English Woman's Journal - Studie: Jugendliche erleben immer häufiger Cybermobbing

Studie: Jugendliche erleben immer häufiger Cybermobbing


Studie: Jugendliche erleben immer häufiger Cybermobbing
Studie: Jugendliche erleben immer häufiger Cybermobbing / Foto: JENS SCHLUETER - AFP/Archiv

Junge Menschen werden immer häufiger Opfer von Cybermobbing. Zu dieser Einschätzung kommt die Barmer-Krankenkasse in einer Befragung, die der Nachrichtenagentur AFP vorliegt. Demnach habe 2022 jeder zweite befragte Jugendliche (50 Prozent) mitbekommen, dass jemand im direkten Umfeld von Cybermobbing - also von Anfeindungen und Schmähungen im Internet - betroffen war. Ein Jahr zuvor lag dieser Wert noch bei 43 Prozent.

Textgröße ändern:

Der Anteil von Mädchen und Jungen, die gar kein Mobbing im Internet erfahren hätten, sei von 32 auf 28 Prozent gesunken. Laut der so genannten Sinus-Jugendstudie der Barmer wird Mobbing am häufigsten im Mitteilungsdienst Whatsapp erlebt, gefolgt von den sozialen Netzwerken Instagram, Tiktok und Facebook.

Dabei hätten die Mobbing-Vorfälle auf der Plattform Tiktok mit zwölf Prozentpunkten am stärksten zugelegt. Mit 38 Prozent ist sie nun der dritthäufigste Ort für Cybermobbing unter Jugendlichen.

Jugendliche gaben laut Studie Beleidigungen als häufigste Form von Cybermobbing an - nämlich mit 74 Prozent. Dem folgte das Verbreiten von Gerüchten und dem Ausschluss aus Gruppen, dem Posten von peinlichen Videos oder Bildern und Belästigungen. Daneben spielten aber auch Stalking oder Identitätsklau weiterhin eine Rolle.

Barmer-Vorstandschef Christoph Straub forderte leichten Zugang zu Hilfe und Anlaufstellen, denen Betroffene vertrauen könnten. "Das Problem Cybermobbing intensiviert sich", erklärte er. Der Befragung zufolge haben 19 Prozent der Betroffenen keinerlei Hilfe bei Cybermobbing-Attacken erhalten.

Laut Barmer könnten aber auch Lehrkräfte, Online-Beratungsangebote oder die Polizei helfen. Für die Studie wurden laut Angaben im Oktober bundesweit rund 2000 Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren befragt.

L.McKay--EWJ

Empfohlen

Tödliche Attacke in Pariser Vorstadt: Hitlers "Mein Kampf" bei Angreifer gefunden

Nach dem offenbar rassistisch motivierten Anschlag im Großraum Paris mit einem Toten und fünf Verletzten haben die Ermittler in der Wohnung des mutmaßlichen Angreifers eine Ausgabe von Adolf Hitlers "Mein Kampf" gefunden. Das Buch sei bei einer Durchsuchung der Wohnung im westlich von Paris gelegenen Plaisir entdeckt worden, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Samstag aus Ermittlerkreisen. Gefunden wurden außerdem eine Bibel und ein Koran.

Herbststurm "Luise" sorgt für Zugausfälle und Feuerwehreinsätze

Der Herbststurm "Luise" hat am Freitag im Westen und Südwesten Deutschlands für Beeinträchtigungen im Bahnverkehr und zahlreiche Feuerwehreinsätze gesorgt. In Nastätten in Rheinland-Pfalz kippte auf einem Stadtfest ein Gestell um, dabei wurden ein 58-Jähriger und ein 72-Jähriger schwer verletzt. Beide wurde mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus geflogen, wie die Polizei in Koblenz mitteilte.

Zehntausende in Taiwan nach Durchzug von Taifun "Champi" ohne Strom

Hunderte Verletzte, entwurzelte Bäume, zehntausende Haushalte ohne Strom: Der Taifun "Champi" ist über Taiwan hinweggefegt und hat dabei erhebliche Schäden in dem Inselstaat angerichtet. Zahlreiche Einsatzkräfte arbeiteten nach Angaben der Behörden am Samstag daran, die Stromversorgung für rund 56.000 Haushalte wiederherzustellen. Seit Donnerstag, als die ersten Warnungen vor dem Taifun ausgegeben wurden, kam ein Mensch ums Leben und etwa 500 weitere wurden verletzt.

Nach tödlichem Angriff auf Soldaten: Netanjahu droht Großoffensive im Westjordanland an

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat nach dem Tod von zwei Soldaten bei einem Angriff bewaffneter Palästinenser im besetzten Westjordanland eine großangelegte Militäroffensive angekündigt. Vier Tage vor der Parlamentswahl in Israel ordnete Netanjahu am Freitag eine "vollständige Abriegelung" des Palästinensergebiets an. Er stellte zudem eine Militäroffensive in Aussicht, wie es sie seit dem Sechstagekrieg im Jahr 1967 nicht gegeben habe.

Textgröße ändern: