English Woman's Journal - BGH bestätigt Hafturteil gegen Mutter von verdurstetem Kleinkind in Grevenbroich

BGH bestätigt Hafturteil gegen Mutter von verdurstetem Kleinkind in Grevenbroich


BGH bestätigt Hafturteil gegen Mutter von verdurstetem Kleinkind in Grevenbroich
BGH bestätigt Hafturteil gegen Mutter von verdurstetem Kleinkind in Grevenbroich / Foto: INA FASSBENDER, - - AFP/Archiv

Im Prozess um ein verdurstetes Kleinkind im nordrhein-westfälischen Grevenbroich hat der Bundesgerichtshof (BGH) die Revision der Staatsanwaltschaft zurückgewiesen. Er fand keine Rechtsfehler im Urteil des Landgerichts Mönchengladbach vom März 2022, wie der BGH am Freitag in Karlsruhe mitteilte. Das Landgericht hatte die Mutter wegen Körperverletzung und Aussetzung mit Todesfolge zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt, mit Aussetzung war das Im-Stich-Lassen des Kinds in hilfloser Lage gemeint. (Az. 3 StR 277/22)

Textgröße ändern:

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die psychisch und körperlich kranke Frau ihren zweijährigen Sohn im April 2019 in dessen Kinderbett hatte verdursten lassen. Sie habe ihn abends in einem Schlafsack im Kinderbett abgelegt. Ein im Kinderzimmer aufgestellter Heizlüfter sei auf hoher Stufe eingeschaltet und auf das Bett des Jungen gerichtet gewesen. Erst anderthalb Tage später habe sie wieder nach ihrem Sohn gesehen und ihn leblos vorgefunden.

Die Notärztin habe zu diesem Zeitpunkt nur noch den Tod des Kinds feststellen können. Die rechtsmedizinische Untersuchung ergab, dass das Kind wegen Flüssigkeitsmangels in Verbindung mit erheblicher Hitze gestorben war. Zunächst verurteilte das Landgericht die Mutter im August 2020 wegen versuchten Totschlags durch Unterlassen und Körperverletzung mit Todesfolge zu siebeneinhalb Jahren Haft.

Dagegen ging die Frau vor dem BGH vor, der das Urteil im Februar 2021 aufhob und zur neuen Verhandlung nach Mönchengladbach zurückverwies. Gegen das landgerichtliche Urteil von 2022 ging wiederum die Staatsanwaltschaft vor. Sie wollte, dass die Angeklagte erneut auch wegen versuchten Totschlags verurteilt wird. Insofern bemängelte sie die Beweiswürdigung des Landgerichts, hatte damit aber nun keinen Erfolg.

K.McMillan--EWJ

Empfohlen

Behörden: Zahl der Toten bei Zugunglück in Spanien steigt auf mindestens 30

Nach der Kollision zweier Hochgeschwindigkeitszüge in Spanien ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens 30 gestiegen. Das teilte die Regionalregierung von Kastilien-La Mancha am Mittwoch mit. Die beiden Hochgeschwindigkeitszüge waren am Morgen in der Provinz Toledo rund 150 Kilometer südlich von Madrid auf freier Strecke zusammengestoßen. Die Unglücksursache war zunächst unklar.

Bundespolizei fasst falsche Diplomaten an Münchner Flughafen

Die Bundespolizei hat am Münchner Flughafen zwei falsche Diplomaten gefasst. Die aus Namibia eingereisten 28-jährigen Iraker legten bei ihrer Ankunft angebliche griechische Diplomatenpässe vor und gaben an, als Diplomaten nach Griechenland weiterreisen zu wollen, teilte die Bundespolizei am Mittwoch mit. Den Beamten am Flughafen seien aber Unregelmäßigkeiten in den Papieren aufgefallen.

Angreifer vor israelischer Botschaft in Serbien erschossen - Israel spricht von "Terroranschlag"

Vor der israelischen Botschaft in Belgrad ist ein Minderjähriger erschossen worden, nachdem er mutmaßlich einen Polizisten angegriffen hatte. Der serbische Innenminister Ivica Dacic sprach nach dem Vorfall, der sich in der Nacht zum Mittwoch ereignete, von einem "terroristischen Angriff". "Ein Minderjähriger, dessen Identität noch nicht festgestellt wurde, der aber aus Sabac stammen soll, hat ein Mitglied der Polizei mit zwei Messern angegriffen und dabei 'Allahu Akbar' gerufen", erklärte Dacic. Israel bestätigte einen "versuchten Terroranschlag".

Unbekannte wollen in Dresdner Zwinger einbrechen - Verdächtige flüchten

Zwei Unbekannte haben den Ermittlungsbehörden zufolge versucht, in den berühmten Dresdner Zwinger einzubrechen. Zwei wahrscheinlich mit Einbruchswerkzeugen ausgerüstete Männer betraten am frühen Dienstagmorgen den geöffneten Innenhof des Zwingers über ein Tor, wie die Staatsanwaltschaft Dresden und das Landeskriminalamt Sachsen am Mittwoch mitteilten. Die Ermittler vermuten, dass sie im Bereich der Porzellansammlung einbrechen wollten.

Textgröße ändern: