English Woman's Journal - Polizei in Deutschland und Niederlanden zerschlägt Kryptomessengerdienst "Exclu"

Polizei in Deutschland und Niederlanden zerschlägt Kryptomessengerdienst "Exclu"


Polizei in Deutschland und Niederlanden zerschlägt Kryptomessengerdienst "Exclu"
Polizei in Deutschland und Niederlanden zerschlägt Kryptomessengerdienst "Exclu" / Foto: Andrew CABALLERO-REYNOLDS - AFP/Archiv

Deutsche und niederländische Behörden haben den von Kriminellen genutzten Kryptomessengerdienst "Exclu" entschlüsselt und abgeschaltet. Am Freitag seien in Deutschland, den Niederlanden, Belgien und Polen mehr als 70 Gebäude durchsucht und 48 Menschen festgenommen worden, teilte die Generalstaatsanwaltschaft Koblenz am Montag mit. Dabei handle es sich um Nutzer, Betreiber und Administratoren des Diensts.

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Die Koblenzer Ermittler hätten monatelang "intensiv" zusammen mit dem Landeskriminalamt (LKA) Rheinland-Pfalz und den niederländischen Strafverfolgungsbehörden recherchiert, hieß es weiter. Die Kommunikation über den Messenger sei überwacht worden. Die Nutzer hätten nach den bisherigen Erkenntnissen mit organisierter Kriminalität, vor allem Drogenhandel, zu tun.

Sie gingen offenbar davon aus, mit "Exclu" einen sicheren Dienst zu nutzen. Die App machte es möglich, Nachrichten verschlüsselt zu schicken. So konnten auch Fotos und Videos geteilt werden. Schätzungen der Behörden zufolge hatte die App etwa 3000 Nutzer, davon 750 in den Niederlanden. Den Betreibern wird nun vorgeworfen, Kunden bei der Begehung von Straftaten mit einem vermeintlich sicheren Kommunikationskanal unterstützt zu haben.

Die Ermittlungen hätten ihren Ursprung in dem Verfahren gegen die Betreiber des sogenannten Cyberbunkers in Rheinland-Pfalz, hieß es weiter. Dieses Daten- und Rechenzentrum für kriminelle Kunden habe "Exclu" gehostet, bis es abgeschaltet wurde. Schon seit Juni 2020 wurde ermittelt, seit April 2022 war die niederländische Polizei eingebunden.

Auch Schweden, Frankreich und Italien seien an den Ermittlungen beteiligt gewesen. Unterstützung geleistet hätten außerdem das Bundeskriminalamt, die polnische Polizei, die europäische Polizeibehörde Europol und Eurojust, die EU-Behörde für die Zusammenarbeit in Strafsachen.

"Die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen den beteiligten europäischen Sicherheitsbehörden haben diesen Erfolg erst möglich gemacht", erklärte der rheinland-pfälzische LKA-Präsident Johannes Kunz.

T.Burns--EWJ

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