English Woman's Journal - Anklage wegen Messerangriff mit zwei Toten von Ludwigshafen erhoben

Anklage wegen Messerangriff mit zwei Toten von Ludwigshafen erhoben


Anklage wegen Messerangriff mit zwei Toten von Ludwigshafen erhoben
Anklage wegen Messerangriff mit zwei Toten von Ludwigshafen erhoben / Foto: Daniel ROLAND - AFP/Archiv

Drei Monate nach einem Messerangriff mit zwei Toten im rheinland-pfälzischen Ludwigshafen hat die Staatsanwaltschaft Frankenthal Anklage erhoben. Sie wirft dem 26-jährigen Tatverdächtigen zweifachen Mord, versuchten Mord und gefährliche Körperverletzung vor, wie die Behörde am Mittwoch mitteilte.

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Der Mann soll am 18. Oktober mittags mit einem Küchenmesser nach einem kurzen Gespräch auf offener Straße unvermittelt auf einen zufällig passierenden 20-Jährigen eingestochen haben. Dabei habe er die Arg- und Wehrlosigkeit des Opfers ausgenutzt. Ein Arbeitskollege des 20-Jährigen habe versucht, den 26-Jährigen wegzuziehen.

Daraufhin soll der Angeschuldigte einen neuen Tatentschluss gefasst und dem 35-jährigen Kollegen unvermittelt in die rechte Halsseite gestochen haben. Dabei habe er beabsichtigt, den Mann zu töten, um seinen Angriff auf das erste Opfer fortsetzen zu können. Nach dem Stich ergriff der 35-Jährige die Flucht, brach etwa 30 Meter weiter jedoch zusammen und starb später in einem Krankenhaus.

Der 26-Jährige habe anschließend weiter auf sein erstes Opfer eingestochen. Nach mehreren Stichen in Kopf und Oberkörper soll er den rechten Unterarm des 20-Jährigen abgetrennt und auf den Balkon seiner ehemaligen Lebensgefährtin geworfen haben. Der 20-Jährige starb noch am Tatort an seinen Verletzungen.

Als Motiv für den Mord an dem 20-Jährigen gab die Staatsanwaltschaft Wut und Eifersucht an. Seine ehemalige Lebensgefährtin habe ihn verlassen, und er sei der Überzeugung gewesen, dass sie einen neuen Partner habe. Dem 26-Jährigen sei bewusst gewesen, dass seine frühere Partnerin die beiden Opfer nicht gekannt habe.

In einem Drogeriemarkt habe er anschließend einen Kunden an der Kasse angesprochen, dabei aber das Messer mit der rund 20 Zentimeter langen Klinge verborgen. Unmittelbar darauf habe er ihm plötzlich und für ihn nicht vorhersehbar in die Brust gestochen, um ihn zu töten. Auch den Drogeriekunden habe er aus Wut und Eifersucht töten wollen.

Das Opfer konnte sich nach draußen retten, während die ersten Polizisten das Geschäft betraten. Der Mann konnte durch eine Notoperation gerettet werden. Die Beamten stellten den 26-Jährigen und machten ihn durch Schüsse kampfunfähig. Der 26-Jährige befindet sich seit dem 19. Oktober in Untersuchungshaft.

Zu den Vorwürfen äußerte er sich bislang nicht. Einem Gutachter zufolge sagte der Angeschuldigte, dass er aus Wut und Eifersucht bewusst deutsche Männer angegriffen habe. Ein vorläufiges Gutachten hält den Mann für schuldfähig. Über die Zulassung der Anklage muss das Landgericht Frankenthal entscheiden.

K.Marshall--EWJ

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