücksursache war zunächst unklar. Auf der gleichen Strecke waren erst im Januar 46 Menschen bei einer Zugkollision ums Leben gekommen.

Frauen betäubt und missbraucht: Zwölf Jahre Haft für Serienvergewaltiger in Berlin

Wegen zahlreicher Vergewaltigungen betäubter Frauen ist ein Mann in Berlin zu einer Freiheitsstrafe von zwölf Jahren verurteilt worden. Das Landgericht Berlin sprach den 69-Jährigen am Mittwoch der schweren Vergewaltigung in 22 Fällen schuldig. Zudem ordnete die Kammer die Sicherungsverwahrung an.

Zahl der Toten nach Zugunglück in Spanien steigt auf 64

Nach dem verheerenden Zugunglück in Spanien ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens 64 gestiegen. Die Opferzahl könne weiter steigen, sagte der Präsident der Region Kastilien-La Mancha, Emiliano García-Page, am Mittwoch an der Unfallstelle. Zwei Hochgeschwindigkeitszüge waren am Morgen in der Provinz Toledo rund 150 Kilometer südlich von Madrid auf gerader Strecke zusammengestoßen.

Streit um Brigitte Bardots Erbe: Witwer aus Villa ausgeschlossen

Der Witwer des verstorbenen französischen Filmstars Brigitte Bardot und die von der Schauspielerin gegründete Tierschutzstiftung streiten sich weiter um ihr Erbe. Der 85-Jährige warf der Stiftung vor, ihn aus Bardots Anwesen "La Madrague" bei Saint-Tropez ausgeschlossen zu haben, die Stiftung sprach von einer "verkürzten Darstellung".

Textgröße ändern: