English Woman's Journal - Bekannter russischer Militärblogger bei Explosion in St. Petersburg getötet

Bekannter russischer Militärblogger bei Explosion in St. Petersburg getötet


Bekannter russischer Militärblogger bei Explosion in St. Petersburg getötet
Bekannter russischer Militärblogger bei Explosion in St. Petersburg getötet / Foto: Olga MALTSEVA - AFP

Einer der bekanntesten russischen Militärblogger ist am Sonntag nach Behördenangaben bei einer Explosion in einem Café in St. Petersburg getötet worden. Bei dem Opfer handele es sich um den Blogger Wladlen Tatarski, teilte das russische Innenministerium mit. Der Gouverneur von St. Petersburg vermeldete im Onlinedienst Telegram 25 Verletzte, von denen 19 ins Krankenhaus gebracht worden seien.

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In dem Café sei ein Sprengsatz explodiert, erklärte das Ermittlungskomitee, dass in Russland für schwere Verbrechen zuständig ist. Es seien Mordermittlungen eingeleitet worden.

Die Straße vor dem Gebäude wurde nach der Explosion abgeriegelt, ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP sah etwa 20 Polizeiautos, sechs Krankenwagen und mehrere Feuerwehrautos.

Die russische Nachrichtenagentur Tass zitierte eine Quelle aus den Strafverfolgungsbehörden, nach deren Angaben die Explosion durch einen selbstgebauten Sprengsatz ausgelöst wurde. Dieser habe sich in einer Figur befunden, die dem Militärblogger als Geschenk überreicht worden sei.

Blogger wie Tatarski seien "Verteidiger der Wahrheit", erklärte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, nach der tödlichen Explosion im Onlinedienst Telegram.

Der 40-jährige Blogger Wladlen Tatarski, mit bürgerlichem Namen Maxim Fomin, stammte aus der Region Donezk in der Ostukraine, die Russland als annektiert bezeichnet. Mehr als eine halbe Million Menschen haben seinen Kanal bei Telegram abonniert. Er befürwortet die russische Kampagne in der Ukraine.

Die Explosion ereignete sich in einem Café im Stadtzentrum. Eine Gruppe namens "Cyber Front Z", die sich selbst in den Onlinenetzwerken als "Russlands Informationssoldaten" bezeichnet, erklärte, das Lokal für den Abend gemietet zu haben. "Es gab einen Terroranschlag. Wir haben bestimmte Sicherheitsmaßnahmen ergriffen, aber es waren nicht genug", erklärte die Gruppe im Onlinedienst Telegram. "Unser Beileid an alle, die den exzellenten Kriegsberichterstatter und unseren Freund Wladlen Tatarski kannten."

D.Findlay--EWJ

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