English Woman's Journal - Offenbar erneut dutzende Tote bei Flüchtlingsunglück im Mittelmeer

Offenbar erneut dutzende Tote bei Flüchtlingsunglück im Mittelmeer


Offenbar erneut dutzende Tote bei Flüchtlingsunglück im Mittelmeer
Offenbar erneut dutzende Tote bei Flüchtlingsunglück im Mittelmeer / Foto: Gianluca CHININEA - AFP

Im Mittelmeer hat sich offenbar erneut ein Flüchtlingsunglück mit Dutzenden Toten ereignet. Wie die italienische Küstenwache am Sonntag mitteilte, werden nach dem Kentern eines Flüchtlingsboots vor der Küste Libyens etwa 30 Menschen vermisst. Demnach kenterte das Boot während des Rettungseinsatzes eines Frachtschiffs, 17 Menschen konnten laut Küstenwache gerettet werden.

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Zuvor hatte die Hilfsorganisation Alarm Phone von dutzenden Toten gesprochen und erklärt, sie habe die italienischen Behörden bereits am frühen Samstagmorgen über das mit 47 Menschen besetzte Boot in Seenot informiert.

Der italienischen Küstenwache zufolge baten die Behörden drei in der Nähe des rund hundert Kilometer vor der libyschen Küste in Seenot geratenen Bootes befindliche Frachtschiffe um Hilfe. Zuvor hätten die in diesem Bereich eigentlich zuständigen libyschen Behörden mitgeteilt, keine Rettungsschiffe zur Verfügung zu haben.

Eines der Handelsschiffe, die "Froland", habe bei Tagesanbruch mit der Rettung der Schiffbrüchigen begonnen, erklärte die italienische Küstenwache weiter. Das Flüchtlingsboot sei während der laufenden Rettungsarbeiten gekentert. 17 Menschen konnten demnach gerettet werden, 30 weitere würden vermisst.

Die deutsche Hilfsorganisation Seawatch hatte am Samstag auf Twitter berichtet, ihre Mitarbeiter hätten das "gefährlich überladene" Flüchtlingsboot bei hohem Wellengang von einem Überwachungsflugzeug aus gesichtet. In der Nähe habe sich ein Handelsschiff befunden, das von der Seenotrettungsstelle in Rom die Anweisung erhalten habe, sich mit der libyschen Küstenwache abzustimmen.

Vor zwei Wochen waren bei einer Flüchtlingstragödie vor der Küste der süditalienischen Region Kalabrien mindestens 76 Menschen ums Leben gekommen. Kritiker werfen der italienischen Regierung vor, nicht rechtzeitig eingegriffen zu haben, um die Menschen an Bord des verunglückten Bootes zu retten.

K.R.Jones--EWJ

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